Mich interessiert die Meinung aller Leser (Schulmediziner und
Komplementaer/Alternativ-Mediziner) zu dem was ich mit einem Kollegen
erlebt habe, der ins Spital gehen musste...!
Es ging um eine Herz-Bypass-Operation, der schwierigen also
schwerinvasiven Art. Grosser Schnitt in der Brust...
Die Operation selbst verlief gut. Nach etwa einer Woche verliess er
das Spital und ging, wie es ueblich ist, in eine REHA. Kaum dort
angekommen, bekam er eine Superinfektion. Es waren genau zwei. Er
musste mit Spitalauto zurueck ins Spital!
Er wurde untersucht und man fand die Quellen von zwei Infektionen
nicht eindeutig. Er bekam durch die Infussion Antibiotika und so
besserte sich das Blutbild langsam.
Weil man aber die eigentlichen Quellen nicht ausmachen konnte (CTR),
wollte man ihm fuer die weitere Behandlung taeglich Kortison geben.
Dies verweigerte der Kollege, weil er jemanden kennt, der wegen
Kortisoneinnahmen verbloedetet ist. An dieser Stelle interessiert mich,
gibt es das tatsaechlich? Ist das in der Medizin bekannt?
Ich weiss aus eigener Langzeitbeobachtung, dass man kuenstlich altern
kann. Es ging dabei um eine Patientin mit Extrem-Astma.
Wie auch immer, der schwerkranke Kollege hat einen festen Glauben an
die Wirkung von Globuli der Homoeopatghie und hat selbet einen Arzt,
der ihn auf diese Weise stets behandelt. Dieser Arzt soll aber serioes
sein, denn er hat auch eine schulmedizinische Ausbildung.
Jetzt wirds interessant. Die Aerzte im Spital haben von der
Kortisonbehandlung abgesehen und erlaubten dem Kollegen anstelle
dessen seine Globuli zu schlucken. Natuerlich mit der Auflage, dass
sie ihn staendig ueberwachen. Die Blutwerte wurden besser, aber nicht
ganz gut.
Etwa 2 Wochen spaeter durfte er erneut in die REHA. Leider zeigt sich,
dass es ihm eher wieder schlechter geht und staendig sich sehr schwach
fuehlt.
Ich befuerchte, dass sich das erwaehnte "Theater" von Neuem
wiederholt... :-(
Mich interessiert einfach, was haltet ihr von alldem?
Freundliche Gruesse
Thomas
Medizin
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On 20 Jun 2007 11:30:19 +0100, Thomas Schaerer wrote:
>Er wurde untersucht und man fand die Quellen von zwei Infektionen
>nicht eindeutig. Er bekam durch die Infussion Antibiotika und so
>besserte sich das Blutbild langsam.
>
>Weil man aber die eigentlichen Quellen nicht ausmachen konnte (CTR),
>wollte man ihm fuer die weitere Behandlung taeglich Kortison geben.
Der Nutzen von Cortison ist in dieser Situation auch nicht ersichtlich
(natürlich fehlen sehr viele Details, so daß man meine Behauptung
mit
Vorsicht genießen muß).
>Dies verweigerte der Kollege, weil er jemanden kennt, der wegen
>Kortisoneinnahmen verbloedetet ist. An dieser Stelle interessiert mich,
>gibt es das tatsaechlich? Ist das in der Medizin bekannt?
"Verblödet"? mir fehlt die Übersetzung zu diesem
süddeutsch/österr./schweizer. Ausdruck. Im Allgemeinen schädigt
Cortison
nicht die Intelligenz.
>Ich weiss aus eigener Langzeitbeobachtung, dass man kuenstlich altern
>kann. Es ging dabei um eine Patientin mit Extrem-Astma.
Es kann die Haut schädigen ("Cortisonhaut"), daher vieleicht das
subjektive Voraltern.
>Jetzt wirds interessant. Die Aerzte im Spital haben von der
>Kortisonbehandlung abgesehen und erlaubten dem Kollegen anstelle
>dessen seine Globuli zu schlucken. Natuerlich mit der Auflage, dass
>sie ihn staendig ueberwachen. Die Blutwerte wurden besser, aber nicht
>ganz gut.
Das ist doch gut so: niemand darf gegen seinen Willen behandelt werden
und jeder darf wirkungslose Zuckerglobuli einnehmen. Ich finde es gut,
daß Dein Kolleg und sein Arzt damit offen umgehen.
>Etwa 2 Wochen spaeter durfte er erneut in die REHA. Leider zeigt sich,
>dass es ihm eher wieder schlechter geht und staendig sich sehr schwach
>fuehlt.
Naja, die OP ist auch kein Spaziergang - und wenn er in Behandlung ist,
dann können Probleme behandelt werden.
cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
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