Medizin

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Hallo,

ich (Nichtmediziner) habe eine Frage zu den Arbeitszeiten der Ärzte.
Wenn man Google anwirft, erhält man den Eindruck, alle Ärzte arbeiten
60-80 Stunden, schieben 24h Dienste usw.

Meine Freundin studiert Medizin und ich muss sagen, dass ich mir große
Sorgen mache. Vielleicht vorweg: Sie hat weder Karrierepläne, noch ist
sie fachgebietsmäßig festgelegt. Sie könne sich so ziemlich alles
vorstellen ;)

Da ich keine Ärzte kenne, möchte ich hier mal um Erfahrungen fragen.
Es gab ja vor geraumer Zeit dieses berühmte Urteil des Europäischen
Gerichtshofs. Einige Zeitungen berichten von vorsichtigen Umsetzungen
dieser Urteile (Ich las es zum Beispiel über Hamburg). Gibt es da
Bundesländer, wo es besser/schlechter ist, oder ist das vollkommen
Klinik-abhängig. Die privaten sind vermutlich schlimmer als die
kommunalen, oder?

Gibt es denn Fachgebiete, wo man humane Arbeitszeiten hat, also wirklich
auch mal nach 8h rauskommt? Mit fällt spontan Dermatologie ein,
schließlich wird es da ja nicht so viele Notfälle geben ... Was ist
sonst noch so empfehlenswert?

Kann man denn einen Unterschied Stadt/Land feststellen? Ich stelle mir
eine kleine Klinik in einer mittelgroßen Stadt etwas entspannter vor.
Aber vielleicht ist gerade dort großer Ärztemangel ...
Gibt es da Erfahrungen?

Wie sieht es eigentlich mit einer eigenen Praxis aus. Man hört, da sei
es auch sehr schlimm, wegen Papierkrieg und Hausbesuche. Aber
niedergelassene Fachärzte machen doch keine Hausbesuche oder? Meine
HNO-Ärztin beispielsweise hat Sprechzeiten Mo-Fr 8-12, Die, Do 14-18.
Das sind ja 26h. Kann das mal jemand in Bruttoarbeitszeit umrechnen,
also wie viel man letztlich wirklich arbeitet? Ich vermute, dass man
täglich 2h länger arbeitet, weil der letzte Patient ja erst 12 bzw. 18
Uhr kommt und bis der auch fertig ist ... Sind wir bei 38h....

Nunja, ich habe noch viele weitere Fragen, aber vielleicht erstmal so
weit. Danke schonmal für Antworten,


ein besorgter Sven




Arbeitszeiten der Mediziner, einige Fragen

Author: "Susanne \"Suse\"Johnen"

Sven Hartmann wrote:

> Hallo,
>
> ich (Nichtmediziner) habe eine Frage zu den Arbeitszeiten der Ärzte.
> Wenn man Google anwirft, erhält man den Eindruck, alle Ärzte arbeiten
> 60-80 Stunden, schieben 24h Dienste usw.
>
tja- das kommt so ungefähr hin
:-)
Oder willst Du das Dein Doc-sollte er um 16.00 noch mit der OP an Dir nicht
fertig sein hingeht und sagt-legt den mal auf Eis; den Rest mach ich
Morgen..
Klar hat auch die niedergelassene Praxis mal ne 24 Std Dienst-in der
NotfallPraxis zB.


> ein besorgter Sven
Du hast allen Grund dazu...
Such Dir ne neue Freundin-Falls Du nicht hinter Ihr stehst..
Suse
--
Ach?


Sven Hartmann schrieb:

>
> Wie sieht es eigentlich mit einer eigenen Praxis aus. Man h


Susanne Johnen schrieb:

> Oder willst Du das Dein Doc-sollte er um 16.00 noch mit der OP an Dir nicht
> fertig sein hingeht und sagt-legt den mal auf Eis; den Rest mach ich
> Morgen..

Darum geht es doch gar nicht. Ich hab weder gesagt, dass ich das will
noch erwarte noch denke. Dass Chirurgie keinesfalls in Frage kommt, sagt
sie ja selbst.

> Klar hat auch die niedergelassene Praxis mal ne 24 Std Dienst-in der
> NotfallPraxis zB.

Echt? Also wenn ich hier in die Zeitung schaue, ist die
Notfallbereitschaft ausschließlich in Kliniken. Vielleicht ist das ja
regional verschieden.

>> ein besorgter Sven
> Du hast allen Grund dazu...
> Such Dir ne neue Freundin-Falls Du nicht hinter Ihr stehst..

Danke für den dümmlichen Kommentar. Sorgen machen heißt bei Dir also
nicht hinter jemanden stehen? Wir ziehen am gleichen Strang und ich habe
lediglich um einige Erfahrungen gebeten. Deine sind offensichtlich, dass
Du um die genannten Arbeitszeiten nicht herumkommst oder -willst. Es mag
andere geben.

Sven
--
Why is 6 afraid of 7? Because 7, 8, 9!


Hi,

> Um eine eigene Praxis zu führen, muÃź man erst mal eine haben. D.h.,
> Einrichtung kostet Geld (auch schon bevor der erste Patient über die
> Stelle tritt - Stichwort Bankkredit), Räume kosten Geld,
> Arzthelfer(in) kostet Geld... das (sog. Fixkosten) muÃź erstmal drin
> sein.

Das ist mir schon klar.

>> Aber niedergelassene Fach�rzte machen doch keine Hausbesuche oder?
> Kommt drauf an, Internisten z.B. schon.

Ok - stimmt.

> Im übrigen kann kein niedergelassener Arzt mehr von seinem
> Sprechstundenpublikum leben. D.h., sehr viel läuft auÃźerhalb der
> Sprechstunden via Terminvereinbarung.

Ich dachte, die Finanzmisere trifft vor allen die Hausärzte und weniger
die Fachärzte. Mhm.

GrÃ¼Ãźe,

Sven


On Tue, 11 Mar 2008 02:00:55 +0100, Sven Hartmann
wrote:

>ich (Nichtmediziner) habe eine Frage zu den Arbeitszeiten der Ã


Hallöchen,

> Kann man nicht pauschal sagen. Es gibt angestellte Ärzte und
> niedergelassene Ärzte. In beiden Gruppen kommt es auf die
> Umstände an (z.B. die Fachrichtung, bei Niedergelassenen auch
> auf die Patientenstruktur und die Fixkosten, bei Angestellten die
> Position und die Art der Tätigkeit oder in Krankenhäusern
> auch die Stellenbesetzung - je dünner die Besetzung, desto mehr
> Dienste pro Nase).

Ja, ist mir alles bewusst. Im Grunde wollte ich ja auch keine pauschale
Aussage, sondern eher mal einen positiven Fall. Oft ist es ja so, dass
sich im Internet zumeist nur die Unzufriedenen zu Wort melden. Das ist
ja nicht nur bei Ärzten so. Wenn ich in ein Telekom-Forum gehe, erhalte
ich auch den Eindruck, dass da nie nimmer etwas funktioniert. Dennoch
kann ich zuhause telefonieren.
Also konkret war meine Frage eher dahingehend gerichtet, ob es hier
Leute im Forum gibt, die sagen können: Ich bin Arzt und arbeite keine
60-80h. Oder: Auf dem und dem Fachgebiet ist es tendentiell entspannter
oder so ...

> Anästhesie soll übrigens bei weiblichen Medizinern beliebt sein.

Tatsächlich? Kann man sagen warum?

Grüße,

Sven
--
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Sven Hartmann schrieb:
> > An