Medizin

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On Thu, 13 Mar 2008 15:09:57 +0100, Sven Hartmann
wrote:

>Zitat einer Neurologin: "50% der Operationen am offenen Hirn dienen
>ausschlieÃźlich der Finanzierung der Forschungsgruppe; sie bringen viel
>Geld. Es ist fraglich, ob die Entfernung eines bereits metastasierenden
>Hirntumors Sinn macht, vor allem vor dem Hintergrund, dass damit zumeist
>gesundes Gewebe beschädigt wird und zu schweren Behinderungen bis hin
>zum Koma führt. Die Qualität der gewonnenen Lebenszeit von zwei Wochen
>bis sechs Monaten ist fraglich." Quelle: Süddeutsche Magazin

Ja, sehr schön, bis 50% ergeben also nach Ansicht einer (namentlich?)
zitierten Ã




Hi,

> Ja, sehr schön, bis 50% ergeben also nach Ansicht einer (namentlich?)
> zitierten Ärztin einen Sinn, 50% ergeben keinen. Jetzt ist nur die
> Frage, woher verlässliche Informationen zu solchen Fragen kommen, die
> über Kolportage hinausgehen.

Es ist die Meinung einer Ärztin. Sie wurde natürlich nicht namentlich
zitiert. Aber der Süddeutschen kann man zumindest mehr vertrauen als der
Bild.

> Wenn die Ärztin angeben könnte, wie sie vor dem Aufschneiden
> zuverlässig bestimmt, was hinterher dabei herauskommt, wäre das ja
> schon mal ein Anfang.

K.A., ich bin ja kein Fachmann. Ich dachte immer, wenn überall
Metastasen sind, kann man schon einiges sagen. In Kanada rechnet man Dir
nach der Diagnose Krebs deine Restlebensdauer ja bis auf die Minute aus.
Damit sag ich nicht, dass ich das gut finde.

>>Warum verbieten wir Kindern, Alkohol zu trinken?
>
> Weil es Kinder sind. Erwachsenen verbieten wir sowas nicht.
> Was die Möglichkeit zur Kritik nicht ausschliesst.
>
>>Weil es sie schädigt und sie krank macht
> . Aber wenn ein 12jähriger 110 Kilo wiegt, nennen wir
>>das Eigenverantwortung. Für mich ist das Körperverletzung.
>
> Dass bei der Frage, welche Vorschriften man seinen Mitmenschen in
> Bezug auf ihre Lebensführung machen darf, umstandslos auf Kinder
> verwiesen wird, kommt nicht von ungefähr.

Ja, aber ein wesentlicher Grund ist doch auch, dass die Lebensweise als
Kind prägend ist. Wer als Kind schon fett ist, wird es auch mit hoher
Wahrscheinlichkeit als Erwachsener sein. Wer als Kind schon raucht ...,
wer als Kind schon irgendeinen Sport treibt ... usw.

> Aber wer spielt in dem Szenario, dass man alle Menschen wie Kinder
> "erziehen" muss, den allweisen Erwachsenen? Du? Eine medizinische
> Kommision? Der Krankenkassenverband? Das Gesundheitsministerium?

Natürlich kann jeder als Erwachsener entscheiden, was er tut. Ich will
da ja auch niemanden was vorschreiben, letztlich müsste man sonst auch
Motorrad fahren verbieten usw. usf. Aber ist es denn richtig, einfach zu
sagen: Ich bin zu faul mich zu bewegen, also, Gesellschaft, zahle mir
bitte meine Pillen, damit ich meinen Blutzuckerspiegel einrichten kann.

Wir werden das hier sicher nicht lösen können...

Sven