Michael Reiter schrieb:
>
> teilweise wird behauptet, dass das Calcium in der Kuhmilch und in
> Milchprodukten vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen werden
> kann (so sollen z.B. bereits mit dem Zusammentreffen von Milch mit der
> Magensäure Verbindungen entstehen, die die Verwertung des Calciums in
> der Milch unmöglich machen???).
Hallo,
wenn dies bei Kuhmilch im Magen eines Kalbes und auch bei Muttermilch im
Magen eines Säuglings auch genauso passieren würde, dann hätten
alle
Säugetiere ein ernsthaftes Problem. Da aber die Säugetiere
offensichtlich nicht schon seit langem ausgestorben sind scheint die
Aufnahme von Calcium aus der Milch durchaus zu gelingen.
Bye
Medizin
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Hallo,
Uwe Hercksen schrieb in Nachricht
...
>
>Michael Reiter schrieb:
>>
>> teilweise wird behauptet, dass das Calcium in der Kuhmilch und in
>> Milchprodukten vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen
werden
>> kann (so sollen z.B. bereits mit dem Zusammentreffen von Milch mit
der >> Magensäure Verbindungen entstehen, die die Verwertung des
Calciums in >> der Milch unmöglich machen???).
>
>Hallo,
>
>wenn dies bei Kuhmilch im Magen eines Kalbes und auch bei Muttermilch
im >Magen eines Säuglings auch genauso passieren würde, dann
hätten
alle >Säugetiere ein ernsthaftes Problem.
<schnipp>
Ich könnte mir vorstellen, daß bei der Verdauung von Kuhmilch
Calciumphosphat entsteht, das als Apatit vielleicht schwer
absorbierbar wäre. Aber das ist nicht das Problem. Hat man denn
bewiesen, daß das Calcium der Milch auch von den Personen verwertet
wird, die unter Knochenabbau leiden? Bekanntlich soll Kuhmilch gegen
den Knochenabbau helfen. Bei diesen Erkrankungen wird Calcium
mobilisiert und vermehrt ausgeschieden. Warum soll Kuhmilch diesen
Prozess umkehren?
Herr Kunze weigert sich hartnäckig, mir das zu erklären.
Gruß
Reinhard
Reinhard Bauwe wrote:
> Bekanntlich soll Kuhmilch gegen
> den Knochenabbau helfen. Bei diesen Erkrankungen wird Calcium
> mobilisiert und vermehrt ausgeschieden. Warum soll Kuhmilch diesen
> Prozess umkehren?
Vorstellbar waere es. Ob es funktioniert haengt davon ab, was
die Decalcifizierung der Knochen und Ca^2+ -Ausscheidung bedingt.
Durch Rueckkopplung ueber eine erhoehte Plasma-Ca^2+ - Konzentration
kann einer Decalcifizierung prinzipiell entgegengewirkt werden.
--
Joerg Geiger
joerg geiger(at)web.de
| The "paradox" is only a conflict between reality and your feeling |
| of what reality "ought to be". (Richard Feynman) |
Michael Reiter schrieb in de.sci.medizin.misc
>teilweise wird behauptet, dass das Calcium in der Kuhmilch und in
>Milchprodukten vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen werden
>kann (so sollen z.B. bereits mit dem Zusammentreffen von Milch mit der
>Magensäure Verbindungen entstehen, die die Verwertung des Calciums in
>der Milch unmöglich machen???).
>
>Ich hörte auch schon die Bahauptung, Milch/Milchprodukte würden
dem
>Körper sogar Calcium entziehen.
>
>Dagegen wird in der Werbung ja immer wieder betont, dass Milch für uns
>so ein wichtiger Calciumlieferant ist.
>
>Welche Version ist den nun richtig und gibt es unabhängige Studien,
>die belegen, was nun dran ist an der Milch als Calciumlieferant?
Hallo Michael,
Gehe doch mal auf folgenden Link
http://www.milch-den-kuehen.de/index2.html
oder google einfach mal nach Milch. Welchen Studien soll man glauben,
den negativen oder positiven?
Wenn ich all die negativen Studien- egal welcher Fachrichtung- lese,
so wundere ich mich, daß die Menschheit nicht schon längst
ausgerottet
ist.
Trotzdem lasse ich mir ein leckeres Glas Milch oder würzigen Käse
nicht vermiesen. Auch ein *kühles Blondes* verschmähe ich nicht.
Natürlich alles in Maßen. Darauf kommt es an.
Gruß
Norbert
Joerg Geiger schrieb in Nachricht ...
>Reinhard Bauwe wrote:
>> Bekanntlich soll Kuhmilch gegen
>> den Knochenabbau helfen. Bei diesen Erkrankungen wird Calcium
>> mobilisiert und vermehrt ausgeschieden. Warum soll Kuhmilch diesen
>> Prozess umkehren?
>
>Vorstellbar waere es. Ob es funktioniert haengt davon ab, was
>die Decalcifizierung der Knochen und Ca^2+ -Ausscheidung bedingt.
>Durch Rueckkopplung ueber eine erhoehte Plasma-Ca^2+ - Konzentration
>kann einer Decalcifizierung prinzipiell entgegengewirkt werden.
Ja, denkbar ist es. Ich möchte ja auch nur wissen, ob es jemals
bewiesen wurde, daß Calcium der Kuhmilch den Knochenabbau hemmen kann.
Aus der Universität Würzburg lesen wir:
<Zitat>
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 29, Nr. 2/2000, S. 71-80
Chronische metabolische Azidose: Werden die klinischen Konsequenzen
unterschätzt?
U. Bahner1, K. Sebekova3 und A. Heidland2
1Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation, 2Medizinische
Universitätsklinik, Würzburg, 3Institut für Präventive und
Klinische
Medizin, Bratislava
Metabolische Azidose (MA) infolge eiweißreicher Kost,
Bikarbonatverlusten (renal-tubulär oder intestinal) oder
Niereninsuffizienz kann selbst bei geringer Ausprägung zu multiplen
Störungen führen. Hormonale Alterationen betreffen die
Wachstumshormon-insulin-like-growth- factor-Kaskade, die
Schilddrüsenfunktion, die Insulinsekretion und -wirkung, das
Parathormon und die Plasmakatecholamine. Folgen des gestörten
Eiweißstoffwechsels sind Minderwuchs, Katabolismus, Muskelschwund und
negative Stickstoffbilanz. Als Ursache wurde eine Stimulation des
ATP-abhängigen Ubiquitin- Proteasom-Stoffwechselweges sowie eine
erhöhte Oxidation verzweigtkettiger Aminosäuren nachgewiesen.
*Im Knochen führt die chronische MA zu Demineralisation, Stimulation
der Osteoklasten- und Hemmung der Osteoblastenaktivität*.
<Zitat aus>
(Hervorhebung von mir)
Gruß
Reinhard
--
"Wer sich auf sein Herz verläßt, ist ein Narr;
wer aber mit Weisheit geht, wird entrinnen"
(Bibel, Sprüche 28, 26)
Reinhard Bauwe wrote:
> Joerg Geiger schrieb in Nachricht ...
>>Reinhard Bauwe wrote:
>>> Bekanntlich soll Kuhmilch gegen
>>> den Knochenabbau helfen. Bei diesen Erkrankungen wird Calcium
>>> mobilisiert und vermehrt ausgeschieden. Warum soll Kuhmilch diesen
>>> Prozess umkehren?
>>
>>Vorstellbar waere es. Ob es funktioniert haengt davon ab, was
>>die Decalcifizierung der Knochen und Ca^2+ -Ausscheidung bedingt.
>>Durch Rueckkopplung ueber eine erhoehte Plasma-Ca^2+ - Konzentration
>>kann einer Decalcifizierung prinzipiell entgegengewirkt werden.
> Ja, denkbar ist es. Ich möchte ja auch nur wissen, ob es jemals
> bewiesen wurde, daß Calcium der Kuhmilch den Knochenabbau hemmen
kann.
Die Frage war wohl explizit: "Warum soll Kuhmilch dies umkehren?"
was ich als "Auf Grund welchen Mechanismus sollte Kuhmilch dies
koennen?" verstanden habe.
> Aus der Universität Würzburg lesen wir:
> <Zitat>
> Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 29, Nr. 2/2000, S. 71-80
> Chronische metabolische Azidose: Werden die klinischen Konsequenzen
> unterschätzt?
Schoen. Was hat das jetzt hiermit zu tun?
> Metabolische Azidose (MA) infolge eiweißreicher Kost,
> Bikarbonatverlusten (renal-tubulär oder intestinal) oder
> Niereninsuffizienz kann selbst bei geringer Ausprägung zu multiplen
> Störungen führen.
Unausgewogene Ernaehrung kann viele Folgen haben. Hohe Eiweiss-
zufuhr schaedigt die Nieren insbesondere wenn zu wenig Fluessig-
keit zugefuehrt wird. Bei Milch sehe ich diese Problemstellung
nicht.
Man moege auch nicht die chronisch metabolische
Azidose die eine Vielzahl gravierender Probleme
ausloesen kann (besonders die im Zitat erwaehnten
hormonellen Stoerungen) mit der Modeerkrankung
"Uebersaeuerung" verwechseln die ebenso wie Mobil-
funkstrahlen, Wasseradern und Ausserirdische
ein uneinheitliches Bild diffuser Symptome all-
gemeinen Unwohlbefindens zur Folge hat.
--
Joerg Geiger
joerg geiger(at)web.de
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Hallo MIchael,
Michael Reiter schrieb in Nachricht ...
>Hallo,
>
>teilweise wird behauptet, dass das Calcium in der Kuhmilch und in
>Milchprodukten vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen werden
>kann (so sollen z.B. bereits mit dem Zusammentreffen von Milch mit
der
>Magensäure Verbindungen entstehen, die die Verwertung des Calciums in
>der Milch unmöglich machen???).
>
>Ich hörte auch schon die Bahauptung, Milch/Milchprodukte würden
dem
>Körper sogar Calcium entziehen.
>
>Dagegen wird in der Werbung ja immer wieder betont, dass Milch für
uns
>so ein wichtiger Calciumlieferant ist.
>
>Welche Version ist den nun richtig und gibt es unabhängige Studien,
>die belegen, was nun dran ist an der Milch als Calciumlieferant?
Nichts.
Es gibt keine Beweise dafür, daß Apatit (Calciumphosphat) besonders
gut verwertbar ist, und daß Kuhmilch und Kuhmilchprodukte unter den
Bedingungen des Knochenabbaues Calciumlieferanten für den
Knochenaufbau sind.
Die spärlichen Hinweise der Milchlobby begründen ihre Spekulationen
damit, daß Milch sehr viel Calcium enthält. Dieses Calcium ist
jedoch
für den schnellen Knochenaufbau beim Kälbchen bestimmt. Es gibt keine
Beweise dafür, daß dieses auf den gesunden und kranken Menschen
übertragbar ist.
Statt dessen gibt es Beweise dafür, daß Kuhmilch die Entstehung von
Diabetes Typ I fördert.
Schönen Gruß
Reinhard
--
"Wer sich auf sein Herz verläßt, ist ein Narr; wer aber mit
Weisheit
geht, wird entrinnen" (Bibel, Sprüche 28, 26)
wynmuck wrote:
> Wäre es da nicht der
> einfachere Weg, wir würden es wie die Kühe machen und uns das
Calcium
> über Sauerampfer etc. zu uns nehmen?
Da fehlt ein ;-)
Oxalsaeure komplexiert bekanntlich Ca^2+ -Ionen und bildet das
schwerloesliche Calciumoxalat, das mW. auch unter den stark
saueren Bedingungen im Magen nicht in Loesung geht.
Also eher Calciumentzug als Zufuhr.
--
Joerg Geiger
joerg geiger(at)web.de
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