Hallo! Wie hoch darf der Blutzucker bei älteren Menschen sein ohne
dass es schädigend sein kann.
Es gibt eine medikamentöse Behandlung mit Diamicron bisher 1 Tabl. 80
mg.
Danke vielmals
Doris
Medizin
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On Tue, 31 Jul 2007 21:23:45 +0200, "Doris Tschögele"
wrote:
>Wie hoch darf der Blutzucker bei älteren Menschen sein ohne
>dass es schädigend sein kann.
Der Langzeitblutzucker (HBA1c) sollte unter 7% liegen.
>Es gibt eine medikamentöse Behandlung mit Diamicron bisher 1 Tabl. 80
Dann wäre doch der verschreibende (Haus)-Arzt der richtige
Ansprechpartner!
cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
ROT13 for email: znegva.trexra@jro.qr
"Martin Gerken" schrieb:
> Der Langzeitblutzucker (HBA1c) sollte unter 7% liegen.
7% von was? Kenn mich da nicht aus.
Gru
"Doris Tschögele" schrieb im Newsbeitrag
news:46af8bf3$0$20999$9b4e6d93@newsspool1.arcor-online.net...
> Hallo! Wie hoch darf der Blutzucker bei älteren Menschen sein ohne
dass
> es schädigend sein kann.
> Es gibt eine medikamentöse Behandlung mit Diamicron bisher 1 Tabl. 80
mg.
> Danke vielmals
> Doris
>
...in
de.sci.medizin.diabetes
diskutieren Diabetiker, der richtige Platz für deine Frage.
MfG Goggolori
Maria Raimund schrieb:
> "Martin Gerken" schrieb:
>
>> Der Langzeitblutzucker (HBA1c) sollte unter 7% liegen.
>
>
> 7% von was? Kenn mich da nicht aus.
7% (eigtl. sogar nur 6,5%) des Hb (Hämoglobin, roter Blutfarbstoff)
sollte höchtens HbA1c (Hämoglobin A1c = Glykohämoglobin, d.h.
Hämoglobin
mit daran gebundender Glucose [= Traubenzucker]) sein.
Lars
Hallo!
Ich versuchs mal ein wenig ausführlicher...
Einzelne Messungen des Blutzuckers (BZ = Glukosegehalt im Blut, gemessen
in mg/dl oder mmol/l) sagen recht wenig über den langfristigen Verlauf
und über die Wahrscheinlichkeit von Spätfolgen aus. Z.B. ist ein
einmalig erhöhter BZ-Wert von 250 mg/dl nicht per se schädlich,
sondern
lediglich ein Indikator dafür, daß etwas mit der BZ-Regulation nicht
stimmt. Ein BZ-Wert, der dauerhaft nie unter 125 mg/dl liegt wird jedoch
mit Sicherheit früher oder später Folgeschäden an
Gefäßen, Nieren, Augen
usw. verursachen.
Nun kann man natürlich nicht permanent jede Minute den BZ messen, das
ist auch nicht notwendig, denn es gibt einen Trick:
- Im Blut gibts den sogenannten "Roten Blutfarbstoff", das
Hämoglobin;
das sind recht große Moleküle, die sich überwiegend in den
roten
Blutkörperchen (den Erythrozyten) befinden, die wiederum eine
durchschnittliche Lebensdauer von drei bis vier Monaten haben.
- An die Hämoglobin-Moleküle können sich Zucker-, genauer:
Glukosemoleküle binden, und zwar tun sie das um so mehr, je höher die
BZ-Werte sind und je länger die BZ-Werte im Blut erhöht sind. Das
Hämoglobin (Hb) mit Zuckermolekül dran ist ein sog.
HbA1c-Molekül (das
A1c ist eigentlich tiefgestellt und Biochemiker-Jargon...).
- Daraus folgt: je höher der Anteil des HbA1c an allen Hb-Molekülen
ist,
desto schlechter ist der BZ reguliert, d.h. desto häufiger und länger
sind Abweichungen nach oben. Der Lebensdauer der roten Blutkörperchen
entsprechend spiegelt der HbA1c-Wert also die BZ-Einstellung der
vergangenen drei bis vier Monate wieder, es gibt sogar Tabellen, denen
man bei bekanntem HbA1c-Wert den durchschnittlichen BZ-Wert des
entsprechenden Zeitraums entnehmen kann. Nicht-Diabetiker haben in der
Regel HbA1c-Werte von 4% bis 6%, beim Diabetiker sollte man - je nach
Rahmenbedingungen - Werte unter 7%, besser noch unter 6,5% anstreben, um
die Spätfolgen des Diabetes möglichst lange hinauszuzögern.
Alles klar?
Grüße,
Vlado
"Vlado Simeunovic"schrieb :
> Alles klar?
Oh ja, vielen Dank.
Lieben Gru