Hallo - vielleicht kann mir jemand eine Auskunft geben.
Mein alter Vater 90 Jahre (Demenz mit Wahnvorstellungen, zittern der
Hände, verwirrt ...) klagt seit einiger Zeit darüber, dass er
zeitweise
in beiden Armen ein Kribbeln verspürt. Zuerst dachte ich an Anzeichen
eines Herzinfarktes. Bei beiden Armen bin ich mir nicht mehr sicher. Es
hat den Anschein, dass das Kribbeln immer dann auftritt, wenn er
angespannt ist (Waschen oder Aufregung). Deswegen denke ich jetzt, es
könnte mehr vom Gehirn (Demenz - Parkinson ..) kommen.
[Ich erinnere mich daran, dass meine verstorb. Mutter mit Gehirntumor
(Folge von Dickdarmkrebs) zeitweise auch totales Zittern und Kribbeln am
ganzen Körper hatte.]
Mein Vater befindet sich im Pflegeheim und ich überlege, ob man etwas
tun sollte/kann und ob man überhaupt was machen kann, denn jeder
Arztbesuch ist beim Vater mit argen Problemen verbunden.
Herbert
--
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Medizin
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H.Schmidt schrieb:
> Hallo - vielleicht kann mir jemand eine Auskunft geben.
> Mein alter Vater 90 Jahre (Demenz mit Wahnvorstellungen, zittern der
> Hände, verwirrt ...) klagt seit einiger Zeit darüber, dass er
zeitweise
> in beiden Armen ein Kribbeln verspürt. Zuerst dachte ich an Anzeichen
> eines Herzinfarktes. Bei beiden Armen bin ich mir nicht mehr sicher. Es
> hat den Anschein, dass das Kribbeln immer dann auftritt, wenn er
> angespannt ist (Waschen oder Aufregung). Deswegen denke ich jetzt, es
> könnte mehr vom Gehirn (Demenz - Parkinson ..) kommen.
Kommt auf das Kribbeln an. Ist es so, wenn Blut in einen zuvor
abgeklemmten Köperteil zurückfließt, auf dem man gelegen hat,
oder ist es eher ein Nervenzucken. Was meint der Heimarzt?
> [Ich erinnere mich daran, dass meine verstorb. Mutter mit Gehirntumor
> (Folge von Dickdarmkrebs) zeitweise auch totales Zittern und Kribbeln am
> ganzen Körper hatte.]
Wer hat Dir gesagt, das ein Hirntumor die Folge von
Dickdarmkrebs ist? Welcher Art Hirntumor war es?
> Mein Vater befindet sich im Pflegeheim und ich überlege, ob man etwas
> tun sollte/kann und ob man überhaupt was machen kann, denn jeder
> Arztbesuch ist beim Vater mit argen Problemen verbunden.
Zur Not wird er ruhig gestellt, das es für ein paar gute CT oder
MRT/PET Bilder ausreicht. Ein Versuch wäre es wert.
Was meint er dazu. Würde er sich beruhigter fühlen, wenn man
wüsste was mit ihm vorgeht, oder hat er bereits soweit den
Kontakt zur Realität verloren, das man sich die Sache sparen
könnte?
>
> Herbert
>
Patrick
P.Teubner schrieb:
> Wer hat Dir gesagt, das ein Hirntumor die Folge von
> Dickdarmkrebs ist? Welcher Art Hirntumor war es?
Offenbar eine Metastase eines Dickdarmkrebses, würde ich raten.
Lars
H.Schmidt schrieb:
> Mein Vater befindet sich im Pflegeheim und ich überlege, ob man etwas
> tun sollte/kann und ob man überhaupt was machen kann, denn jeder
> Arztbesuch ist beim Vater mit argen Problemen verbunden.
Kribbeln in den Armen ist ein Fall für den Neurologen.
Wenn dein Vater Parkinson hat, sollte er einen solchen ohnehin haben.
Ursachen können bei den Armnerven oder bei der Halswirbelsäule
liegen.
Auch bei Parkinson selbst können unangenehme Mißempfindungen in den
Armen/Beinen auftreten.
Auch wenn der Neurologe mangels Kooperativität deines Vaters zu
irgendwelchen Untersuchungen nix finden könnte, ließen sich solche
Mißempfundungen doch zumindest mit Medikamenten lindern.
Wenn Arztbesuche zu schwierig sind und das Problem sehr unangenehm für
deinen Vater, wäre vielleicht eine kurzzeitige Krankenhauseinweisung,
z.B. in eine neurolog. Klinik, die sich gleich mit um Parkinson und
Wahn kümmern kann, anzudenken.
Lars
Vielen Dank für alle Hinweise und auch aufgeworfenen Fragen!
Werde morgen sofort den Hausarzt kunsultieren - er macht gern einen
Heimbesuch und dann wird er entscheiden. Da mein Vater schon
entsprechende Behandlungen und auch Zwangseinweisung ins Krankenhaus
hinter sich hat, ist er sehr mißtraurisch.
Herbert
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Lars Braesicke schrieb:
> P.Teubner schrieb:
>> Wer hat Dir gesagt, das ein Hirntumor die Folge von
>> Dickdarmkrebs ist? Welcher Art Hirntumor war es?
>
> Offenbar eine Metastase eines Dickdarmkrebses, würde ich raten.
>
> Lars
Kann sich aus einem Dickdarmpolypen sowas entwickeln, trotzdem
die regemäßig entfernt worden sind?
Patrick
Hallo P.Teubner,
>> (...)
>> Offenbar eine Metastase eines Dickdarmkrebses, würde ich raten.
Ja so war es - zuerst Dickdamkrebs fortgeschritten operiert. Dann nach 3
Jahren Lebermetastase (8cm trotz 3-monatliche Kontrollen). Dann Chemo
direkt in die Leber durch gelegte Kanüle. Keine richtige Erholung mehr.
An Gehirnmetastase/en nach langem Leiden mit 58 Jahren gestorben.
> Kann sich aus einem Dickdarmpolypen sowas entwickeln, trotzdem
> die regemäßig entfernt worden sind?
Ich glaube nicht, denn dann wären alle Vorsorgeuntersuchungen mit
anschließender Polypenentfernung nicht gerade effektiv. Zur
frühzeitigen
Erkennung von Dickdarmkrebs hilft nur und regelmäßig die Koloskopie.
Alles andere ist nicht optimal!!!!
Da meine Mutter und auch ihr Bruder auf Grundlage von Dickdarmkrebs
verstorben sind, bin ich vorbelastet und gehe regelmäßig zur
Koloskopie.
Die ersten 3 x alle 2 Jahre bei vollem Bewußtsein (ohne Spritze) Danach
nur noch mit Spritze - es tut mir nicht mehr so weh. Jetzt habe ich es
auf alle 3 Jahre erweitert, da ich selbst festgestellt habe (deswegen
zuerst wichtig, dass man selbst mitschaut und sich selbst ein Bild vom
Darm macht), dass - zumindestens bei mir - Polypen nicht so gewachsen
waren (wenn sie denn gewachsen waren), dass man sie gut erkennen und
auch entfernen konnte (nach 2 Jahren noch zu klein und kaum sichtbar
waren - bisher 2 Stück). Hatte auch zwei unterschiedliche
Vererbungsteste machen lassen (1x mit Blutabnahme von mir und 1x durch
Untersuchung von Gewebeproben (werden 10 Jahre aufgehoben) meiner
verstorbenen Mutter. Beides war negativ (also die Gefahr der Vererbung
ist gering). Trotzdem bleibt man Risikopatient!
Herbert
H.Schmidt schrieb:
> Hallo P.Teubner,
>
>>> (...)
>>> Offenbar eine Metastase eines Dickdarmkrebses, würde ich
raten.
> Ja so war es - zuerst Dickdamkrebs fortgeschritten operiert. Dann nach 3
> Jahren Lebermetastase (8cm trotz 3-monatliche Kontrollen). Dann Chemo
> direkt in die Leber durch gelegte Kanüle. Keine richtige Erholung
mehr.
OK alles unterhalb des Kopfes.
> An Gehirnmetastase/en nach langem Leiden mit 58 Jahren gestorben.
Metasthasen setzen einen Muttertumor voraus. Wie soll der in den
Kopf gekommen sein? Ok Blut. Aber, irgendwer hatte mal
geschrieben, das es für jedes Organ einen speziifischen Tumor
gäbe, der nicht mit einem Nachbartumor verwandt sei.
Mein Vater hatte ein Glioblastom und Astrozitom, das sich aus
den weissen Hirnzellen gebildet hat, sowie eine wachsende
Methastase im vorderen rechten Hirnlappen, die seinen Tot
hervorrief.
Sonstige Vorgeschichten waren der Heliobaker, der seinen Magen
befiel. Dieser wurde 30 Jahre vor seinem Ableben mit dem Magen
entfernt. Ansonsten nur Dickdarmpolypen 2006 und 2007 die alle
entfernt wurden.
Anzumerken sei, das er lange Jahre in der Röngtenabteilung
gearbeitete und die Dosimeter regelmäßig am Tag tauschte, weil
sie schnell schwarz wurden. An seinem letzten Arbeitsplatz hatte
er viel mit Krebspatienten zu tun.
In den 70-80ern imprägnierte er das Holz in seinem Garten oft
mit dem heute verbotenen Xyladecor oder Xylamon, meist ohne
Handschuhe und sonstigem Schutz.
Die Ärzte wollten sich auf keine Aussage einlassen. War klar,
denn die Schulmediziner können keinen Krebs heilen. Und eine
Krähe spuckt der anderen nicht auf die Federn.
>
>> Kann sich aus einem Dickdarmpolypen sowas entwickeln, trotzdem
>> die regemäßig entfernt worden sind?
>
> Ich glaube nicht, denn dann wären alle Vorsorgeuntersuchungen mit
> anschließender Polypenentfernung nicht gerade effektiv. Zur
frühzeitigen
> Erkennung von Dickdarmkrebs hilft nur und regelmäßig die
Koloskopie.
> Alles andere ist nicht optimal!!!!
> Da meine Mutter und auch ihr Bruder auf Grundlage von Dickdarmkrebs
> verstorben sind, bin ich vorbelastet und gehe regelmäßig zur
Koloskopie.
> Die ersten 3 x alle 2 Jahre bei vollem Bewußtsein (ohne Spritze)
Danach
> nur noch mit Spritze - es tut mir nicht mehr so weh. Jetzt habe ich es
> auf alle 3 Jahre erweitert, da ich selbst festgestellt habe (deswegen
> zuerst wichtig, dass man selbst mitschaut und sich selbst ein Bild vom
> Darm macht), dass - zumindestens bei mir - Polypen nicht so gewachsen
> waren (wenn sie denn gewachsen waren), dass man sie gut erkennen und
> auch entfernen konnte (nach 2 Jahren noch zu klein und kaum sichtbar
> waren - bisher 2 Stück). Hatte auch zwei unterschiedliche
> Vererbungsteste machen lassen (1x mit Blutabnahme von mir und 1x durch
> Untersuchung von Gewebeproben (werden 10 Jahre aufgehoben) meiner
> verstorbenen Mutter. Beides war negativ (also die Gefahr der Vererbung
> ist gering). Trotzdem bleibt man Risikopatient!
Vererbung glaube ich nicht.
Quelen behaupten:
Lebens- und Ernährungsumstände wie Übergewicht, fettreiche und
faserarme Nahrung, Nikotin- und Alkoholmissbrauch,
Bewegungsmangel, möglicherweise der regelmässige Genuss von
Geräuchertem und Gepökeltem
Eine Fehlbildung im Darmgewebe, weil sich da manche Zellen
schneller teilen als die anderen.
>
> Herbert
Patrick