Tachjen,
ich habe Colitis ulcerosa. Nun habe ich festgestellt das ich auf Milchzucker
reagiere.
Mein Arzt möchte nun ein Test machen dabei darf ich 12 Stunden
vorher nichts
essen oder trinken (auch kein Wasser).
Dann muss ich Milchzucker schlucken und es wird dann in 3 Stunden darauf
gewartet wie der Körper reagiert.
Gibt es keine andere metode für einen Milchzuckertest?
Danke
Medizin
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Karina Schmidt schrieb:
> Hallo Jörg,
>
>
>> Gibt es keine andere metode für einen Milchzuckertest?
>>
>
>
>
> Ein Auszug aus www.libase.de:
>
> Welche Diagnose-Methoden gibt es?
>
>
--------------------------------------------------------------------------------
>
> Bei Verdacht auf eine Laktoseintoleranz oder
> Nahrungsmittelunverträglichkeit:
>
> Blutzucker-Laktose-Test
> Beim Bluttest nimmt der Patient 50 g in Wasser gelöste Laktose zu
> sich, anschliessend werden in 30minütigen Abständen 6 Blutproben
> entnommen und ausgewertet. Steigt der Blutzuckerwert um weniger als 20
> ml/dl an, kann von einem Laktasemangel ausgegangen werden, da der
> Milchzucker nicht gespalten und damit nicht aufgenommen werden konnte.
>
> Eliminationsdiät
> Ähnlich dem Provokationstest wird zwei Wochen auf alle kritischen
> Nahrungsmittel verzichtet, anschliessend wird jeden oder jeden zweiten
> Tag ein Lebensmittel wieder eingeführt. Hierfür gibt es
spezielle
> Suchdiäten und Rezepte.
>
> Verzehr-Tagebuch
> Wenn Sie merken, dass Sie sich öfter nach einer Nahrungsaufnahme
> schlecht fühlen, sollten Sie zuerst darauf achten, wann die
> Beschwerden auftreten und versuchen, herauszufinden, durch welches
> Lebensmittel diese ausgelöst werden könnten.
> Hierzu empfiehlt es sich, ein Verzehr-Tagebuch über einen Zeitraum
von
> ungefähr drei Wochen zu führen. Notieren Sie sich jeden Tag
> genauestens, wann Sie was zu sich genommen haben, in welcher Menge und
> wann welche physischen und/ oder psychischen Beschwerden aufgetreten
> sind.
> Solch ein Tagebuch ist auch sehr hilfreich, wenn Sie einen Arzt oder
> Heilpraktiker aufsuchen.
>
> Gentest
> Mit einem Gentest kann nur die genetisch bedingte Form der primären
> Laktose-Intoleranz nachgewiesen werden. Eine Laktoseintoleranz als
> Folge einer Erkrankung wird deshalb nicht erkannt. Bei Beschwerden
> sollte zusätzlich ein Atem- oder Bluttest durchgeführt werden.
> Zusammen kann dann zwischen einer primären und einer sekundären
> Laktoseintoleranz unterschieden werden. Für den Gentest wird eine
> Blutprobe oder ein Wangenschleimhautabstrich entnommen. Bei der
> Untersuchung wird der Gendefekt, der zur LI führt in der DNA
> nachgewiesen. Hierbei ist eine Belastung mit Laktose nicht
> erforderlich, Entnahmezeitpunkt und andere Faktoren beeinflussen den
> Test nicht. Die Kosten sind mittlerweile erschwinglich, werden jedoch
> nur bedingt von Krankenkassen übernommen.
>
> H2-Atemtest (Wasserstoff-Atemprüfung)
> Hierbei wird nach der Einnahme von in Wasser aufgelöster Laktose die
> Menge des Wasserstoffs im Atem gemessen. Wird die Laktose nicht durch
> das Enzym Laktase im Dünndarm zersetzt, gelangt die Laktose
> vollständig in den Darm und wird dort von Bakterien u.a. zu
> Wasserstoff zersetzt. Dieser Wasserstoff gelangt durch die
> Darmschleimhaut in das Blut und die Lungen. Ist nun ein erhöhter
> Wasserstoff-Anteil im Atem nachweissbar, kann von einem Laktasemangel
> ausgegangen werden. Dieser Test ist zusammen mit dem Blutzucker-
> Laktosetest der einzig schulmedizinisch anerkannte. Es besteht die
> Möglichkeit einer Fehldiagnose, wenn aufgrund der Bakterien-
> Zusammensetzung im Darm eventuell kein Wasserstoff gebildet wird,
> trotzdem das Enzym Laktase fehlt. Der H2-Atemtest wird in Arztpraxen
> und Klinken durchgeführt und die Kosten werden meistens von den
> Krankenkassen übernommen.
>
> Quelle: http://www.libase.de/thread.html?threadid=18895&boardid'&sid=ge3akj84st99kskcsbgdd3ldq4
>
> Auf der Seite von www.libase.de kannst Du auch noch weitere gute Infos
> finden.
>
> Die Eliminationsdiät ist auf jeden Fall sinnvoll, unabhängig
davon, ob
> Du beim Arzt auf eine der beiden genannten Methoden testen lässt.
Denn
> viele reagieren unterschiedlich stark auf die verschiedenen
> laktosehaltigen Produkte. Bei mir geht Sahne, Butter und Milch gar
> nicht ohne Nebenwirkungen. Joghurt und gut gereifter Käse hingegen
> schon.
>
> Und falls Du Medikamente anderer Art einnehmen musst, daran denken,
> dass Laktose sehr oft als Begleitstoff enthalten ist. Teilweise zwar
> wirklich in Mini-Mengen, aber die reichen bei mir aus :-(.
>
> Gruß,
>
> Karina
>
>
>
Hallo Karina
Ich möchte gerne wissen, wie sicher dass der Blutzucker-Test ist. Macht
dieser Test ein normaler Mediziner oder muss man dafür zu einem
Spezialisten?
Wie lange existiert dieser Blutzucker-Test schon??
Gehen die Blutentnahmen an ein Spez-Labor?
Dass Laktose mittels Blutzucker-Test gemessen werden kann, hatte ich aus
der Fernsehsendung Gesundheit mit Sara Bachmann von Teletell erfahren,
die an einer Laktoseintoleranz leidet. Die Sendung kam im Fernsehen vor
ca. 3 Wochen und löste in meiner Familie Diskussionen aus und wir
glaubten, dass dies ein Versprechen war.
Mein Sohn machte in der Kinderklinik im Jahre 2000 einen LaktoseToleranz
Atemtest (H2-Test) , wobei man mir sagte, dass es nur diesen Laktose
Atemtest gäbe. Bei ihm wurde festgestellt, dass er 2 1/2 Stunden
braucht, bis er die Laktose abgebaut hat.
Aufgrund der exakt selben Probleme bei mir im Jahre 2002 wurde ich durch
den Magen-Darmspezialisten auch an die Kinderklinik eingewiesen zwecks
Laktose Toleranz Atemtest.
Dabei wurde folgende Liste gemacht:
Nullwert 15 Minuten 30 Minuten 60 Minuten 90
Minuten 180 Minuten
08.05 H 08.20 H 08.35 H 09.05 H
09.35 H 11.05 H
8 4 6
9 12 11
Symtome 4 leichte Uebel- Müdigkeit+
Rülpsen,vermehrte
keit
Uebelkeit Müdigkeit,Zitronen-
Schweiss- geschmack im Mund
ausbrüche
Was zu beachten war: Der Patient muss 2 h nüchtern sein(auche keine
Zückerli, Kaugummis).
Ich selbst hatte andere Zahlen als die obenerwähnten auf dem Gerät
abgelesen, aber dazu äusserte sich der Stoffwechselspezialist
überhaupt
nicht.
Seit meinem Test war ich nicht mehr überzeugt von diesem H2-Atemtest.
Die Messungen der Atemwerte wurden im Kinderspital durch Lernende gemacht.
Ich vertrage keine Milch, kein Joghurt, keinen Käse, keine Sahne, keinen
Butter. Ich vertrage nur die laktosefreien Produkte und habe riesige
Probleme bei der Einnahme von Medikamenten.
Wäre dankbar um Antworten bez. Blutzucker-Test.
Gruss
Angela
Hallo Karina
Karina Schmidt schrieb:
> Hallo Angela,
>
>
>> Ich möchte gerne wissen, wie sicher dass der Blutzucker-Test ist.
Macht
>> dieser Test ein normaler Mediziner oder muss man dafür zu einem
>> Spezialisten?
>>
>
> Da bei der Testdurchführung teilweise Fehler in der Durchführung
> gemacht werden bzw. die Ergebnisse falsch interpretiert werden, würde
> ich nicht unbedingt zu einem Allgemeinmediziner gehen, wobei es da
> sicher auch einige gibt, die das richtig durchführen. Aber um zu
> sicher zu gehen würde ich entweder zu einem Gastroenterologen oder
> einem fitten Internisten gehen.
> Auf www.libase.de gibt es eine Deutschlandkarte von Ärzten,
die darin
> Erfahrung haben. Wobei man dazu sagen muss, dass diese Liste von den
> Forumsmitgliedern erstellt wird und auf individuellen Einschätzungen
> basiert. Da kann man auch Pech haben, aber ich würde mal sagen, die
> Wahrscheinlichkeit ist nicht ganz so groß, als wenn Du nur über
das
> Telefonbuch einen Arzt suchst :-). Die Liste ist unterteilt in PLZ, da
> kannst Du Dir ja mal Deinen Bereich anschauen.
>
>
Leider wohne ich in der Schweiz (in 6014 Littau-Kanton Luzern) und
nicht in Deutschland. Es scheint, dass vermutlich nicht alle
Gastroentereologen fähig sind, diesen Test zu machen, denn ich wurde ja
mittels meines Gastroenterelogen in Luzern an die Kinderklinik in Luzern
für diesen Laktose Atemtest eingewiesen.
Dass ein Kind diesen Test im Kinderspital machen muss, war für mich
schon nicht abwägig. Aber denselben Test für mich als Erwachsene
Person
(mit 43 Jahren) im Kinderspital zu machen, war für mich äusserst
merkwürdig. Das Gespräch hatte ich mit demselben
Stoffwechselspezialisten wie bei meinem Sohn, der sich leider nur sehr
zugeknöpft gab und sagte, ich hätte keine Laktose-Intoleranz.
>> Wie lange existiert dieser Blutzucker-Test schon??
>>
>
> Das weiß ich nicht.
>
> o.k.
>> Gehen die Blutentnahmen an ein Spez-Labor?
>>
>
> Die meisten Ärzte arbeiten mit einem bestimmten Labor zusammen. Daher
> kann man die Frage nicht allgemein beantworten. Da musst Du bei dem
> durchführenden Arzt nachfragen.
>
> o.k. verstanden.
>> Seit meinem Test war ich nicht mehr überzeugt von diesem
H2-Atemtest.
>> Die Messungen der Atemwerte wurden im Kinderspital durch Lernende
gemacht.
>>
>
> s.o.
>
> Beide Tests haben Vor- und Nachteile. Der Atemtest ist wohl
> aussagekräftiger, dafür kann man durch den Blutzuckertest
bestimmen,
> wie ausgeprägt die LI ist. Beim Blutzuckertest können aber u.U.
> falsche Ergebnisse herauskommen, wenn Insulinresistenz bzw. Diabetes
> vorhanden ist.
>
>
Ich vertrage keine Milch, kein Joghurt, keinen Käse, keine Sahne, keinen
>> Butter. Ich vertrage nur die laktosefreien Produkte und habe riesige
>> Probleme bei der Einnahme von Medikamenten.
>>
>
> Das hört sich doch ziemlich eindeutig an. Warum möchtest Du dann
noch
> einen Test machen? Versteh mich nicht falsch, ich meine das nicht
> negativ, es interessiert mich nur. Möchtest Du Deine LI
bestätigt
> haben oder was erhoffst Du Dir von dem Ergebnis? Denn ändern wird es
> ja letztendlich nichts. Du wirst auf laktosehaltige Produkte entweder
> verzichten müssen oder zu entsprechenden Lebensmitteln Laktase
> zusätzlich einnehmen müssen, um keine Nebenwirkungen zu
bekommen. Und
> auf welche Lebensmittel Du ganz konkret und vor allem wie stark
> reagierst, erfährst Du ja über den Test nicht.
>
>
In der Schweiz wird man nur für voll genommen, wenn man auch ausweisen
kann (mittels Papier) , dass der Test positiv war. Bei den Medizinern
hier herrscht eine grosse Bürokratie. Als ich die Zahlendifferenzen,
also den Test anzweifelte wurde mir gesagt, dass ich nicht richtig ticke.
Uebrigens fand ich Deinen Link unten bez. Libase so gut, dass ich nun
feststellen konnte, dass ja überhaupt fast keine Vorkehrungen
eingehalten worden sind, welche für diesen Test hätten gemacht werden
müssen, z.B. keine Antibiotika-Einnahme von 4 Wochen (hatte ja immer
wieder Antibiotika, wegen irgendwelche Entzündungen der Atemwege oder
des Darmtraktes). Essen konnte ich ganz normal, war nichts bemerkt
worden und musste erst am Mitternacht stopp machen bis 08.00 H morgens.
Zudem nahm ich am Vorabend um 22.00 H noch ein Panadol-Zäpfli infolge
der heftigen Darmschmerzen (hatte den Hausarzt im vorab noch um Rat
gefragt).
Uebrigens beim "Libase-Forum" hatte ich mir schon einmal ein paar
Koch-und Back-Tipps bez. Laktose-Intoleranz geholt, nur diesen Link
hatte ich nicht vorgefunden (werde ihn bei mir mal speichern für alle
Fälle!!!!!).
Bin Dir echt dankbar, Karina.
Ich hoffe, ich habe Dir die Frage mit meinen Ausführunge beantwortet.
Die Latose-Intoleranz-Test scheinen in der Schweiz noch in den
Kinderschuhen zu stecken.
Viele Grüsse,
Angela
>> Wäre dankbar um Antworten bez. Blutzucker-Test.
>>
>
> Viele sagen, dass der Atemtest sicherer ist, aber da ich keine
> Medizinerin bin, kann ich das nicht beurteilen. Daher würde ich mir
an
> Deiner Stelle vermutlich erst mal einen guten Facharzt suchen, aber
> bei der Terminvereinbarung möglichst schon klären wie gut sich
die
> Praxis diesbezüglich auskennt. Im folgenden link steht drin, welche
> Fragen man am besten stellen sollte + einige weitere interessante
> Infos.
>
> http://www.libase.de/thread.html?threadid=13900&boardid=14&rpage=1&sidher0ft0pcvelhdnm6e9mprfq0
>
> Hoffe, das hilft Dir weiter.
>
> Viele Grüße,
>
> Karina
>
>
>
>
>
Hallo Angela,
> Uebrigens beim "Libase-Forum" hatte ich mir schon einmal ein
paar
> Koch-und Back-Tipps bez. Laktose-Intoleranz geholt, nur diesen Link
> hatte ich nicht vorgefunden (werde ihn bei mir mal speichern f
> Bei Verdacht auf eine Laktoseintoleranz oder
> Nahrungsmittelunverträglichkeit:
>
> Blutzucker-Laktose-Test
> Beim Bluttest nimmt der Patient 50 g in Wasser gelöste
Laktose zu
> sich, anschliessend werden in 30minütigen
Abständen 6 Blutproben
> entnommen und ausgewertet. Steigt der Blutzuckerwert um weniger als 20
> ml/dl an, kann von einem Laktasemangel ausgegangen werden, da der
> Milchzucker nicht gespalten und damit nicht aufgenommen werden konnte.
>
Ich und andere bekommen doch von der Laktose Durchfall.
Werde ich nachdem Test gleich 3 Tage Krank geschrieben oder wie
läuft das
ab?
Es ist bei Morbus Crohn oder bei Colitis ulcerosa meines Wissens nach ein
normaler Prozess das man irgendwann Laktose intolerant wird.
Warum verschreibt mir mein Arzt nicht einfach Laktase und gut ist.
Dann muss ich nicht 15 Stunden ohne Essen und trinken auskommen.