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Platte in der Hand

Author: andreas.mueller-hh@gmx.net

Hallo NG,
mein Vertrauen in Kliniken ist in den letzten Tagen stark gesunken.
Daher w




Platte in der Hand

Author: Boris Zivkovic

andreas.mueller-hh@gmx.net schrieb:
> Hallo NG,
> mein Vertrauen in Kliniken ist in den letzten Tagen stark gesunken.

[x] Ich suche mir den Arzt meines Vertrauens, und schmeiße zudem nicht
alle Kliniken in einen Topf.

Gruß


Platte in der Hand

Author: andreas.mueller-hh@gmx.net

On 8 Sep., 16:27, Boris Zivkovic wrote:
> andreas.mueller...@gmx.net schrieb:
>
> > Hallo NG,
> > mein Vertrauen in Kliniken ist in den letzten Tagen stark gesunken.
>
> [x] Ich suche mir den Arzt meines Vertrauens, und schmei


Platte in der Hand

Author: David

andreas.mueller-hh@gmx.net schrieb:


Hallo,

>Hallo NG,
>mein Vertrauen in Kliniken ist in den letzten Tagen stark gesunken.
>Daher wäre ich hier um eine Meinung Dankbar, da die operierende Klinik
>wahrscheinlich nicht richtig bzw. vollständig aufklärt.
>
>Also:
>Ich habe mir den Mittelhandknochen des kleinen Fingers gebrochen. Der
>Bruch war schräg und die Bruchstellen hatten sich verschoben. Die
>Unfallambulanz hat es gerichtet und eingegipst. Ich sollte mich 3 Tage
>später in der Handchirugie melden, da das mit Dräthen fixiert werden
>müsse. In der ersten Nacht habe ich den Gips zerlegt. Ich bin am
>nächsten Tag zum niedergelassenen Chirugen gefahren. Auf dem
>Röntgenbild war wohl noch eine kleine Verschiebung zu sehen, die laut
>diesem evtl. noch mal etwas gerichtet werden könnte und mit einem Gips
>therapiert werden könnte.. Ich war dann doch in der Handchirugie. Dort
>hat man mir erklärt, dass sich der Finger ohne OP bei einer Faust
>immer nach innen drehen würde. Kann mir das evtl. jemand bestätigen,
>dass das so sein könnte? Ein befreundeter Neutochirug, mit dem ich
>leider erst nach der OP telefoniert hatte, ging davon aus, dass dieses
>Risiko bei einem guten Gips nicht besteht.

Das ist hier aus der Ferne sicher nicht zu beurteilen da völlig unklar
ist um was für eine Verletzung es sich handelt. Mittelhandknochen?
Kleiner Finger? Besonders bei Frakturen an der Hand kommt es sehr
darauf an was genau gebrochen ist und wie, um konkret eine Aussage zu
treffen. Dass man von verschiedenen Ärzten nicht immer die gleiche
Antwort bekommt liegt manchmal auch einfach daran, dass es zu gewissen
Dingen einfach verschiedenen Meinungen gibt. Ein Mensch ist eben keine
Maschiene bei deren Defekt es immer genau eine Lösung gibt.

>Ich fragte den Handchirug, welche Risiken es gibt (so ein bissl
>krummer finger kann ja besser als hinterher keinen Finger). Die
>Aufklärungsinhalte beliefen sich auf folgenden Satz: "Bis auf das
>normale Wundrisiko keine". Im nachhinein habe ich erfahren, dass es
>doch welche gibt. Am Tag der OP hielt mir der Abteilungsleiter einen
>grünen Zettel unter die Nase, auf dem ich noch schnell unterschreiben
>sollte.
>
>Gibt es wirklich kein Risiko?

Wieso hast du denn unterschrieben wenn du die Aufklärung für
unzureichend hältst? Da steht sicher direkt über deiner Unterschrift
ein Satz der sinngemäß so ungefähr "Ich habe alles verstanden und mir
wurden alle meine Fragen bentwortet" lautet. Ich finde schon, dass du
ein Recht auf eine anständige Aufklärung hast und die auch einfordern
kannst. Umgekehrt ist es aber schon auch so, dass wenn nicht gefragt
wird sich der behandelnde Arzt auf die Erläuterung der wesentlichen
Risiken beschränkt. Die wesentlichen Risiken sind wahrscheinlich
wirklich die allgemeinen Risiken einer Operation wie:
Wundheilungsstörungen, Infektion, Nervenschädigung. Ganz konkret kann
dir das im einzelnen sicher nur der erklären, der die OP gemacht hat
und weiß was genau er gemacht hat.

>Dann sagte man mir dass die Platte drin bleibt. Ich mache mir seid
>längerem Gedanken, mich beruflich zu verändern und würde dann an HF-
>und Hochmagnetfeldanlagen arbeiten. Wie sieht es mit induzierten
>Strömen in der Platte aus? Könnte das zu einem Problem führen?

In aller Regel sind die verwendeten Platten aus Titan, also nicht
magnetisch. Auch hier, genau kann dir nur der behandelnde Arzt
Auskunft geben, der weiß was er da eingebaut hat. Ich kann es nur
nochmal sagen, ein Patient hat ein Recht auf Information, fordere das
auch ein. Die wenigsten Ärtze werden dir Antworten auf deine Fragen
verweigern, aber du musst die Fragen auch stellen.

>Die OP ansich war noch ein Kapitel für sich. Vielleicht habe ich zu
>große Anforderungen an Vertrauen, Offenheit und Service. Wärend der OP
>klingelte ständig die Alarmglocke vom EKG, weil der Blutdruck und der
>Puls viel zu hoch war. Die Anästesistin rannte ständig raus um Wasser
>zu trinken, Bollos zu lutschen oder ähnliches. Ich habe leider keine
>Ahnung von Medizin aber ich denke, dass solche Alarmsignale einen
>Grund haben und ein Blutdruck von 195 nicht normal ist. und ich finde
>es ungünstig, dass dann die Anästesistin verschwindet und von ihrem
>Helfer auch nichtsmehr zu sehen ist.

Naja hier kommt es natürlich auf viele Faktoren an. Was für eine
Narkose hattest du. Wie alt bist du, was für Vorerkrankung hast du,
wolltest du nach der OP nach Hause oder lagst du noch im Krankenhaus.

Die Alarmsiganle können viel Gründe haben. Es kommt auch darauf an wie
eng deine Anästhesistin die Alarmgrenzen eingestellt hat. Manchmal
gibt auch das Beatmungsgerät Alarmsiganale weil man vergessen hat den
Alarmmodus umzustellen bei einer OP bei der keine Beatmung nötig ist.
Dass dein Puls und Blutdruck hoch war liegt sicher an der Aufregung in
dieser Situation. Was die Anästhesistin hätte machen können wäre dir
"Beruhigungsmittel" zu spritzen. Jenachdem ob du nach der OP nach
Hause wolltest hätte das aber sicher deine Pläne diesbezüglich
durchkreuzt oder zumindest verzögert. Ein junger gesunder Mensch kann
sicher mal kurzzeitig auch nen höheren Blutdruck aushalten, bei einem
Patient der eine Herzerkrankung hat wird man sicher schnell
reagierenund den Blutdruck senken.
Dass die Anästhesistin öfter ohne Ersatz den Saal verlassen hat ist
sicher ungünstig und wenn es nur psychisch ist. In wie Weit es ein
echtes Problem im sinne der Sicherheit war hängt davon ab was für eine
Narkose du hattest, wie dein Zustand war usw. Z.b. bei einer
Lokalanästhesie von einem gesunden Menschen ist es sicher wenig
bedrohlich wenn sie mal kurz vor die Türe geht nen Schluck zu trinken,
aber eben ungünstig dem Patienten gegenüber.

>Vielleicht kann ja jemand fachkompetentes einen Rat geben. Ich bin
>leider auf fremde Fachkompetenz angewiesen.

Ob es dir was geholfen hat musst du Entscheiden. Ein Versuch war es
jedenfalls.

Gruß David


Platte in der Hand

Author: andreas.mueller-hh@gmx.net

On 8 Sep., 23:06, David wrote:


> Wieso hast du denn unterschrieben wenn du die Aufkl


Platte in der Hand

Author: Gottfried Stutz

David schrieb:
> Da steht sicher direkt


Platte in der Hand

Author: David

andreas.mueller-hh@gmx.net schrieb:

>On 8 Sep., 23:06, David wrote:
>
>
>> Wieso hast du denn unterschrieben wenn du die Aufklärung für
>> unzureichend hältst? Da steht sicher direkt über deiner Unterschrift
>> ein Satz der sinngemäß so ungefähr "Ich habe alles verstanden und mir
>> wurden alle meine Fragen bentwortet" lautet. Ich finde schon, dass du
>> ein Recht auf eine anständige Aufklärung hast und die auch einfordern
>> kannst. Umgekehrt ist es aber schon auch so, dass wenn nicht gefragt
>> wird sich der behandelnde Arzt auf die Erläuterung der wesentlichen
>> Risiken beschränkt. Die wesentlichen Risiken sind wahrscheinlich
>> wirklich die allgemeinen Risiken einer Operation wie:
>> Wundheilungsstörungen, Infektion, Nervenschädigung. Ganz konkret kann
>> dir das im einzelnen sicher nur der erklären, der die OP gemacht hat
>> und weiß was genau er gemacht hat.
>
>Und genau das ist der Punkt: Ich habe explizit die Alternative Gips
>angesprochen und ganz klar nach den möglichen Risiken gefragt. Hätte
>ich nicht danach gefragt, hätte er mir überhaupt nichts gesagt. Und
>dir Risiken hat er abgewürgt mit der Äußerung: "Bis auf das normale
>Risiko der Wundheilung gibt es kein Risiko". Für mich ist als völlig
>unwissender klar, dass da nichts passieren kann, außer dass sich die
>Wunde infiziert. Somit sah ich für mich keinen weiteren
>Handlungsbedarf. Erst nach der OP hat ein guter Freund, den ich vorher
>nicht erreicht habe, ein paar Risiken genannt. Er ist zwar
>Neurochirug, kennt sich aber in anderen Fachgebieten sehr gut aus. Und
>diese Risiken hätte ich gerne vorher gewusst. Insbesondere hat er auf
>das Risiko des Durchtrennens von Nerven hingewiesen. Aber halt erst
>nach der OP und nicht von der Klinik aus, die es durchgeführt hat.
>
Ich weiß das ist leicht gesagt. Aber im Zweifel muss man solange
nachfragen bis man mit der Aufklärung zufrieden ist. Es mag sein, dass
das den Arzt nervt aber es ist seine Pflicht. Meist geht das im
Klinkalltag unter wie wichtig das für den Patienten ist. Nervenschäden
sind bei jeder OP irgendwie ei Risiko. Inwieweit das bei dir relevant
war (also z.B. Nervenschäden der wichtigen Motrischen Nerven dei die
Hand versorgen) kommt eben auf die genaue Lokalisation an.

>
>> In aller Regel sind die verwendeten Platten aus Titan, also nicht
>> magnetisch.
>
>Es geht mir primär um HF-Felder (also ne art Mikrowelle). Es kommt
>z.B. bei HF-Pressen leider manchmal (mitlerweile sehr selten) zu
>Problemen mit der Abschirmung und so eine Antenne im Körper könnte
>dadurch sehr heiß werden. Die These beruht aber nur auf Vermutungen

Leider kenne ich mich da nun garnicht aus, aber werden in diesen
Feldern nciht magnetische Stoffe heiß? Müsstets du mal fragen welches
Material Platte und Schrauben wirklich sind und dann nen wirklichen
Experten fragen ob das ein Problem darstellt.

>> Auch hier, genau kann dir nur der behandelnde Arzt
>> Auskunft geben, der weiß was er da eingebaut hat. Ich kann es nur
>> nochmal sagen, ein Patient hat ein Recht auf Information, fordere das
>> auch ein. Die wenigsten Ärtze werden dir Antworten auf deine Fragen
>> verweigern, aber du musst die Fragen auch stellen.
>
>Die Information, dass die Entfernung der Platte zu aufwendig ist, habe
>ich erst auf explizite Nachfrage am Tag der OP bekommen, ca. 30 min.
>bevor es zur Betäubung ging. Ich hätte diese Info beim Vorgespräch
>erwartet. Unmittelbar vor der OP, als der Arzt reinkam habe ich noch
>mal versucht, das ganze anzusprechen. Er sagte nur, dass es zu
>aufwendig ist, die Platte wieder zu entfernen. Danach war er damit
>beschäftigt, seine Helfer zur Ordnung zu rufen, weil diese es nicht
>geschafft haben, ihn zu unterstützen.
>
Naja kann ich n ciht beurteilen wie aufwendig das ist. Aber
prinzipiell mss ja jede Platte die man reinbekommt auch wieder zu
entfernen sein. Ob es Sinn macht ist ne ganz andere Frage. Material
das nicht stört muss man auch selten entfernen.
>
>> Naja hier kommt es natürlich auf viele Faktoren an. Was für eine
>> Narkose hattest du.
>
>Plexus
>
>> Die Alarmsiganle können viel Gründe haben. Es kommt auch darauf an wie
>> eng deine Anästhesistin die Alarmgrenzen eingestellt hat.
>
>Bei einem Puls von 125 ging das Ding ständig los und bei jeder
>Blutdruckmessung. Da blinkten immer die Werte. Das Verhalten der
>Anästesistin unterstützte zusätzlich die Nervosität.

Ich sagte ja, zumindest psychisch ist es kein sehr günstiges
Verhalten. Wann man anfängt nen Blutdruck medikamentös zu senken hängt
eben sehr vom Patienten ab. Beruhigungsmitel wären aber in deinem Fall
sicher eine Option gewesen.

>> bei einer
>> Lokalanästhesie von einem gesunden Menschen ist es sicher wenig
>> bedrohlich wenn sie mal kurz vor die Türe geht nen Schluck zu trinken,
>> aber eben ungünstig dem Patienten gegenüber.
>
>Und bei insgesamt 35 min. sollte es auch mal ohne gehen.
>Schätzungsweie war sie 50 % der Zeit anwesend, Ihr Helfer ca. 30 % der
>Zeit für mich sichtbar. Und das schafft einfach kein Vertrauen. Wenn
>ich davon nichts mitbekomme, können die gerne machen was sie wollen.
>Aber ich finde, wenn der Patient wach ist, hat der Arzt die Pflicht,
>sich dabei um den Patienten und nicht um seine Bollos zu kümmern. Bei
>mir kamen sicherlich noch zwei Faktoren hinzu:
>1. War es für mich Prämiere (und soll auch die letzte OP bleiben)
>2. Musste von Beginn an der Chirug seine Mitarbeiter zur Ordnung
>rufen. Gleich zu Beginn der Vorbereitung sah er sich gezwungen, durch
>den OP zu brüllen, ob ihn noch irgendjemand helfen würde oder ob er
>alles selbst machen muss. U.a. musste er auch eine längere und
>lautstarke Diskusion darüber führen, welche Schraube er braucht.

Naja dass Chirurgen im OP gerne mal rumschreien ist nichts ganz neues
und hat auch nicht immer unbedingt rationale Gründe :-)

Also die Anästehsiepflege muss bei ner laufenden Narkose nicht im Saal
sein, das ist nicht nötig. Die Anästhesistin hat wohl die Chance einer
"kleinen Op" in Regionalanästhesie genutzt ihren Flüssigkeitshaushalt
in Ordnung zu bringen :-) Aber wie gesagt ich stimmte dir zu, dass es
auf den Patienten keine guten Eindruck macht und eben genannte
schlecht Effekte bei dir hervorgerufen hat.

>Das alles schafft kein Vertrauen und macht einen nur nervöser.

Stimmt absolut. Hast du ihr das nachher gesagt? Sowas sollte man ruhig
ansprechen, ist auch für sie vielleicht nicht verkehrt zu hören wie
neagtiv das auf dich gewirkt hat.

>> Ob es dir was geholfen hat musst du Entscheiden. Ein Versuch war es
>> jedenfalls.
>
>Hat es
>
>
Freut mich