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Hallo,
welche Drücke sind eigentlich im Normalbereich in der Lungenarterie in
den Lungenarteriolen, wie groß ist die Bandbreite?

Gruß,
Matthias




Frage zu Drücken im Lungebkreislauf

Author: Jürgen Poniatowski

On Thu, 27 Mar 2008 11:26:12 +0100, "mat.voss"
wrote:

>Hallo,
>welche Drücke sind eigentlich im Normalbereich in der Lungenarterie in
>den Lungenarteriolen, wie groß ist die Bandbreite?
>
Erweiterung der Frage:
Wie kann man die denn (nichtinvasiv!) messen?

Kann das Herz eigentlich selektiv im Lungenkreislauf den Druck
variiieren?
Das Herz ist technisch betrachtet eine Doppelpumpe (linke
Kammer/Vorkammer versus rechte Kammer/ Vorkammer). Der Volumenauswurf
muss jeweils gleich sein da der Kreislauf geschlossen ist und nur sehr
begrenzt venöse Volumenpufferkapazitäten zur Verfügung stehen, aber
ist es möglich, dass rechter und linker Herzkammerkomplex mit
unterschiedlicher Kraft kontrahieren und so die Drücke in
Köperkreislauf und Lungenkreislauf selektiv einstellen können?
Nun, was ich über EKGs gelesen habe scheint die Kontraktion allseitig
zu sein und eine selektive Blutdrucksteuerung herzseitig (also nicht
über die Valsokonstriktion der Lungenkapillaren) nicht möglich zu
sein. Weiss jemand da genaueres?

Jürgen


Moin Jürgen,

Klar, im Bernoulliwschen Sinne ist alles ein geregelter Kreislauf. What
goes in, must come out..
Es gibt aber Störgrößen.
Eine davon ist arterieller Rückstau im gr0ßen Kreislauf, wenn zB eine
Linksherzhypertrophy mit Relaxationsstörungen vorliegt, und die
Auswurffraktion dadurch beeinträchtigt ist. Also Rückstau in den
Lungenkreislauf. Aber welche Drücke überlagert dieser Rückstau, und in
wieweit schlägt dieser auf die Lunge durch?
Dazu kommen rechtseitig druckerhöhende Phänomene wie etwa ein
Inertgas-Diffusionsgradient, dessen Abschätzung in Bezug auf
intrapulmonale relevante Größe ich noch vermisse, bz, mich nicht traue,
die Gasgleichunngen 1:1 anzuwenden.

Grüße,
Matthias




Jürgen Poniatowski wrote:

> On Thu, 27 Mar 2008 11:26:12 +0100, "mat.voss"
> wrote:
>
>
>>Hallo,
>>welche Drücke sind eigentlich im Normalbereich in der Lungenarterie in
>>den Lungenarteriolen, wie groß ist die Bandbreite?
>>
>
> Erweiterung der Frage:
> Wie kann man die denn (nichtinvasiv!) messen?
>
> Kann das Herz eigentlich selektiv im Lungenkreislauf den Druck
> variiieren?
> Das Herz ist technisch betrachtet eine Doppelpumpe (linke
> Kammer/Vorkammer versus rechte Kammer/ Vorkammer). Der Volumenauswurf
> muss jeweils gleich sein da der Kreislauf geschlossen ist und nur sehr
> begrenzt venöse Volumenpufferkapazitäten zur Verfügung stehen, aber
> ist es möglich, dass rechter und linker Herzkammerkomplex mit
> unterschiedlicher Kraft kontrahieren und so die Drücke in
> Köperkreislauf und Lungenkreislauf selektiv einstellen können?
> Nun, was ich über EKGs gelesen habe scheint die Kontraktion allseitig
> zu sein und eine selektive Blutdrucksteuerung herzseitig (also nicht
> über die Valsokonstriktion der Lungenkapillaren) nicht möglich zu
> sein. Weiss jemand da genaueres?
>
> Jürgen