Anja Länge schrieb:
> Wieso nur Bonuspunkte? Wer selbst nicht spenden will, bekommt auch
> keine von anderen. Punkt. Wer selbst andere sterben lassen würde,
> muß nicht erwarten, von der Solidargemeinschaft hinterher aus der
> Sch**** gezogen zu werden.
Du würdest also ggf. jemanden sterben lassen der zu Zeiten als er
noch nicht Organtransplantations-befürftig war gesagt hat, dass er
seine Organe nicht anderen überlassen würde?
Medizin
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Jens Riedel :
> Lars P. Wolschner schrieb:
>> Und da haben wir auch schon das Problem: Je älter oder je
>> unsym- pathischer eine Person ist, desto eher wird sie
>> aufgegeben und zum Ausschlachten freigegeben.
>
> Tot ist tot.
Diese Ansicht zeugt von großer Unkenntnis. Was glaubst Du, warum die
Feststellung des Todes im Transplantationsfall eben nicht so einfach
läuft? Der Tod eines Lebewesens ist Definitionssache, und selbst dann
wird es immer wieder Grenzfälle geben.
> Auch ein noch so fieser Gartenzwerg wird kaum von den Ärzten
> ausgeweidet werden, nur weil sein Blutdruck bedrohlich gesunken
> ist.
Auch darauf ist keinerlei Verlaß.
CU
--
Lars P. Wolschner lars.wolschner@nexgo.de
Senefelderstraße 3 lars.wolschner@gmx.de
D-63069 Offenbach am Main
Fon & Fax: +49 69 80068670 Mobil: +49 163 8122462 (eplus)
Anja Länge schrieb:
> Felix Reuthner wrote:
>
>> Ich würde eher die Club-Lösung präferieren: Wer selbst
spendebereit
>> ist, bekommt im Bedarfsfall Bonuspunkte auf der Warteliste.
>
> Wieso nur Bonuspunkte? Wer selbst nicht spenden will, bekommt auch
> keine von anderen. Punkt. Wer selbst andere sterben lassen würde,
muß
> nicht erwarten, von der Solidargemeinschaft hinterher aus der Sch****
> gezogen zu werden.
Worüber diskutiert ihr hier?
Wieviele Menschen auf einer Warteliste zur Organspende würden selbst
nicht spenden wollen?
Es geht wohl eher um jene Gesunden, die aus seltsamen Verschwörungs- und
Horrorvorstellungen, weil sie sich nicht damit beschäftigen wollen,
seltener auch aus anderen Gründen, eine Organspende ablehnen.
Lars
Koloman Toller schrieb:
> Hier in Österreich gilt die Regelung schon (Widerspruchslösung)
> Die Bevölkerung hat man wieder mal nicht informiert. (wozu auch?)
Gesetze u. Verordnungen werden in AT nicht veröffentlicht?
Erstaunlich ...
Woher weißt du denn von diesem Geheimnis?
> Organe werden teils exportiert, alles wird genau dokumentiert.
> Betroffen sind auch Österreich verstorbene Touristen.
Tja, und?
> Bin kein Organverweigerer, nur wäre ich gerne gefragt worden.
Dir ist die Widerspruchslösung bekannt, dir ist also bekannt,
Widerspruch einlegen zu können.
So what?
Lars
"Lars P. Wolschner"
> Und da haben wir auch schon das Problem: Je älter oder je unsym-
> pathischer eine Person ist, desto eher wird sie aufgegeben und zum
> Ausschlachten freigegeben.
Du solltest nicht so viel trinken.
Von Dir bin ich andere Texte gewohnt.
Ältere Menschen sind von der Organspende ausgenommen.
Die innere Uhr der Spender tickt in den Organen weiter?
Klaus
"Felix Reuthner"
> Wie entscheidend eine Mitgliedschaft für die Warteliste wäre,
lässt sich
> dann einfach durch die Anzahl der Bonuspunkte moderieren. Ob nun ein
> 70jähriger Kette rauchender Alkoholiker unbedingt den Vorrang vor
einer
> 25jährigen Mutter von 2 Kindern haben muss nur weil er Mitglied ist,
ist
> sicher diskussionswürdig.
Vorrausgesetzt, man würde tatsächlich Menschen mit
Organspenderausweis
bevorzugen, oder sogar Menschen ohne diesen Ausweis auschließen:
Wenn sie selber nicht bereit dazu ist, im Falle ihres Todes
zu spenden, warum sollte sie dann bevorzugt werden?
Das wäre doch reichlich dreist.
Gerade wenn sie Kinder hat, sollte sie über ihr Verhalten nachdenken.
Ihre Kinder haben nichts davon, wenn der Leichnam der Mutter
komplett beerdigt wird. Sie haben aber etwas davon, wenn
die Spendenbereitschaft steigt.
Klaus
Otto Huber schrieb:
> Es ist doch eklig, dass ein Typ wie Söder oder Müntefering
eventuell sich
> vielleicht an den Organen eines Hartz-IVlers bereichern könnten.
>
> So ein Hartz-IV-Penner liegt in einem Krankenhaus, bewusstlos ... Da kommt
> eine Anordnung: Kabel ausstecken ... Söder oder Müntefering
brauchen
> unbedingt ein Organ ... der Hartz-IVler der sowieso zu nichts zu
gebrauchen
> ist, muss halt herhalten! Wird schon keiner merken ...
>
>
>
Die warten doch nicht auf einen beliebigen Hartz-IVer die warten auf
DICH...
--
"Die Wahrscheinlichkeit, eine 6 zu würfeln ist 1/6.
Bei 6 Versuchen macht das 6x1/6 = 6/6 = 1
Mit 1 bezeichnet man die Wahrscheinlichkeit für ein sicheres Ereignis.
Das musst du aber nicht verstehen, Bub.", Otto
Lars Braesicke:
> Koloman Toller schrieb:
>> Hier in Österreich gilt die Regelung schon
(Widerspruchslösung)
>> Die Bevölkerung hat man wieder mal nicht informiert. (wozu auch?)
>
> Gesetze u. Verordnungen werden in AT nicht veröffentlicht?
> Erstaunlich ...
> Woher weißt du denn von diesem Geheimnis?
Unter Information verstehe ich etwas anderes als Veröffentlichung.
Wer liest denn § 62a B-KAG in irgendeinem Amtsblatt?
Jedenfalls glauben in AT die meisten, es gäbe eine Zustimmungslösung.
>> Organe werden teils exportiert, alles wird genau dokumentiert.
>> Betroffen sind auch Österreich verstorbene Touristen.
>
> Tja, und?
War nur so ein Mitteilungsbedürfnis meinerseits.
Achja, Du wußtest das schon. Wurde ja veröffentlicht.
>> Bin kein Organverweigerer, nur wäre ich gerne gefragt worden.
>
> Dir ist die Widerspruchslösung bekannt, dir ist also bekannt,
> Widerspruch einlegen zu können.
> So what?
Eine totgeschwiegene Widerspruchslösung ist imo undemokraktisch.
Ich halte mehr von Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit.
Nothing else. Über Ethik.
>
> Lars
>
--
Koloman