bastian wrote:
> Und weil es in Deutschland eine CSU gibt, die katholische Kirche was zu
> sagen hat und es eine geldgierige, auf Gewinn ausgerichtete Hospizbewegung
> gibt, müßen totkranke, schwer leidende Deutsche in die Schweiz
und dort im
> Lieferwagen auf dem Parkplatz sterben.
Dann haben die Hitlerschergen wohl doch was richtig gemacht, indem sie
Geisteskranke und Alte in rauhen Mengen euthanasiert haben?
Andererseits war Euthanasie zu jener Zeit weltweit ein Thema unter der
Doktorenschaft, nur Hitler hat sie konsequent umgesetzt. Andere
westliche Länder haben bis in die 70er Jahre hinein Geisteskranke
"nur"
heimlich sterilisiert.
tw
Medizin
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Euthanasie in der Schweiz - Zwei Deutschen den Gnadentod gewährt
"Thorsten Weisert"
> Dann haben die Hitlerschergen wohl doch was richtig gemacht, indem sie
> Geisteskranke und Alte in rauhen Mengen euthanasiert haben?
>
> Andererseits war Euthanasie zu jener Zeit weltweit ein Thema unter der
> Doktorenschaft, nur Hitler hat sie konsequent umgesetzt. Andere
> westliche Länder haben bis in die 70er Jahre hinein Geisteskranke
"nur"
> heimlich sterilisiert.
Du bewegt Dich auf extrem niedrigen Niveau.
Bei Hitler wurden die Betroffenen nicht gefragt, ob sie sterben wollen
oder nicht. Das war keine Sterbehilfe. Hier oder besser heute handelt es
sich um Sterbehilfe. Menschen die ihr Leben nur noch als qualvoll
empfinden wird geholfen ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Traurig genug, daß das auf so unwürdiger Weise geschehen muß.
Dich zwingt keiner, soll und darf keiner Zwingen.
Wenn ich sterben will, dann hast Du dich da nicht einzumischen.
Der Staat nur am Rande. Er muß die Rahmenbedingungen festlegen.
So darf es nicht sein, daß Depressive eingeschläfert werden.
klaus
On 8 Nov., 13:07, Alkmene wrote:
> War letztens ein Fernsehbeitrag. Sterbehilfe f
On Thu, 08 Nov 2007 09:01:06 -0800, Otto wrote:
>On 8 Nov., 13:07, Alkmene wrote:
>
>> War letztens ein Fernsehbeitrag. Sterbehilfe f?iglich depressive
>> junge Erwachsene aus Deutschland. Fuerchterlich.
>
>Das geht zu weit. Wegen einer Erkrankung muss man niemanden umbringen.
>
>>Bei psychischen > Erkrankungen darf man nicht noch helfen. Das
muessen sie schon selbst tun.
>
>Hilfe zum Selbstmord ist bei Depression keine Hilfe. Dann waere die
>Gummizelleund Zwangsjacke eher hilfreich.
>
>Bei psychischen Erkrankungen kann man immer helfen.
Kann "man" das?
Kannst du das?
>Der Irrtum der
>derzeitigen "Schulmediziner" besteht darin, dass sie - verwirrt
wie
>sie sind - glauben, man koenne nur mit lebensfremden Chemikalien
>helfen.
>
>Otto
Was solln sie denn machen?
Tepperte brauchen rundum.Betreuung, rundumdieUhr.
Mach mal.
w.
Helmut Wabnig schrieb:
> On Thu, 08 Nov 2007 09:01:06 -0800, Otto
wrote:
>
>
>>On 8 Nov., 13:07, Alkmene wrote:
>>
>>
>>>War letztens ein Fernsehbeitrag. Sterbehilfe f?iglich depressive
>>>junge Erwachsene aus Deutschland. Fuerchterlich.
>>
>>Das geht zu weit. Wegen einer Erkrankung muss man niemanden umbringen.
>>
>>
>>>Bei psychischen > Erkrankungen darf man nicht noch helfen. Das
muessen sie schon selbst tun.
>>
>>Hilfe zum Selbstmord ist bei Depression keine Hilfe. Dann waere die
>>Gummizelleund Zwangsjacke eher hilfreich.
>>
>>Bei psychischen Erkrankungen kann man immer helfen.
>
>
> Kann "man" das?
> Kannst du das?
>
>
>>Der Irrtum der
>>derzeitigen "Schulmediziner" besteht darin, dass sie -
verwirrt wie
>>sie sind - glauben, man koenne nur mit lebensfremden Chemikalien
>>helfen.
>>
>>Otto
>
>
> Was solln sie denn machen?
>
> Tepperte brauchen rundum.Betreuung, rundumdieUhr.
>
> Mach mal.
>
> w.
Sterbehilfe für Depressive und psychisch Kranke ist lächerlich. Es
gehört zur Krankheit selbst. Lebenslang rund um die Uhr bewachen kann
man sie nicht. Also müssen sie schon selbst etwas tun.
On 9 Nov., 11:09, Alkmene wrote:
> >>Bei psychischen Erkrankungen kann man immer helfen.
>
> > Kann "man" das? > > Kannst du das?
>
> >>Der Irrtum der > >>derzeitigen "Schulmediziner"
besteht darin, dass sie - verwirrt wie > >>sie sind - glauben, man
koenne nur mit lebensfremden Chemikalien > >>helfen.
> > Was solln sie denn machen?
Das muss auf jeden Fall ein Fachleut behandeln. Meinetwegen auch ein
Psychiater. Der einfachste Weg, die Psycho-Droge, ist nicht immer der
beste. Notfalls muss man aber auch Chemo-Drogen geben.
Zunaechst wird man die Krankengeschichte erkunden (Anamnese).
Bei Selbstmordverdacht - auch in der Familie - besteht hoechster
Handlungsbedarf. Ich wuerde den Patienten dann sogar klinisch
behandeln lassen und vor der Selbsttoetung notfalls mit Gewalt (Chemo)
schuetzen. Das ist naemlich keine freie Entscheidung sondern
Hoehepunkt der Erkrankung.
Bei der Beurteilung der Krankengeschichte muss man Depression
sorgfaeltig von Trauer und Demenz unterscheiden. Trauer kann
allerdings Depression heftig, eventuell sogar bis zur Todessehnsucht,
verstaerken. In diesem Fall muss man die aerztliche Behandlung durch
die sogenannte Trauerarbeit ergaenzen. Keine Chemikalie kann das
uebernehmen.
Bei etwa 80% der Erkrankten besteht keine Selbsttoetungsgefahr. Frauen
mit Kindern sind uebrigens oft davor durch natuerliche Instinkte
geschuetzt.
Zur Behandlung der Depression stehen heute viele wirksame Chemos zur
Verfuegung. darauf will ich hier nicht eingehen. Manchmal hilft
hochdosiertes Johanniskraut bestens.
Zur nichtmedikamentoesen Behandlung gehoert viel Zeit. Ich bin nicht
sicher, ob die kranken Kassen diesen Zeitaufwand finanzieren.
Ausserdem sind die Wartezimmer in unserer krisengeschuettelten Zeit
voll. Der Psychiater steht also auch unabhaengig von der Finanzierung
unter hohem nervlichen Druck und Zeitdruck.
Voraussetzung fuer eine optimale Behandlung ist optimale Ernaehrung.
Besondere Beachtung verdienen Vitamine und essentielle Fettsaeuren.
Eine einfache und sehr wirksame nichtmedikamentoese Massnahme ist der
Ausdauersport. Allerdings steht dem die typische Antriebshemmung der
Depressiven entgegen. Man muss den Depressiven also am Haendchen
nehmen und joggen oder aehnliches machen. Auch eine Gruppendynamik
kann nuetzlich sein. Die Gruppe sollte allerdings nicht uebermaessig
froehlich sein - am besten waeren wohl Gleichbetroffene. Deshalb sind
auch froehlich- ausgelassene Auslandsreisen im allgemeinen nicht
angezeigt.
Die sogenannte transkranielle Magnetstimulation, eine
Magnetfeldtherapie, hat sich in juengster Zeit gut bewaehrt. Auch die
Schocktherapie - heute Elektroschock unter Narkose - wird noch
praktiziert. Das einfachste Schockverfahren ist das Brechmittel - seit
Jahrtausenden bewaehrt. Liebhaber von Prozenten moegen sich selbst
danach erkundigen wie hoch die Erfolgsrate ist.
> Sterbehilfe fuer Depressive und psychisch Kranke ist laecherlich. Es
> gehoert zur Krankheit selbst. Lebenslang rund um die Uhr bewachen kann
> man sie nicht. Also muessen sie schon selbst etwas tun.-
Der Depressive ist sozusagen mental gelaehmt. Man muss ihm helfen -
mit den oben angedeuteten Massnahmen und im Haushalt mit kleinen
Schritten und Aufgaben...
Gruss
Otto
On 9 Nov., 12:27, Otto wrote:
> On 9 Nov., 11:09, Alkmene wrote:
>
> > >>Bei psychischen Erkrankungen kann man immer helfen.
> > > Kann "man" das? > > Kannst du das?
Ich will hier keinerlei Werbung fuer uns machen...
Eines habe ich noch vergessen, und zwar die Lichttherapie.
Es hat seinen Grund, wenn die Sauedlaender temperamentvoller sind als
die Unsereinen... Man koennte also auch mal einen Urlaub im
Hochgebirge oder am Mittelmeer ins Auge fassen. Dann allerdings nicht
staendig die Sonnenbrille benutzen. Das Licht muss naemlich durch die
Pupille.
Otto
"Thorsten Weisert" schrieb im Newsbeitrag
news:1i77y95.1nk8arf17ohz1nN%treschlkenn@gmx.at...
> "Die umstrittene Schweizer Organisation Dignitas hat zwei Deutschen
auf
> einem Parkplatz bei Zürich in einem Auto Sterbehilfe geleistet. Bei
den
> Männern handelt es sich um einen 50- und einen 65-jährigen
Deutschen,
> die aus Bayern und Baden-Württemberg, stammten. Nach Angaben der
> Staatsanwaltschaft ist das Handeln von Dignitas nicht strafbar."
(dpa)
Es gibt in der Schweiz zwei Organisationen, welche das anbieten - gemäss
Gesetz zu Selbstkostenpreisen und jeweils unter Mitwirkung
(Rezept-Ausstellung) eines Arztes. Die eine Organisation (Exit) ist schon
länger tätig, akzeptiert aber nur Kunden mit Schweizer Wohnsitz. Die
Organisation Dignitas ist die einzige, welche Personen mit Wohnsitz im
Ausland (vorwiegend aus D) offen steht.
Leider hat Dignitas keine feste "Sterbewohnung" mehr, und bisher sind
alle
Versuche einer neuen Lösung fehlgeschlagen. Entweder haben Nachbarn sich
beschwert, oder die Tätigkeit wurde im Wohngebiet als "nicht
zonenkonform"
beurteilt. Hotels sind höchstens buchbar, wenn sie nichts von ihrem
"Glück"
wissen. Selbst eine Sterbebegleitung im Einfamilienhaus des Dignitas-Leiters
wurde danach von Nachbarn und der Gemeinde kritisiert - und für die
Zukunft
vorsorglich untersagt.
In Autos zu wirken, ist wohl nicht verbietbar, aber auch unwürdig. Ich
hoffe
sehr, dass die Organisation demnächst ein abgelegenes Haus findet, wo
niemand etwas gegen die Nutzung einwenden kann.
Schade, dass eine negative Presse die Schweiz trifft. Denn das Bedürfnis
ist
eben da.
Gruss aus der Schweiz
Pascal