Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
"Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu erhalten,
dazu auch
ohne Makel. Welche vier?
1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den Speisen
gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den
Lagerstätten gering
und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten, dazu
auch ohne Makel.
Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu
Erhaltendem
zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79]
Itiv."
Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?
Medizin
« zurück zur Hauptseite...
Hallo Hansjuergen,
> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
> verwendet wurde ...
Das koennte sein. Jedenfalls hat man Maeusekot als kostbares
Wunderheilmittel gehandelt :-) Eigenharn trinken ist ja in Indien
ebenfalls schon lange usus.
In Deutschland hat man Bier mit Pferdeharn gebraut (Quelle:
Tabernaemontanus, www.kraeuter.ch) - warum nicht auch mit Kuhharn?
Schoenen Gruss
Otto
--
In article ,
"Hansjürgen Allner" wrote:
> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>
> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu
erhalten, dazu auch
> ohne Makel. Welche vier?
> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den
Speisen
> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den
Lagerstätten gering
> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten,
dazu
> auch ohne Makel.
> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu
Erhaltendem
> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79]
Itiv."
>
> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
> verwendet wurde
Ja - und nicht nur dort...
Auch in der aktuellen Medizin werden Harnstoffe in der Bahndlung von
Hautkrankheiten/Irritationen eingesetz.
> oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?
mfG
f
--
its just about music :
http://www.freimanns-music.biz/
"Hansjürgen Allner" schrieb im
Newsbeitrag news:etds8f$2r81$1@ulysses.news.tiscali.de...
> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>
> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu
erhalten, dazu auch
> ohne Makel. Welche vier?
> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den
Speisen
> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den
Lagerstätten gering
> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten,
dazu
> auch ohne Makel.
> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu
Erhaltendem
> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79]
Itiv."
>
> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
> verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?
Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
ist untadelhaft.
--
mfg. Ariyo
"Das ist der Frieden, das ist das Erhabene, nämlich der Stillstand
allen Gestaltens,
das Loslassen von allen Daseinssubstraten, die Vernichtung allen Begehrens, die
Loslösung, das Aufhören, das Nibbana." (M 64)
Die Lehre des Buddha, seine Belehrungen: http://nibbanam.de
"Otto" schrieb im Newsbeitrag
news:1174043041.879250.303760@n59g2000hsh.googlegroups.com...
> Hallo Hansjuergen,
>
>> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als
>> Medizin > verwendet wurde ...
>
> Das koennte sein. Jedenfalls hat man Maeusekot als kostbares
> Wunderheilmittel gehandelt :-) Eigenharn trinken ist ja in Indien
> ebenfalls schon lange usus.
Interessant. Stutzig machte mich auch die Tatsache, dass hier ausdrücklich
von "altem Harn" gesprochen wurde.
> In Deutschland hat man Bier mit Pferdeharn gebraut (Quelle:
> Tabernaemontanus, www.kraeuter.ch) - warum nicht auch mit Kuhharn?
Na denn: Prost! Eine interessante Webseite übrigens, ich habe sie in
meine
Bookmarksammlung aufgenommen. Nicht nur wegen der Informationen zu den
Kräutern, sondern auch wegen der schoenen Pflanzenbilder, für die ich
ein
Faible habe. Kennst Du vielleicht eine Seite auf der die Kräuter
grösser
dargestellt werden oder hast Du vielleicht eine Quelle für - gerne auch
alte - Bücher über Heilkräuter mit schoenen Abbildungen?
Eine weitere Frage nebenbei: Ich bin mittlerweile vom Kaffeekonsum mehr auf
den Teekonsum umgestiegen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen viel
trinken
soll, wäre es für mich interessant zu wissen, welchen Tee man als
"Vieltrinker" eher bevorzugen sollte: Schwarzen oder Grünen Tee
oder welche
Empfehlungen habt ihr da?
> Schoenen Gruss
> Otto
dito und auch Fchen ein danke.
"Ariyo" schrieb im Newsbeitrag
news:ete1c5$e9r$1@online.de...
>
> "Hansjürgen Allner" schrieb im
Newsbeitrag
> news:etds8f$2r81$1@ulysses.news.tiscali.de...
>> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>>
>> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu
erhalten, dazu
>> auch
>> ohne Makel. Welche vier?
>> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter
den
>> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den
Speisen
>> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den
Lagerstätten gering
>> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu
erhalten, dazu
>> auch ohne Makel.
>> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht
zu
>> Erhaltendem
>> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79]
Itiv."
>>
>> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als
>> Medizin
>> verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?
>
> Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
> bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
> ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
> unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
> ist untadelhaft.
Aha, das wird ja richtig interessant. Ich musste allerdings
"Googeln", da
ich nicht wusste, was Myrobalanfrüchte (Baumfrucht, wohl Pflaumenartig )
sind.
Hier ein wahrscheinlich interessanter und zur Thematik aufklärender Link:
http://www.buddhismus-heute.de/archive.issue 27.position
10.de.html
Danke allerseits.
Hansjürgen Allner schrieb:
> Na denn: Prost! Eine interessante Webseite übrigens, ich habe sie in
> meine Bookmarksammlung aufgenommen. Nicht nur wegen der Informationen zu
> den Kräutern, sondern auch wegen der schoenen Pflanzenbilder,
für die ich
> ein Faible habe. Kennst Du vielleicht eine Seite auf der die Kräuter
> grösser dargestellt werden oder hast Du vielleicht eine Quelle
für - gerne
> auch alte - Bücher über Heilkräuter mit schoenen
Abbildungen?
Weniger "schön", aber sehr informativ (allerdings mehr auf
Gewürze bezogen)
http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/index.html
> Eine weitere Frage nebenbei: Ich bin mittlerweile vom Kaffeekonsum mehr
> auf den Teekonsum umgestiegen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen
viel
> trinken soll, wäre es für mich interessant zu wissen, welchen
Tee man als
> "Vieltrinker" eher bevorzugen sollte: Schwarzen oder Grünen
Tee oder
> welche Empfehlungen habt ihr da?
Den, der Dir besser schmeckt und den Du besser verträgst.
Gruß,
Peter
"Ariyo" schrieb im Newsbeitrag
news:ete1c5$e9r$1@online.de...
>
> Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
> bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
> ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
> unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
> ist untadelhaft.
>
...Myrobalanenfrucht ist Bestandteil des aus der Tibetischen Medizin
bekannten Padma 28 (www.padma.ch).
MfG Goggolori
**
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis, und jeder
Augenblick ein Geschenk".
(Ina Deter)