Medizin

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Gottfried Stutz schrieb:

> Der Bekannte muss ja selber kein Pharmavertreter sein, es genügt wenn
> er um X Ecken die Pharma-PR aufgeschnappt hat. Von wem, wenn nicht der
> Pharmafia, sollten denn solche Dopingmittel ursprünglich in Umlauf
> gesetzt bzw. beworben werden?

So ähnlich dachte ich es mir schon, dass der Bekannte im Dienste der
"Pharmafia" arbeitet ohne es zu wissen. So perfide ausgeklügt ist also
schon deren System. Alles unbezahlte Agenten dieses Verseins. Sieh dich
vor, ich würde das ja nicht so laut ausplaudern ...

SCNR

> Zitat daraus:
> "In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
> sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
> Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
> Dopingliste."
>
> Hört, hört! Also auch für Prüfungen gilt es offizell als Doping.

Deine persönlichen SchluÃźfolgerungen (im übrigen haarsträubende welche)
sind, auch wenn du sie öffentlich machst, nicht dasselbe wie
"offiziell"! Das Wort Doping hat in der hier genannten Prüfungssituation
nichts zu suchen und diffamiert damit pauschal Leute die schonmal BBs
nehmen.

Gruss
Steff


Heiner Mertens schrieb:
> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
> Meine zwei Fragen an Euch:
>
> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?
>
> Mit Dank
> Heiner

Hallo Heiner,
habe zwar noch nie den Tipp mit den Beta-Blockern bei Prüfungen gehört:
aber man lernt ja immer dazu. Ich selbst nehme seit gut 4 Monaten den
Blocker "Nebilet", wegen Sinus-Tachykardien, er soll sehr gut
verträglich sein. Ich nehme zwischen einer viertel bis halben Tablette
pro Tag, wobei ich leider oft schusselig bin und es einfach vergesse. Am
Anfang war es schon gewöhnungsbedürftig, ich singe z.B. in einem Chor
und hatte plötzlich keine Luft mehr, daher würde ich die kleinste Dosis
nehmen am Anfang. Denn man steht evtl. schon etwas neben sich, und du
willst ja deine Prüfung nicht wie in einer Glocke erleben, oder?
Frage mich allerdings, mit welcher Begründung du bei deinem Arzt ein
Rezept bekommen willst? Bei mir wurde erstmal gründlich kardiologisch
untersucht....naja, viel Glück jedenfalls!
Gruß,
Andrea


Heiner Mertens wrote:

> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,

Hallo Heiner,
egal was Du machst um mit Deinem Spitzen klarzukommen..
ich drück Dir die Daumen für die Prüfung und hoffe einfach das Du einen
anderen Weg als die BB findest...
ich hoffe das war jetzt für egal wen ganz einfach und verständlich..
good Luck
Suse


Heiner Mertens schrieb:
> Hallo Mediziner und Medizin-Wissende,
>
> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>
> Meine zwei Fragen an Euch:
>
> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?
>
> Mit Dank
> Heiner
Hallo Heiner,

ich wäre vorsichtig mit irgendwelchen Medikamenten vor Prüfungen.

Die Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten ist individuell sehr
unterschiedlich.

Es wäre doch schade, wenn Du während der Prüfung statt der befürchteten
Stressreaktion eine mittelgradige Bradycardie hinlegst. :-)

Viele Grüße

Hannibal
(Der auch unter fürchterlicher Prüfungsangst leidet, aber nie
irgendwelche Medikamente dagegen genommen hat)

--
"Die Wahrscheinlichkeit, eine 6 zu würfeln ist 1/6.
Bei 6 Versuchen macht das 6x1/6 = 6/6 = 1
Mit 1 bezeichnet man die Wahrscheinlichkeit für ein sicheres Ereignis.
Das musst du aber nicht verstehen, Bub.", Otto


Hallo Heiner und Susanne.


Susanne "Suse"Johnen wrote:
> manchmal hilft es wesentlich mehr sich die Prüfer in Unterhosen
> vorzustellen, als Chemie einzupfeifen.
[...]
> Fang abends einfach mit hochdosiertem Baldrian an

Deine Aussage ist doch ein glatter Widerspruch in sich!



Über die Verwendung von Medikamenten bei Prüfungsstress lässt sich
trefflich streiten. Während die einen eine medikamentöse Unterstützung
ohne Bedenken befürworten, beharren die anderen darauf, das grundlegende
psychologische Problem zu beheben.
Beide Ansichten sind aus meiner Sicht zu engstirnig: das
gewohnheitsmässige medikamentöse Unterdrücken von Prüfungsängsten ist
ganz sicher keine geschickte Lösung; jemandem in bestimmten, akuten
Situationen diese zu verweigern allerdings auch nicht.

Bei wiederholten und beträchtlichen Prüfungsängsten würde ich dazu
raten, das Problem mit psychologischer Hilfe anzugehen; der Leidensdruck
muss dafür allerdings schon ziemlich gross sein, denn sonst macht das
nach meiner Einschätzung nach nämlich eh niemand freiwillig. :-)
Steht nun jedoch in den nächsten paar Tagen eine Prüfung an, ist mit
psychologischer Hilfe wohl auch nicht mehr gross was zu machen, weshalb
man - je nach Ausmass - den Prüfungsängsten aus meiner Sicht durchaus
medikamentös begegnen könnte.

Eine Medikamentenempfehlung werde ich Heiner an dieser Stelle nicht
geben, da rezeptpflichtig. Ich rate dir aber, dich diesbezüglich an
deinen Hausarzt zu wenden.


HTH, Ben.


On Wed, 19 Mar 2008 19:21:11 +0100, Andrea Straub
wrote:

>> ich stehe vor einem mündlichen Examen.
>> Um den (vegetativen) Stress in der Prüfung etwas zu bändigen,
>> dabei aber absolut klar im Kopf zu bleiben,
>> riet mir ein Bekannter zu Beta-Blockern.
>>
>> Meine zwei Fragen an Euch:
>>
>> I) Hat hier jemand Erfahrung mit Beta-Blockern während einer Prüfung?
>> II) Zu welchem Beta-Blocker (Name, Dosierung) würdet Ihr raten?

>habe zwar noch nie den Tipp mit den Beta-Blockern bei Prüfungen gehört:
>aber man lernt ja immer dazu. Ich selbst nehme seit gut 4 Monaten den
>Blocker "Nebilet", wegen Sinus-Tachykardien, er soll sehr gut
>verträglich sein.

Auch ich kann nur dringend raten, wenn man das schon ausprobiert, dann
unbedingt vorher in einer Mini-Dosis. Wenn Dir sowieso schon flau ist
kannst Du einen zusätzlichen Blutdruckabfall nicht gebrauchen!
Ich würde ein möglichst kurzwirksames Präparat bevorzugen (kein Nebilet
- im übrigen werden alle Betablocker als "gut verträglich" beworben).
Alle Betablocker sind rezeptpflichtig (also wenn Du sie nicht Deiner Oma
klaust führt der Weg zum Hausarzt).

Gruß, Martin (der sich trotz Zugriff auf die Substanzen bisher noch in
keiner "Prüfung" getraut hat - und es mit jeder bestandenen Situation
weniger notwenig findet)

cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
ROT13 for email: znegva.trexra@jro.qr


Gottfried Stutz schrieb:

>
> Zitat daraus:
> "In manchen Sportarten ist die Einnahme von β-Blockern nicht erlaubt;
> sie stehen in Disziplinen, die eine hohe Konzentration und präzise
> Bewegungen erfordern, als leistungssteigernde Substanzen auf der
> Dopingliste."
>


Beta-Blocker wurden gern von Schützen eingenommen.
Dann wackelt / zittert der Sportschütze unter dem Leistungsdruck weniger.
Andererseits nahmen und nehmen Sportschützen gern "Zielwasser",
zur Beruhigung. Zum Beispiel einen Schnaps. Und Alkohol steht meines
Wissens nach nicht auf der Dopingliste.

Heiner