Medizin

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On Fri, 09 Nov 2007 03:42:22 -0800, Otto wrote:

>On 9 Nov., 12:27, Otto wrote:
>> On 9 Nov., 11:09, Alkmene wrote:
>>
>> > >>Bei psychischen Erkrankungen kann man immer helfen.
>> > > Kann "man" das? > > Kannst du das?
>
>Ich will hier keinerlei Werbung fuer uns machen...
>
>Eines habe ich noch vergessen, und zwar die Lichttherapie.
>Es hat seinen Grund, wenn die Sauedlaender temperamentvoller sind als
>die Unsereinen... Man koennte also auch mal einen Urlaub im
>Hochgebirge oder am Mittelmeer ins Auge fassen. Dann allerdings nicht
>staendig die Sonnenbrille benutzen. Das Licht muss naemlich durch die
>Pupille.
>
>Otto

Ja dann mach ich doch gleich 2 LEDs an meine Brille.
Jibts jetz in alle Farbn :-)

w.




Pascal Meister schrieb:
> Selbst eine Sterbebegleitung im Einfamilienhaus des Dignitas-Leiters
> wurde danach von Nachbarn und der Gemeinde kritisiert - und f


On 7 Nov., 19:20, treschlk...@gmx.at (Thorsten Weisert) wrote:

> Und dabei habe ich noch gar nicht erw


On 9 Nov., 13:47, Helmut Wabnig wrote:

> >Eines habe ich noch vergessen, und zwar die Lichttherapie.
> >Es hat seinen Grund, wenn die Suedlaender temperamentvoller sind als > >die Unsereinen... Man koennte also auch mal einen Urlaub im > >Hochgebirge oder am Mittelmeer ins Auge fassen. Dann allerdings nicht > >staendig die Sonnenbrille benutzen. Das Licht muss naemlich durch die > >Pupille.
>
> >Otto
>
> Ja dann mach ich doch gleich 2 LEDs an meine Brille.
> Jibts jetz in alle Farbn :-)

Alle Farbn? ;-)

Ich glaube, es kommt auf gewisse UV-Wellenlaengen des Sonnenlichtes
an. Mal sehen, ob deine LEDs das koennen.

Gruss
Otto
--
Hydrochloride sind die Natriumsalze organischer Basen. Hans-Walter
Schmitt (<grien> Otto)


On Wed, 07 Nov 2007 09:18:34 -0800, bastian wrote:

>Warum, weil in allen möglichen Wohnungen und gemiet. Häusern Nachbarn
>und Pressevertreter Ärger gemacht haben.
>Schweizer in ihren eigenen Wohnungen, Ausländer eben in gemieteten
>Wohn.
>Auffallen tut es, wenn später ein Leichenwagen kommt....

>Und jetzt blieb scheinbar nur ein Van und ein Lieferwagen....
>Auf einem öffentlichen Parkplatz.
>Und das icht Menschenwürde ?

Ich fände es auch erniedrigend und kann mir nicht vorstellen, wie
Sterbehelfer und Sterbewilliger dem zustimmen können. Schade!

cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
ROT13 for email: znegva.trexra@jro.qr


On Fri, 09 Nov 2007 10:23:03 -0800, Otto wrote:

>On 9 Nov., 13:47, Helmut Wabnig wrote:
>
>> >Eines habe ich noch vergessen, und zwar die Lichttherapie.
>> >Es hat seinen Grund, wenn die Suedlaender temperamentvoller sind als > >die Unsereinen... Man koennte also auch mal einen Urlaub im > >Hochgebirge oder am Mittelmeer ins Auge fassen. Dann allerdings nicht > >staendig die Sonnenbrille benutzen. Das Licht muss naemlich durch die > >Pupille.
>>
>> >Otto
>>
>> Ja dann mach ich doch gleich 2 LEDs an meine Brille.
>> Jibts jetz in alle Farbn :-)
>
>Alle Farbn? ;-)
>
>Ich glaube, es kommt auf gewisse UV-Wellenlaengen des Sonnenlichtes
>an. Mal sehen, ob deine LEDs das koennen.
>

Leds gibst schon mit 365 nm,
ob das obigen Anforderungen entspricht, keine Ahnung.

w.


x-post nach dtt entfernt (bitte beachten!)

Alkmene wrote:

> Sterbehilfe für Depressive und psychisch Kranke ist lächerlich. Es
> gehört zur Krankheit selbst. Lebenslang rund um die Uhr bewachen kann
> man sie nicht. Also müssen sie schon selbst etwas tun.

Ich rätsele noch immer, was dieser Kommentar von Dir aussagen soll. Es
gibt durchaus psychisch Kranke, bei denen die Erkrankung nicht mehr
heilbar ist, sondern in ein absehbar langsames Dahinvegetieren bis zum
Tod mündet. Dies kann beispielsweise bei einigen Demenzerkrankungen der
Fall sein, einigen Formen der Schizophrenie, usw. genauso wie bei vielen
rein körperlichen Erkrankungen. Warum sollte beispielsweise ein älterer
Mensch, bei dem eine progredient fortschreitende Demenzerkrankung sicher
diagnostiziert wird und der sich selbst ein zukünftiges Leben in
völliger Abhängigkeit und geistiger Umnachtung nicht vorstellen kann,
weniger Rechte haben als ein körperlich Kranker?

Wenn wir akzeptieren, daß es für einen körperlich Kranken, also
beispielsweise einen unheilbar krebskranken Menschen, die Möglichkeit
gibt, durch eigenen, freien Entschluß sein Ableben zu beschleunigen,
dann müssen wir auch akzeptieren, daß es unheilbar psychisch kranke
Menschen gibt, die sich ähnliches wünschen, aber nicht als Folge ihrer
psychischen Krankheit(!), sondern aus freiem Willen heraus. Letzteren
festzustellen, ist schon schwieriger.

Der "freie Wille" wird einem psychisch kranken Menschen von Psychiatern
gerne abgesprochen, aber letztlich ist der "freie Wille" kein
medizinisch diagnostizierbares Symptom. Schon allein weil der "freie
Wille" bei jedem Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, kann man
darüber nicht medizinisch-wissenschaftlich entscheiden. Dein freier
Wille ist ein anderer als meiner. Genauso wie es Menschen gibt, die den
Tod als das schlimmste zu verhindernde Ereignis im Leben eines Menschen
sehen, gibt es andere Menschen, die den Tod als natürlichen Bestandteil
des Lebens ohne negative oder positive Eigenschaften sehen. Wieder
andere sehen den Tod als Erlösung an und sprechen ihm positive
Eigenschaften bei. Wer bin ich, als daß ich über den Willen anderer
Menschen richten wollte?

Wohl kein Mensch bringt sich im Zustand völliger Glückseeligkeit um oder
läßt sich in diesem Zustand freiwillig umbringen. Die allermeisten
todkranken Menschen werden sich wohl in einem mehr oder minder
depressiven Zustand befinden. Wenn wir also behaupten, daß jeder
depressive Mensch keinen "freien Willen" habe, da ja psychisch krank,
müssten wir allen todkranken Menschen verbieten zu sterben und sie aus
ärztlicher "Fürsorge" allesamt bis zum völligen Organversagen auf der
Intensivstation pflegen. Depressiv sind schließlich die unheilbar
Kranken nahezu alle.

Das Vorliegen einer psychischen Erkrankung kann demnach also kein
sinnvolles Kriterium für den Verlust des "freien Willens" sein. Eine
einfache Lösung für dieses Problem gibt es nicht. Ich kann sehr gut
nachempfinden, daß auch ein Schizophrener seine Krankheit als so
fürchterlich empfindet, daß er sie nicht dauerhaft ertragen möchte. Wenn
jedoch die akzeptablen medizinischen Methoden ausgereizt sind und die
Schubabstände immer kürzer werden und die Residualzustände immer
schwerer, kann ich gut verstehen, wenn bei diesen Patienten, völlig
rational und ohne jegliches imperatives Stimmenhören, der Wunsch
entsteht, lieber aus dem Leben zu scheiden. Warum sollte das lächerlich
sein, jedoch der Wunsch eines körperlich Kranken nicht?

Ich habe zwar wenig Hoffnung, daß wir hierzugroup zu einer ethisch
hochwertigen und rational geführten Diskussion gelangen und sehe vor
meinem inneren Auge schon wieder eine Reihe von politisch gefärbten,
platten Sprüchen und Polemikargumenten aufschlagen, aber einfach so
stehenlassen konnte ich diesen Kommentar von Dir hier dennoch nicht.


Gruß,

Mareike


x-post nach dtt entfernt (bitte beachten!)

Helmut Wabnig wrote:
(...)

[psychisch Kranke]
> Tepperte brauchen rundum.Betreuung, rundumdieUhr.

Das Diskussionsniveau hier erreicht mal wieder schwindelerregende
Tiefen. Wer psychisch Kranke unbedingt als "Tepperte" bezeichnen muß,
zeigt nicht mehr Niveau als jemand, der pauschal alle körperlich Kranken
als "Krüppel" bezeichnet. Mal ganz abgesehen davon, daß das mit der
"rundum Betreuung, rund um die Uhr" völliger Schwachsinn und pure
Stigmatisierung ist. Manchmal frage ich mich, warum solche Kommentare
wie Deiner hier in der Regel unkommentiert stehenbleiben, während sich
bei anderen stigmatisierenden oder nationalsozialistisch angehauchten
Kommentaren wenigstens Widerspruch findet. Geschichtlich gesehen, war
übrigens die Stigmatisierung psychisch und körperlich Kranker der Anfang
des damaligen Massenmordens. Die Gaskammermethode war zunächst für die
Aktion T4 entwickelt worden, bei der psychisch Kranke, aber auch
Epileptiker und andere Patienten, die wegen ihrer Langzeitbehandlung als
"lebensunwert" angesehen wurden, möglichst sauber entsorgt werden solten.

Von rundum Betreuung kann in den meisten Fällen keine Rede sein. Im
Gegenteil. Selbst unter den Patienten mit schwerwiegenden psychischen
Erkrankungen, wie zB schwere Depressionen oder gar Schizophrenien, etc.
gibt es noch viele, die nach, während oder zwischen ihren Schüben wieder
arbeiten gehen. Man denke an Hemmingway oder viele Künstler, die
mitunter auch während ihrer Erkrankung arbeiteten und nicht "rund um die
Uhr" versorgt werden mussten. Ebenso findet man Patienten in anderen
Berufsgruppen, welche während ihrer Erkrankung weiterhin erfolgreich
waren: John Nash (Fields Medal in Mathemathik = Nobelpreisäquivalent für
Fachbereich Mathematik, teilweise verfilmt im Hollywood-Streifen "a
beautiful mind") ist wohl einer der heutzutage berühmtesten
Schizophrenen. Auch nach Ausbruch seiner Erkrankung hat er noch viele
kleinere mathematische Entdeckungen gemacht. Laut seiner Biographie ist
er selbst nach dem eigenmächtigen Absetzen seiner Medikamente (trotz
weiterhin bestehender milderer Wahnsymptomatiken) auch weiterhin noch in
der Mathematik tätig. Seitdem propagiert er, daß Schizophrene ihre
inneren Ressourcen mobilisieren und sich ihrer Erkrankung "besser
entgegenstellen sollen" und keineswegs hilflos ihrer Erkrankung
ausgeliefert wären. Bei einem seiner Söhne (auch schizophren) war er mit
dieser Ansicht allerdings noch nicht sehr erfolgreich. Ohne massive
externe Unterstützung durch Psychotherapeuten oder Angehörige während
eines akuten Schubs ist jedoch eine Bewältigung dieser Erkrankung ganz
ohne Medikamente wohl fast unmöglich...was uns wieder zurück zum
Gesundheitssystem und dessen Limitierungen bringt.

Man sollte sich allerdings vor Augen führen, daß beispielsweise auch
andere Erkrankungen wie zB Organtransplantationen eine vorübergehende
intensivmedizinische Betreuung und langfristige (meist lebenslange)
ambulante Nachsorge erfordern. An dieser Stelle muß man sich fragen,
warum man seitens des Gesundheitswesens zwar einerseits dies
unterstützt, aber auf der anderen Seite den psychisch Erkrankten
akut-intensivmedizinische und später längerfristig ambulante
Psychotherapien verweigert und diese stattdessen im wesentlichen mit
Medikamenten ruhigstellt. Wobei interessanterweise schwer Depressive
hinischtlich Akut- und Langzeit-Psychotherapie sowie Wiedereingliederung
noch etwas besser behandelt werden als Schizophrene. Letztlich ist es
auch für die Versichertengemeinschaft ökonomisch immer günstiger, einen
Patienten wieder ins Arbeitsleben einzugliedern und nebenher eine
ambulante Langzeittherapie zu ermöglichen, als den Patienten zu
berenten, mit teuren Medikamenten stillzustellen und lebenslang auf
Arbeitsleistung und Beiträge zu verzichten.

Gruß,

Mareike