Medizin

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Kuhharn

Author: "Hansjürgen Allner"

Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:

"Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu erhalten, dazu auch
ohne Makel. Welche vier?
1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den Speisen
gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den Lagerstätten gering
und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten, dazu
auch ohne Makel.
Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu Erhaltendem
zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79] Itiv."

Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?




Kuhharn

Author: "Otto"

Hallo Hansjuergen,

> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin > verwendet wurde ...

Das koennte sein. Jedenfalls hat man Maeusekot als kostbares
Wunderheilmittel gehandelt :-) Eigenharn trinken ist ja in Indien
ebenfalls schon lange usus.

In Deutschland hat man Bier mit Pferdeharn gebraut (Quelle:
Tabernaemontanus, www.kraeuter.ch) - warum nicht auch mit Kuhharn?

Schoenen Gruss
Otto
--


Kuhharn

Author: die fchen

In article ,
"Hansjürgen Allner" wrote:

> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>
> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu erhalten, dazu auch
> ohne Makel. Welche vier?
> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den Speisen
> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den Lagerstätten gering
> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten, dazu
> auch ohne Makel.
> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu Erhaltendem
> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79] Itiv."
>
> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
> verwendet wurde

Ja - und nicht nur dort...
Auch in der aktuellen Medizin werden Harnstoffe in der Bahndlung von
Hautkrankheiten/Irritationen eingesetz.

> oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?



mfG


f

--
its just about music :
http://www.freimanns-music.biz/


Kuhharn

Author: "Ariyo"

"Hansjürgen Allner" schrieb im Newsbeitrag news:etds8f$2r81$1@ulysses.news.tiscali.de...
> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>
> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu erhalten, dazu auch
> ohne Makel. Welche vier?
> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den Speisen
> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den Lagerstätten gering
> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten, dazu
> auch ohne Makel.
> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu Erhaltendem
> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79] Itiv."
>
> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als Medizin
> verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?

Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
ist untadelhaft.


--
mfg. Ariyo

"Das ist der Frieden, das ist das Erhabene, nämlich der Stillstand allen Gestaltens,
das Loslassen von allen Daseinssubstraten, die Vernichtung allen Begehrens, die
Loslösung, das Aufhören, das Nibbana." (M 64)

Die Lehre des Buddha, seine Belehrungen: http://nibbanam.de


Kuhharn

Author: "Hansjürgen Allner"

"Otto" schrieb im Newsbeitrag
news:1174043041.879250.303760@n59g2000hsh.googlegroups.com...
> Hallo Hansjuergen,
>
>> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als
>> Medizin > verwendet wurde ...
>
> Das koennte sein. Jedenfalls hat man Maeusekot als kostbares
> Wunderheilmittel gehandelt :-) Eigenharn trinken ist ja in Indien
> ebenfalls schon lange usus.

Interessant. Stutzig machte mich auch die Tatsache, dass hier ausdrücklich
von "altem Harn" gesprochen wurde.

> In Deutschland hat man Bier mit Pferdeharn gebraut (Quelle:
> Tabernaemontanus, www.kraeuter.ch) - warum nicht auch mit Kuhharn?

Na denn: Prost! Eine interessante Webseite übrigens, ich habe sie in meine
Bookmarksammlung aufgenommen. Nicht nur wegen der Informationen zu den
Kräutern, sondern auch wegen der schoenen Pflanzenbilder, für die ich ein
Faible habe. Kennst Du vielleicht eine Seite auf der die Kräuter grösser
dargestellt werden oder hast Du vielleicht eine Quelle für - gerne auch
alte - Bücher über Heilkräuter mit schoenen Abbildungen?

Eine weitere Frage nebenbei: Ich bin mittlerweile vom Kaffeekonsum mehr auf
den Teekonsum umgestiegen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen viel trinken
soll, wäre es für mich interessant zu wissen, welchen Tee man als
"Vieltrinker" eher bevorzugen sollte: Schwarzen oder Grünen Tee oder welche
Empfehlungen habt ihr da?

> Schoenen Gruss
> Otto

dito und auch Fchen ein danke.


Kuhharn

Author: "Hansjürgen Allner"

"Ariyo" schrieb im Newsbeitrag news:ete1c5$e9r$1@online.de...
>
> "Hansjürgen Allner" schrieb im Newsbeitrag
> news:etds8f$2r81$1@ulysses.news.tiscali.de...
>> Ich fand folgende Stelle im Palikanon der Buddhisten:
>>
>> "Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind gering und leicht zu erhalten, dazu
>> auch
>> ohne Makel. Welche vier?
>> 1.. Ein Gewand aus weggeworfenen Lumpen, ihr Mönche, ist unter den
>> Gewändern gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 2.. Speise aus eingesammelten Brocken, ihr Mönche, ist unter den Speisen
>> gering und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 3.. Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den Lagerstätten gering
>> und leicht zu erhalten, dazu auch ohne Makel.
>> 4.. Alter Kuhharn, ihr Mönche, ist gering und leicht zu erhalten, dazu
>> auch ohne Makel.
>> Insofern nun, ihr Mönche, ein Mönch mit Geringem und leicht zu
>> Erhaltendem
>> zufrieden ist, hat derselbe Anteil am Asketentum, sage ich". [79] Itiv."
>>
>> Kann mir jemand sagen, ob Kuhharn zur damaligen Zeit in Indien als
>> Medizin
>> verwendet wurde oder was hat es mit dem Kuhharn auf sich?
>
> Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
> bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
> ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
> unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
> ist untadelhaft.

Aha, das wird ja richtig interessant. Ich musste allerdings "Googeln", da
ich nicht wusste, was Myrobalanfrüchte (Baumfrucht, wohl Pflaumenartig )
sind.

Hier ein wahrscheinlich interessanter und zur Thematik aufklärender Link:
http://www.buddhismus-heute.de/archive.issue 27.position 10.de.html

Danke allerseits.


Kuhharn

Author: "Peter Wittwer"

Hansjürgen Allner schrieb:

> Na denn: Prost! Eine interessante Webseite übrigens, ich habe sie in
> meine Bookmarksammlung aufgenommen. Nicht nur wegen der Informationen zu
> den Kräutern, sondern auch wegen der schoenen Pflanzenbilder, für die ich
> ein Faible habe. Kennst Du vielleicht eine Seite auf der die Kräuter
> grösser dargestellt werden oder hast Du vielleicht eine Quelle für - gerne
> auch alte - Bücher über Heilkräuter mit schoenen Abbildungen?

Weniger "schön", aber sehr informativ (allerdings mehr auf Gewürze bezogen)

http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/index.html

> Eine weitere Frage nebenbei: Ich bin mittlerweile vom Kaffeekonsum mehr
> auf den Teekonsum umgestiegen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen viel
> trinken soll, wäre es für mich interessant zu wissen, welchen Tee man als
> "Vieltrinker" eher bevorzugen sollte: Schwarzen oder Grünen Tee oder
> welche Empfehlungen habt ihr da?

Den, der Dir besser schmeckt und den Du besser verträgst.

Gruß,
Peter


Kuhharn

Author: "Goggolori"

"Ariyo" schrieb im Newsbeitrag news:ete1c5$e9r$1@online.de...
>
> Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten
> bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als
> ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist
> unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und
> ist untadelhaft.
>

...Myrobalanenfrucht ist Bestandteil des aus der Tibetischen Medizin
bekannten Padma 28 (www.padma.ch).

MfG Goggolori
**
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis, und jeder
Augenblick ein Geschenk".
(Ina Deter)