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Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: horststolzpidingobb@gmx-topmail.de

Hallo,

ich habe mir von einem HNO-Arzt eine ambulante Conchotomie unter
Vollnarkose in einem benachbarten Krankenhaus machen lassen. Er nannte
eine Eigenbeiteiligung von




Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: Gottfried Stutz

Bei der heutigen Geldgier der


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: "Dorothee Hermann"

> Horst Stolz wrote:

> ich habe mir von einem HNO-Arzt eine ambulante Conchotomie unter
> Vollnarkose in einem benachbarten Krankenhaus machen lassen.
> Er nannte eine Eigenbeiteiligung von Euro 50,- zur Leistung der
> GKV, gegen die ich absolut nichts einzuwenden habe ...
> [...]
> Als ich am Montag bereits im OP-Hemd in der OP-Vorbereitung lag,
> rief er mich auf dieser Station an, ich hätte die 50 Euro noch
> nicht in seine Praxis gebracht.
> Hatte er vielleicht Angst, mit 70 sei das Risiko zu groß, dass
> ich nicht mehr aus der Narkose aufwache?
> [...]
> Aber ist irgend jemand ein derartig komisches Verhalten jemals
> untergekommen?

Hattest Du Dich voher über OP-Zuzahlungen bei deiner Krankenkasse
kundig gemacht; gab es vielleicht eine medizinische Indikation
wie Nasennebenhöhlenentzündungen, Polypen (Du sagst ja, Du bist
Siebzig!), oder gilt Deine OP als "Schönheits-OP" (Zuzahlung)?

Hast Du wegen des Verhaltens des Arztes mit ihm selber nachträglich
gesprochen?
Im Krankenhaus hat man Dir also das Telefon ans Bett schon in
der OP-Vorbereitung gebracht und der Arzt fragte Dich nach dem
Geld? Was sagte denn der operierende Arzt dazu? Fand der das
"normal"?
Vielleicht einmal bei Deiner Krankenkasse nachfragen, vielleicht
ist es "üblich" ;-)

Freundliche Grüße
Dorothee


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: Wolfgang Welters

Gottfried Stutz schrieb:

> Bei der heutigen Geldgier der Ärzte kann mich eigentlich nichts
> mehr überraschen...

Das sagst Du doch nur um pantasierterweise die Autorität der Ärzte
runterzureden damit dir das Wort hier gehört.


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: horststolzpidingobb@gmx-topmail.de

On Tue, 14 Aug 2007 14:04:02 +0200, "Dorothee Hermann"
wrote:

>
>Hattest Du Dich voher über OP-Zuzahlungen bei deiner Krankenkasse
>kundig gemacht; gab es vielleicht eine medizinische Indikation
>wie Nasennebenhöhlenentzündungen, Polypen (Du sagst ja, Du bist
>Siebzig!), oder gilt Deine OP als "Schönheits-OP" (Zuzahlung)?

Es war eindeutig medizinische Indikation und eine klassische OP hätte
die DAK problemlos voll bezahlt.
Ich wollte aber die (AFAIK von einer Olympus-Tochter entwickelte,
besonders schonende) Radiofrequenz-Methode. Diese wurde von anderen
Ärzten nur privat in der Praxis für gut 300 Euro angeboten.
Gegen die 50 Euro Eigenanteil hatte ich absolut nichts einzuwenden und
hätte diese auch vorher gezahlt. wenn mich der Arzt vorher auf die
gewünschte Vorauszahlung hingewiesen hätte. Zufällig hatte ich eben
mal etwas weniger als 50 Euro in der Tasche. Mir ging es nur um den
eigenartigen Ablauf.
Zudem wären die privat operierenden Ärzte (sonst aber auch
Kassenpraxis) weiter entfernt gewesen.
Der Arzt rief mich noch aus seiner Praxis im Krankenhaus an, bevor er
sich auf den Weg machte, um mich zu operieren.
Nach einigem Hin- und her am Telefon war er bereit, zu kommen, obwohl
ich ihm nicht (wie angeblich vereinbart) vorher die 50 Euro in die
Praxis gebracht habe.
Er erwähnte lediglich beim letzten Praxisbesuch, ich solle ihm am
Montag das Geld bringen. Daraus entnahm ich, dass dies logischerweise
bei der Kontrolluntersuchung etwa 4 Stunden nach der OP reichen würde.
Ich kann daraus nur zwei Schlussfolgerungen ziehen:
Entweder befürchtete er, ich könne die Vollnarkose nicht überleben
oder er hat es überwiegend mit asozialen oder zahlungsunfähigen
Patienten zu tun.
Ich betone erneut, dass es mir absolut nicht um die 50 Euro ging, ich
fand dies sogar günstig zu zwei seiner Kollegen.
Nach bisherigem Eindruck habe ich auch nicht das Geringste an der
medizinischen Betreuung auszusetzen.
Ich war selbst Jahrzehnte im Einzelhandel tätig, und habe auch bei
Ärzten aller Art kein annähernd vergleichbare Erfahrung gemacht.

Gruß, Horst


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: "Dorothee Hermann"

> Horst Stolz wrote:

> Es war eindeutig medizinische Indikation und eine klassische
> OP hätte die DAK problemlos voll bezahlt.
> Ich wollte aber die (AFAIK von einer Olympus-Tochter entwickelte,
> besonders schonende) Radiofrequenz-Methode. Diese wurde von anderen
> Ärzten nur privat in der Praxis für gut 300 Euro angeboten.
> Gegen die 50 Euro Eigenanteil hatte ich absolut nichts einzuwenden
> und hätte diese auch vorher gezahlt ...
[...]
> Ich betone erneut, dass es mir absolut nicht um die 50 Euro ging,
> ich fand dies sogar günstig zu zwei seiner Kollegen.
> Nach bisherigem Eindruck habe ich auch nicht das Geringste an der
> medizinischen Betreuung auszusetzen.

Also war die Frage des Arztes nach dem Betrag vielleicht nur etwas
merkwürdig, weil er, bedingt durch die verschiedene Zahlungsmoral
mancher Patienten, die die Abrechnungen durcheinander bringen und
verzögern, selbst "schnell zum Telefon griff und klären wollte"?!

Solche Chefs, die alles selbst in die Hand nehmen, kennt auch
jeder. Könnte ja sein, dass er sich nur vergewissern wollte, ob
schon gezahlt wurde oder übersehen. Wegen so eines Betrages müsste
die Praxis Dich erinnern und (schriftlich) auch noch mahnen ...

Als Du den ausstehenden Betrag bezahlt hast, wäre es gut gewesen,
diesen Punkt sachlich zur Sprache zu bringen - vielleicht hätte
sich alles in Wohlgefallen aufgelöst und Du hättest noch mehr
Freude an Deiner Nase ;-)

Freundliche Grüße
Dorothee

Lach nicht, aber Du kannst Dein repariertes Auto auch nicht aus
der Werkstatt mitnehmen, wenn Du nicht sofort bezahlst (wenn Du
fremd bist) ;-)


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: reneway@web.de

> Es sei ausdr


Eigenartige Vorkasse vor OP?

Author: horststolzpidingobb@gmx-topmail.de

On Tue, 14 Aug 2007 19:35:25 +0200, "Dorothee Hermann"
wrote:

>
>Also war die Frage des Arztes nach dem Betrag vielleicht nur etwas
>merkwürdig, weil er, bedingt durch die verschiedene Zahlungsmoral
>mancher Patienten, die die Abrechnungen durcheinander bringen und
>verzögern, selbst "schnell zum Telefon griff und klären wollte"?!
>
>Solche Chefs, die alles selbst in die Hand nehmen, kennt auch
>jeder. Könnte ja sein, dass er sich nur vergewissern wollte, ob
>schon gezahlt wurde oder übersehen. Wegen so eines Betrages müsste
>die Praxis Dich erinnern und (schriftlich) auch noch mahnen ...

War nicht ganz so, Dorothee. Dafür hätte ich volles Verständnis.
Er beklagte sich am Telefon , dass ich nicht vor der OP nochmals extra
in die Praxis gekommen bin, um die 50 Euro zu bringen.
Seiner Meinung nach sei speziell Vorkasse vereinbart gewesen. Auch
dies hätte ich noch (wenn auch stillschweigend etwas verwundert)
akzeptiert und wäre vorher zu ihm gefahren.
Wenn er aber meinte Montag sei ok und ich ohnehin an diesem Tag einen
Termin bei ihm habe? Ich musste ihm zwei mal versichern, dass ich das
Geld am Nachmittag mitbringe, bevor er den Weg zum Krankenhaus
einschlug.
Ich wollte nur wissen, ob einerseits Vorkasse bei Ärzten üblich ist
(ich habe es noch nicht erlebt) und vor allem, ob dies der Patient
voraussetzen soll, wenn er nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird.
Ich habe es auch einfach abgehakt, mich hätte nur interessiert, ob
dergleichen heute keine Ausnahme mehr ist.

Gruß, Horst