Hallo,
obwohl ich eigentlich ein Nadel-Angsthase bin, habe ich mich inzwischen
dazu entschlossen, mal zur Blutspende zu gehen. Ich muss ja nicht
hinschauen :-) und soweit ich weiss, gibt es immer noch zu wenig
Blutspenden. (oder nicht?)
Jedenfalls habe ich nun gegoogelt, und auf einigen Informationsseiten
steht, dass Allergiker nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen
spenden dürfen. Stimmt das, bzw. aus welchem Grund geht das nicht?
Manchmal steht da Allergiker gar nicht, manchmal auch nur "nicht im
akuten Stadium".
Ich bin auf Hausstaubmilben und irgendwelche Sommerkräuter allergisch.
Medikamente nehme ich aber keine. Ausserdem hatte ich vor etwa 6 Wochen
eine anaphylaktische Reaktion auf ein Lokalanästhetikum. Ich bin ehrlich
gesagt auch erst durch die damit verbundenen intensiven Tests mit
Spritzen und Nadel legen auf die Idee gekommen, doch Blut zu spenden -
wenn ich die ganzen Nadeln geschafft habe, kann ich auch Blutspenden :-)
Kann mir jemand erklären, ob und wo da ein Problem besteht? Da hätte
ich
mich ja ganz umsonst überwunden.. :-)
Danke,
Nikola
Medizin
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> gibt es immer noch zu wenig Blutspenden. (oder nicht?)
Das ist alles relativ, bei den derzeitigen Spendevergütungen von ca.
20Euro
für den halben Liter Vollblut kann man auch nicht erwarten das sich da
viele
Leute mobilisieren lassen. Ich bin mir sicher, bei 50Euro Vergütung
hätten
wie genug Blutspenden, aber da ist das wohl billiger das Blut zu
importieren. Angebot, Nachfragen und die Globalisierung werden das schon
Regeln das immer genug da ist
Sollche Aussagen wie "Es gibt nicht genug Blutspenden" sind ja immer
gut um
idealistische Leute zu Kostenlos-Spenden zu überreden, sodass diese dann
wieder die Preise kaputt machen.
"Nikola Heimpel" schrieb im Newsbeitrag
news:bmljum$j90$1@wsc10.lrz-muenchen.de...
> Hallo,
> obwohl ich eigentlich ein Nadel-Angsthase bin, habe ich mich inzwischen
> dazu entschlossen, mal zur Blutspende zu gehen. Ich muss ja nicht
> hinschauen :-) und soweit ich weiss, gibt es immer noch zu wenig
> Blutspenden. (oder nicht?)
>
> Jedenfalls habe ich nun gegoogelt, und auf einigen Informationsseiten
> steht, dass Allergiker nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen
> spenden dürfen. Stimmt das, bzw. aus welchem Grund geht das nicht?
> Manchmal steht da Allergiker gar nicht, manchmal auch nur "nicht im
> akuten Stadium".
>
> Ich bin auf Hausstaubmilben und irgendwelche Sommerkräuter
allergisch.
> Medikamente nehme ich aber keine. Ausserdem hatte ich vor etwa 6 Wochen
> eine anaphylaktische Reaktion auf ein Lokalanästhetikum. Ich bin
ehrlich
> gesagt auch erst durch die damit verbundenen intensiven Tests mit
> Spritzen und Nadel legen auf die Idee gekommen, doch Blut zu spenden -
> wenn ich die ganzen Nadeln geschafft habe, kann ich auch Blutspenden :-)
>
> Kann mir jemand erklären, ob und wo da ein Problem besteht? Da
hätte ich
> mich ja ganz umsonst überwunden.. :-)
>
> Danke,
> Nikola
>
Nikola Heimpel schrieb:
>Ich bin auf Hausstaubmilben und irgendwelche Sommerkräuter allergisch.
>Medikamente nehme ich aber keine.
Hallo Nikola,
Spendenausschluss erfolgt bei Allergikern um den *Spender* zu
schützen. Keiner möchte, dass ein wohlwollender Spender kollabiert
weil er grade eh schlecht drauf ist, oder am Ende der Spende einen
Asthma- Anfall zelebriert.
Pollinose (Heuschnupfen und Co.) ist im akuten Stadium ein
Ausschlusskriterium, wenn der Mensch *deutliche* Beschwerden hat.
Wenn keine akuten Erscheinungen vorliegen ist man spendefähig.
Wer sich desensibilisieren lässt, ist drei Tage lang nach der letzten
Anwendung (egal ob intramuskulär, subkutan, nasal oder per Tropfen)
nicht spendefähig.
Allergiker, die an der Punktionsstelle (oder anderswo) ein starkes
Ekzem haben sind nicht spendefähig.
>Ausserdem hatte ich vor etwa 6 Wochen
>eine anaphylaktische Reaktion auf ein Lokalanästhetikum.
Hier liegt der Hase im Pfeffer. Wer mal eine *Anaphylaxie* hatte ist
dauerhaft ausgeschlossen.
Auch hier ist der Grund den Spender zu schützen: Keiner kann
garantieren, dass eine Blutspende gut vertragen wird. Wenn der Spender
dann vielleicht mit Medikamenten aufgepäppelt werden muss und er
*ausgerechnet* eines davon mit einer Anaphylaxie quittiert, dann ist
die Nutzen / Risiko Kalkulation hinfällig.
Wars denn eine Anaphylaxie? Ich meine da geht dann schon einiges an
Notfallbehandlung - und vor allem einiges an Todesangst ab. Kollaps,
Asthmaanfall, Quincke- Ödem, generalisiert Urtikaria... sind ja keine
Bagatellen.
meine 2Cents
servus
robby
Hallo,
> obwohl ich eigentlich ein Nadel-Angsthase bin, habe ich mich inzwischen
> dazu entschlossen, mal zur Blutspende zu gehen. Ich muss ja nicht
> hinschauen :-) und soweit ich weiss, gibt es immer noch zu wenig
> Blutspenden. (oder nicht?)
So wie beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz seine BlutspenderInnen
behandelt, gehe ich davon aus, daß es dort wohl viel zu viele gibt :-(
So wird die beispielsweise die Eisenprophylaxe dort aus offensichtlich
finanziellen Gründen sträflich vernachlässigt, viele Spender
bewegen sich
dort an der Grenze zur Anämie (selbst nach Änderung der
Hämoblobin-Grenzwerte vor einigen Jahren). Gegen aufwandsentschädigte
Spender agitiert man mit Methoden, die schon Volksverhetzung sind und wenn
man diese Zustände im DRK-Internet-Forum diskutieren möchte, werden
Beiträge
einfach gelöscht und die Schreibberechtigung entzogen. Wenn es eben
möglich
ist, würde ich mir zum Spenden eine universitäre Einrichtung suchen,
die bei
Dir die Kosten für Eisenprophylaxe und gegebenenfalls durchzuführende
Untersuchungen bei evtl. Eisenmangel übernimmt und Dich ehrlich und
umfassend über alle Risiken (auch Anämie) aufklärt. Die
Interessen der
SpenderInnen werden im deutschen Blutspendewesen leider nur sehr selten
gewahrt.
Das von Robert Kunz gesagte (Anaphylaxie) ist natürlich in Deinem Fall
wohl
ein Hinderungsgrund. Aber vielleicht gelingt es Dir ja, Freunde und Bekannte
von der Blutspende zu überzeugen.
Mit freundlichen Grüssen
Christian Rüger
Der Blutspendedienst vom Deutsche Rote Kreuz ist nun wirklich das
allerletzte, in vergammelten Räumen und Hallen, die irgemdwo mal für
einen
Nachmittag geborgt sind, werden billige Pritschen hingestellt und die
Spender lieblos wie Vieh reingetrieben. Schäden, die dort oftmals aufgrund
unsachgemässer Anwendung der Kanülen (also soviel zum angeblichen
Fachpersonal was dort arbeitet) auftreten z.B. Venen durchstochen/geplatz
was sich mangelns Hygiene dann mal schnell zu einer derftigen Entzündung
mit
wochenlang steifem Arm erwachsen kann, werden konsequent unter den Tisch
gekehrt, eine Nachsorge findet in der Regel nicht statt, auf Medienanfragen
wird dann alles abgestritten.
Achso für den ganzen Spass bekommt der Spender genau 0,00Euro
Aufwandsentschädigung, noch nicht einmal die Fahrkosten werden erstattet
(andere Blutspendedienste geben in der regel 15-25Euro). Da sieht man mal
wie schamlos sich Leute alleine mit dem Glauben etwas Gutes zu tun
abgezocken lassen.
Also an alle die Blutspenden wollen:
Erstmal umsehen und vergleichen. Die meisten größeren
Krankenhäuser haben
eigene Blutspendestellen, daneben gibt es in den Großstädten noch
unabhängige Institute. Nur stationäre Blutspendestellen aufsuchen,
die einen
gepflegten und professionellen Eindruck machen!
"Christian Rüger" schrieb
im Newsbeitrag
news:bmmgom$2q6$03$1@news.t-online.com...
> Hallo,
>
> > obwohl ich eigentlich ein Nadel-Angsthase bin, habe ich mich
inzwischen
> > dazu entschlossen, mal zur Blutspende zu gehen. Ich muss ja nicht
> > hinschauen :-) und soweit ich weiss, gibt es immer noch zu wenig
> > Blutspenden. (oder nicht?)
>
> So wie beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz seine BlutspenderInnen
> behandelt, gehe ich davon aus, daß es dort wohl viel zu viele gibt
:-(
>
> So wird die beispielsweise die Eisenprophylaxe dort aus offensichtlich
> finanziellen Gründen sträflich vernachlässigt, viele
Spender bewegen sich
> dort an der Grenze zur Anämie (selbst nach Änderung der
> Hämoblobin-Grenzwerte vor einigen Jahren). Gegen
aufwandsentschädigte
> Spender agitiert man mit Methoden, die schon Volksverhetzung sind und wenn
> man diese Zustände im DRK-Internet-Forum diskutieren möchte,
werden
Beiträge
> einfach gelöscht und die Schreibberechtigung entzogen. Wenn es eben
möglich
> ist, würde ich mir zum Spenden eine universitäre Einrichtung
suchen, die
bei
> Dir die Kosten für Eisenprophylaxe und gegebenenfalls
durchzuführende
> Untersuchungen bei evtl. Eisenmangel übernimmt und Dich ehrlich und
> umfassend über alle Risiken (auch Anämie) aufklärt. Die
Interessen der
> SpenderInnen werden im deutschen Blutspendewesen leider nur sehr selten
> gewahrt.
>
> Das von Robert Kunz gesagte (Anaphylaxie) ist natürlich in Deinem
Fall
wohl
> ein Hinderungsgrund. Aber vielleicht gelingt es Dir ja, Freunde und
Bekannte
> von der Blutspende zu überzeugen.
>
> Mit freundlichen Grüssen
>
> Christian Rüger
>
>
>
>
> Achso für den ganzen Spass bekommt der Spender genau 0,00Euro
> Aufwandsentschädigung, noch nicht einmal die Fahrkosten werden
erstattet
> (andere Blutspendedienste geben in der regel 15-25Euro). Da sieht man mal
> wie schamlos sich Leute alleine mit dem Glauben etwas Gutes zu tun
> abgezocken lassen.
Das ist die sorgfältig verpackte Ideologie der DRK-Blutspendedienste. Sie
bleiben ihr allerdings selber nicht immer treu. Mir sind auch DRK-Institute
bekannt, die erhebliche Aufwandsentschädigungen anbieten (z.B.
Ratingen-Breitscheid in NRW für Thrombozytenspende).
Es fällt übrigens nicht allzu schwer, die vom DRK genannten Argumente
gegen
die Aufwandsentschädigung zu widerlegen.
Mit freundlichen Grüssen
Christian Rüger
Das mit der Ideologie ist eine Sache die jeder selbst entscheiden muss, aber
wenn man schon kostenlos Blutspenden geht, kann man erst recht erwarten das
man dort freundlich und hochprofessionell behandelt wird, das Ambiente
ansprechend und geflegt (also wie in einem Hotel und nicht wie in einem
Discoutsupermarkt), zumindestens aber hygienisch einwansfrei ist, und im
Falle eines gesundheitlichen Schades der Spendedienst voll hinter einem
steht.
Aber mir scheint als sei bei den meisten DRK-Blutspendediensten genau das
Gegenteil der Fall.
"Christian Rüger" schrieb
im Newsbeitrag
news:bmmkof$8q0$03$1@news.t-online.com...
> > Achso für den ganzen Spass bekommt der Spender genau 0,00Euro
> > Aufwandsentschädigung, noch nicht einmal die Fahrkosten werden
erstattet
> > (andere Blutspendedienste geben in der regel 15-25Euro). Da sieht
man
mal
> > wie schamlos sich Leute alleine mit dem Glauben etwas Gutes zu tun
> > abgezocken lassen.
>
> Das ist die sorgfältig verpackte Ideologie der DRK-Blutspendedienste.
Sie
> bleiben ihr allerdings selber nicht immer treu. Mir sind auch
DRK-Institute
> bekannt, die erhebliche Aufwandsentschädigungen anbieten (z.B.
> Ratingen-Breitscheid in NRW für Thrombozytenspende).
> Es fällt übrigens nicht allzu schwer, die vom DRK genannten
Argumente
gegen
> die Aufwandsentschädigung zu widerlegen.
>
> Mit freundlichen Grüssen
> Christian Rüger
>
>
>
Robert Kunz wrote:
> Nikola Heimpel schrieb:
>
>>Ich bin auf Hausstaubmilben und irgendwelche Sommerkräuter
allergisch.
>>Medikamente nehme ich aber keine.
> Spendenausschluss erfolgt bei Allergikern um den *Spender* zu
> schützen. Keiner möchte, dass ein wohlwollender Spender
kollabiert
> weil er grade eh schlecht drauf ist, oder am Ende der Spende einen
> Asthma- Anfall zelebriert.
OK, das wäre also alleine kein Grund, da ich normalerweise keine akuten
Beschwerden habe.
>>Ausserdem hatte ich vor etwa 6 Wochen
>>eine anaphylaktische Reaktion auf ein Lokalanästhetikum.
>
> Hier liegt der Hase im Pfeffer. Wer mal eine *Anaphylaxie* hatte ist
> dauerhaft ausgeschlossen.
Das dann allerdings schon.
> Wars denn eine Anaphylaxie? Ich meine da geht dann schon einiges an
> Notfallbehandlung - und vor allem einiges an Todesangst ab. Kollaps,
> Asthmaanfall, Quincke- Ödem, generalisiert Urtikaria... sind ja keine
> Bagatellen.
Ich bin da mit den Begriffen nicht ganz so fit - ich dachte, Anaphylaxie
heisst es erst, wenn der Kreislauf in die Knie geht, also beim richtigen
anaphylaktischen Schock... also bei mir ist innerhalb von Sekunden "der
Hals zugeschwollen", war dementsprechend zittrig (aber vielleicht eher
vor Angst) dann Notarzt mit Kortison + Fenistil, und dann gings auch
schon wieder. Kreislauf war ok. Aber die Angst war trotzdem da :-/ war
kein richtiger Spass. Auf dem Überweisungszettel stand halt dann
"anaphylaktische Reaktion Grad II".
Danke fürs Erläutern. Ich dachte irgendwie, die Antikörper (?)
in meinem
Blut könnten dann im Zweifelsfall den Empfänger der Spende
gefährden und
ich dürfte deshalb nicht spenden. Spielt das denn überhaupt keine
Rolle?
OK, also habe ich mich umsonst überwunden, mit meiner Blutabnehmangst :-)
Gruss,
Nikola