Karl Jahn wrote:
(...)
> Nächste Woche werde ich einen Zahnarzt-Termin wahrnehmen und auf die
> Panorama-Aufnahme hinweisen. Bestimmt bekomme ich von dem Zahnarzt
> erzählt, dass durch den hohen Kostenfaktor und ich ja kein
Privatpatient
> bin, eher zu einfacheren Mitteln, für die Diagnose, gegriffen werden
muss.
Das ist genau das, was mich an Therapieempfehlungen von Laien so nervt.
Fortlaufend wird geschimpft, daß Ärzte zu viele
Röntgenaufnahmen
anordnen, zu große Strahlenbelastung etc. Nun erzählt Dir der Achim
als
Radiologe, daß Du zur Diagnose Deiner Erkrankung die Strahlenbelastung
einer Panoramaaufnahme gar nicht benötigst oder minimieren kannst und
auf einmal ist die Laientherapieempfehlung ganz bedeutsam und es soll
unbedingt diese Panoramaaufnahme gemacht werden, weil die bösen Ärzte
an
Dir ja nur Kosten einsparen wollen. *Aaarghhhh!* Fein, dann lass die
Panoramaaufnahme bei Deinem Zahnarzt machen, dafür bekommt Dein Zahnarzt
ohnehin mehr als für die Überweisung zum HNO-Arzt.
Vielleicht sollte ich zukünftig allen Patienten erzählen, daß
sie
aufgrund ihres kassenärztlichen Status eigentlich nicht
geröntgt/bestrahlt werden sollten und wir ihnen nur aus Kulanz diese
eher privatärztliche Untersuchung/Behandlung ermöglichen würden:
Dann
gäbe es vielleicht auch kein langes Gerede mehr über irrationale
Angst
vor Strahlenschäden, langwierige Ausführungen über die wirklich
dringende Notwendigkeit der Untersuchung oder Behandlung etc etc etc und
die Patienten würden stattdessen hochmotiviert vor die Röhre
hüpfen.
*kopfschüttelnd*
Mareike
Medizin
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"Mareike Ziegler" <mzieglerNOSPAM@ix.urz.uni-
> Karl Jahn wrote:
> (...)
>> Nächste Woche werde ich einen Zahnarzt-Termin wahrnehmen und auf
die
>> Panorama-Aufnahme hinweisen. Bestimmt bekomme ich von dem Zahnarzt
>> erzählt, dass durch den hohen Kostenfaktor und ich ja kein
Privatpatient
>> bin, eher zu einfacheren Mitteln, für die Diagnose, gegriffen
werden
>> muss.
>
> Das ist genau das, was mich an Therapieempfehlungen von Laien so nervt.
> Fortlaufend wird geschimpft, daß Ärzte zu viele
Röntgenaufnahmen anordnen,
> zu große Strahlenbelastung etc. Nun erzählt Dir der Achim als
Radiologe,
> daß Du zur Diagnose Deiner Erkrankung die Strahlenbelastung einer
> Panoramaaufnahme gar nicht benötigst oder minimieren kannst und auf
einmal
> ist die Laientherapieempfehlung ganz bedeutsam und es soll unbedingt diese
> Panoramaaufnahme gemacht werden, weil die bösen Ärzte an Dir ja
nur Kosten
> einsparen wollen. *Aaarghhhh!* Fein, dann lass die Panoramaaufnahme bei
> Deinem Zahnarzt machen, dafür bekommt Dein Zahnarzt ohnehin mehr als
für
> die Überweisung zum HNO-Arzt.
>
> Vielleicht sollte ich zukünftig allen Patienten erzählen,
daß sie aufgrund
> ihres kassenärztlichen Status eigentlich nicht
geröntgt/bestrahlt werden
> sollten und wir ihnen nur aus Kulanz diese eher privatärztliche
> Untersuchung/Behandlung ermöglichen würden: Dann gäbe es
vielleicht auch
> kein langes Gerede mehr über irrationale Angst vor
Strahlenschäden,
> langwierige Ausführungen über die wirklich dringende
Notwendigkeit der
> Untersuchung oder Behandlung etc etc etc und die Patienten würden
> stattdessen hochmotiviert vor die Röhre hüpfen.
>
> *kopfschüttelnd*
>
> Mareike
Ich hab auch mal nach Bewußtlosigkeit und Beule am Kopf nach excessivem
Alkoholkonsum und Amnesie eine Comutertomographie verschrieben bekommen.
Der Beroicht endete (sinngemäß) so: Der Befund ist frei von
pathologischen
Veränderungen, jedoch besteht in xxx eine xxx, es emphielt sich
Abklärung
durch Kernspintomographie.
Der Arzt bei dem ich ürsprünglich war, meinete nur gut alles, wollen
sie das
machen?
mein Schwager und meine Schwester meinten jedoch nach lesen des Befundes
(beide Arzte), nene das ist schon in Ordnung, wenn das da steht: frei von
Befunden dann ist er das auch. Die Emphehlung zur Kernspintomographie sei
nur aus "Sozialkassenausbeuterischen Arztewahn" (nat. meine Worte)
emphohlenm worden, sprich um den Kollegen von der Kernspind. Patienten
zuzuschustern, die seine Kasse aufbessern(ist schon einige Jahre her aber).
chris
chris
c h r i s wrote:
> Ich hab auch mal nach Bewu
"Werner Baumschlager" schrieb im #
> Ich hab auch mal nach Bewußtlosigkeit und Beule am Kopf nach
excessivem
> Alkoholkonsum und Amnesie eine Comutertomographie verschrieben bekommen.
> Der Beroicht endete (sinngemäß) so: Der Befund ist frei von
pathologischen
> Veränderungen, jedoch besteht in xxx eine xxx, es emphielt sich
Abklärung
> durch Kernspintomographie.
> Der Arzt bei dem ich ürsprünglich war, meinete nur gut alles,
wollen sie
> das
> machen?
>
> mein Schwager und meine Schwester meinten jedoch nach lesen des Befundes
> (beide Arzte), nene das ist schon in Ordnung, wenn das da steht: frei von
> Befunden dann ist er das auch. Die Emphehlung zur Kernspintomographie sei
> nur aus "Sozialkassenausbeuterischen Arztewahn" (nat. meine
Worte)
> emphohlenm worden, sprich um den Kollegen von der Kernspind. Patienten
> zuzuschustern, die seine Kasse aufbessern(ist schon einige Jahre her
> aber).
>Und wenn du doch gestorben wärst, hättest du sie garantiert
alle wegen Nichtausschöpfung der diagnostischen >Möglich-
keiten vor den Kadi gezerrt. Mindestens hätten wir >jedenfalls
in Frontal21 einen reisserischen Bericht über die >menschen-
verachtende Sparwut im Gesundheitssystem gesehen.
>Stimmts oder hab ich recht?
Na ja vielleicht nicht ganz so : ich sag ja: ist schon einige Jahre her:
Meint daß diese Diskussion noch nicht so aktuell war, genau deswegen
schreib
ich das ja ....
chris
"c h r i s" schrieb im
>
> "Werner Baumschlager"
schrieb im #
>
>> Ich hab auch mal nach Bewußtlosigkeit und Beule am Kopf nach
excessivem
>> Alkoholkonsum und Amnesie eine Comutertomographie verschrieben
bekommen.
>> Der Beroicht endete (sinngemäß) so: Der Befund ist frei von
>> pathologischen
>> Veränderungen, jedoch besteht in xxx eine xxx, es emphielt sich
Abklärung
>> durch Kernspintomographie.
>> Der Arzt bei dem ich ürsprünglich war, meinete nur gut
alles, wollen sie
>> das
>> machen?
>>
>> mein Schwager und meine Schwester meinten jedoch nach lesen des
Befundes
>> (beide Arzte), nene das ist schon in Ordnung, wenn das da steht: frei
von
>> Befunden dann ist er das auch. Die Emphehlung zur Kernspintomographie
>> sei
>> nur aus "Sozialkassenausbeuterischen Arztewahn" (nat. meine
Worte)
>> emphohlenm worden, sprich um den Kollegen von der Kernspind. Patienten
>> zuzuschustern, die seine Kasse aufbessern(ist schon einige Jahre her
>> aber).
>
>>Und wenn du doch gestorben wärst, hättest du sie garantiert
> alle wegen Nichtausschöpfung der diagnostischen >Möglich-
> keiten vor den Kadi gezerrt. Mindestens hätten wir >jedenfalls
> in Frontal21 einen reisserischen Bericht über die >menschen-
> verachtende Sparwut im Gesundheitssystem gesehen.
>
>>Stimmts oder hab ich recht?
>
> Na ja vielleicht nicht ganz so : ich sag ja: ist schon einige Jahre her:
> Meint daß diese Diskussion noch nicht so aktuell war, genau deswegen
> schreib ich das ja ....
> chris
Man hätte mich ja gleich zur Kerspin überweisen können, dan
verdienen aber
die mit den Comtutertomographen nix mehr.
chris
c h r i s wrote:
> Man hätte mich ja gleich zur Kerspin überweisen können, dan
verdienen aber
> die mit den Comtutertomographen nix mehr.
Siehst Du, daß ist eben eine typische Laienschlußfolgerung:
"...dann
verdienen aber die mit den Computertomographen nichts mehr". Wenn Du mit
Alkoholintox, einer dicken Beule am Kopf und vorausgegangener
Bewußtlosigkeit in die Klinik eingeliefert wirst, ist ein CT wesentlich
sinnvoller, da es:
a) schneller geht (Du könntest zB ein schweres Schädel-Hirn-Trauma
mit
Hirnblutungen haben und würdest die wesentlich längere Liegezeit im
MRT
nicht überleben)
b) ein CT die knöchernen Strukturen wesentlich besser darstellt (eine
Beule deutet auf ein Trauma hin und somit ist eine Schädelfraktur
möglich)
c) Im Falle von Blutungen (wie zB Subdural-/Epiduralhämatom) das CT
diagnostisch aussagekräftiger ist und die dargestellten anatomischen
Gegebenheiten im CT für den Neurochirurgen zur Orientierung bei einem
Schnelleingriff besser geeignet sind.
Aber Ärztebashing scheint ja mittlerweile in Mode gekommen zu sein. Auch
darum wollen immer weniger ausgebildete Ärzte später in Deutschland
bleiben. Wartet mal ein paar Jahre, dann werdet Ihr irgendwann die
Folgen im eigenen Land spüren.
Gruß,
Mareike
Mareike Ziegler schrieb:
> Aber
X-No-archive: Yes
On 14 Dez., 19:01, Gottfried Stutz wrote:
> Ach was, die kommen doch nicht deswegen in die Schweiz (hier sorge ich
> schon f