Medizin

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Zwei Briten nach Arzneitest weiter in Lebensgefahr
London - Die schwere Erkrankung von sechs Briten nach einem
Medikamententest beschaeftigt jetzt auch die Ermittlungsbehoerden. Die
Gesundheitsabteilung der Londoner Polizei kuendigte eine umfassende
Untersuchung an. Die sechs Maenner erlitten infolge der bislang
unerprobten Arznei eines deutschen Herstellers schwere Entzuendungen
der inneren Organe. Zwei von ihnen schweben weiter in Lebensgefahr.
Wegen graviernder Nebenwirkungen liegen auch vier andere Patienten
noch auf der Intensivstation der Northwick-Park-Klinik in London. Sie
sind jedoch ausser Lebensgefahr.Arzneimittel: Der lange Weg vom Labor
bis in die Apotheke Zwei weitere Probanden desselben Versuchs, die ein
Placebo bekamen, schilderten, welche dramatischen Auswirkugen das
bislang unerprobte Medikament auf die Patienten hatte. Die Maenner
seien einer nach dem anderen "wie Dominosteine umgekippt". "Zuerst
rissen sie sich das Hemd vom Leibe und klagten ueber Fieber. Dann
schrien sie, sie haetten das Gefuehl, ihr Kopf wuerde explodieren",
sagte der 23-jaehrige Raste Khan. Auch haetten sie sich permanent
uebergeben.

"Sie flehten um Hilfe"
Die Symptome seien nach der Einnahme des Medikaments ungewoehnlich
schnell eingetreten, sagte Khan. Schon nach wenigen Minuten haetten
die Probanden Zuckungen bekommen und ausgesehen, als wuerden sie
verbrennen. Sie haetten dann lautstark ueber Schmerzen in Kopf und
Ruecken geklagt und die anwesenden AErzte verzweifelt um Hilfe
angefleht. Khan fuegte hinzu: "Ich hatte schreckliche Angst, weil ich
glaubte, dass es mir jeden Moment genau so ergehen wuerde."

"Er sieht aus wie der Elefantenmensch"
Die 35-jaehrige Myfanwy Marshall sagte der BBC, ihr an dem Experiment
beteiligter Freund sei am ganzen Koerper aufgedunsen und sehe aus "wie
der Elefantenmensch". "Er ist voellig leblos. Er kann nicht einmal die
Augenlider bewegen." Die AErzte haetten ihr gesagt, er koennte
vielleicht noch in sechs Monaten so aussehen. Nur ein Wunder koenne
ihn schnell heilen.

Medikament sollte gegen Leukaemie helfen
Die vormals kerngesunden Patienten hatten sich zur Erprobung eines
Medikaments gegen rheumatische Entzuendungen und Autoimmunkrankheiten
sowie Leukaemie bereit erklaert. Die Arznei mit der Bezeichnung
TGN1412 wurde von der TeGenero AG in Wuerzburg hergestellt. Die Studie
in Grossbritannien wurde vom amerikanischen Pharmaunternehmen Parexel
International ueberwacht. Die Probanden erhielten fuer ihre Teilnahme
umgerechnet rund 2.900 Euro.

Richtlinien nicht eingehalten?
Die Londoner "Times" kritisierte unter Berufung auf ranghohe AErzte,
dass die sechs Erkrankten das Medikament alle gleichzeitig erhalten
haetten. Dies widerspreche den Richtlinien fuer Pharmaversuche, weil
die Probanden dadurch einem zu grossen Risiko ausgesetzt gewesen
seien. Parexel International betonte dagegen, alle Vorschriften seien
beachtet worden.

Pharmafirma sagt finanzielle Hilfe zu
Thomas Hanke, wissenschaftlicher Leiter bei TeGenero, zeigte sich
entsetzt ueber den Vorfall. So etwas sei bei frueheren
Medikamententests noch nie vorgekommen. Das Unternehmen habe sich bei
den Familien der Betroffenen entschuldigt. Die Anwaeltin Ann
Alexander, die einen der kritisch erkrankten 29-Jaehrigen vertritt,
erklaerte, die Firma habe der Familie ihres Mandanten finanzielle
Unterstuetzung zugesagt. (ia/joe/AP/dpa)

Herzliche Gruesse
Otto
--
"O heilige Natur, erhalte uns doch auf dem wahren, von dir
vorgezeichneten Wege in unserer Kunst und bewahre uns vor den
Irrlehren und Irrwegen der Schule." Hufeland)


On 5 Mrz., 14:27, "Winfried" wrote:
> http://www.mdr.de/fakt/archiv/160419.htmlhttp://www.live-pr.com/gericht-v=
erhandelt-ber-betrug-mit-wirkungslose...


Lieber Roland,
> Winfried B


stol it - Nachrichten
(Tiroler Nachrichten)

Studie: Taeglich 90 Tote durch Arztfehler

Bei einer Tagung in Mailand am Montag hat die italienische Vereinigung
der Onkologen (Aiom) Alarm geschlagen: Die Fehlerquote von AErzten und
Bediensteten des Sanitaetswesen verursache mehr Opfer als etwa der
Strassenverkehr oder Infarkte. Zwischen 14.000 (Quelle: Vereinigung
der Anaesthesisten) und 50.000 Menschen (Quelle: Assinform) sterben
jaehrlich in den Krankenhaeusern aufgrund von Fehlern, was einem
Tagesschnitt von durchschnittlich 80 bis 90 Opfern pro Tag
entspricht.

Am hoechsten sei die Fehlerquote in der Traumatologie (16,5 Prozent),
gefolgt von der Onkologie (13 Prozent). Hier ist es laut einer Studie
der Sanitaetseinheit "Roma C" die Einnahme von falschen Medikamenten,
die in vielen Faellen toedliche Folgen hat. Sieht man sich die
unterschiedlichen medizinischen Abteilungen an, so wird im
Operationssaal mit 32 Prozent am oeftesten gepfuscht. Es folgt die
Altenpflege (28 Prozent) und die Erste Hilfe (22 Prozent).

Zumeist seien Reaktionen auf Transfusionen, Blutverlust nach
Operationen oder Komplikationen nach schweren Eingriffen schuld an den
Todesfaellen, hiess es auf der Tagung. Aber auch Funktionsfehler oder
Defekte der technischen Anlagen kosten jaehrlich Hunderte
Menschenleben.

In Italien werden jaehrlich acht Millionen Menschen in Spitaeler
eingeliefert. 340.000 Patienten verlassen die Krankenhaeuser mit
Schaeden oder Krankheiten, die ausschliesslich auf Kunstfehler oder
auf fehlerhafte Dienstleistungen zurueckzufuehren sind.

Angesichts der erschreckenden Zahlen will Italiens Sanitaet jetzt
handeln. ,,Die Thematik des klinischen Risikos ist von grosser
Aktualitaet und mit starken sozio-sanitaeren Aspekten behaftet", sagte
Professor Emilio Bajetta, Praesident der Aiom in einem Interview mit
der Online-Ausgabe der Tageszeitung ,,La Repubblica". Das Ziel sei nun,
die sanitaeren Dienste zu verbessern und die Sicherheit des Patienten
zu garantieren. Angesichts der mindestens 14.000 Opfer jaehrlich,
muesse etwas geschehen.

Zu den Ursachen meint Bajetta: ,,Zumeist kann nicht in erster Linie der
Arzt oder der Sanitaetsangestellte als Fehlerquelle herangezogen
werden, sondern die Struktur, in der gearbeitet wird." Muedigkeit
aufgrund massakrierender Turnusdienste, nicht naeher kontrollierte
Vorgangsweisen, schlecht beleuchtete, laermende oder einfach dreckige
Raeumlichkeiten, zu spaet erstellte Diagnosen sind demnach die
Hauptursachen fuer die hohen Opferzahlen. Laut Assinform koennte rund
die Haelfte der Todesfaelle durch eine bessere Organisation des
Gesundheitsdienstes vermieden werden.

Gesundheitsministerin Livia Turco kuendigte eine Untersuchung der
Ursachen an. ,,Wir haben die Pflicht, die Sicherheit der Patienten zu
garantieren", so die Ministerin. Sie will ein Komitee fuer den Schutz
von Krankenhauspatienten einrichten.

Dienstag, 24. Oktober 2006


Hallo Roland,

die Berliner Zeitung berichtete kuerzlich in einem winzigen Artikel an
drittrangiger Stelle, der aber jederzeit auffindbar ist, dass in
Deutschland jaehrlich 20000 bis 25000 Menschen an aerztlichen
"Kunstfehlern" sterben. 100000 Patienten wuerden jaehrlich schwerstens
geschaedigt.

Viele herzliche Gruesse
ins Saarland
Otto
--
"Entscheidend ist, was hinten rauskommt" (Kohl)


On 5 Mrz., 14:27, "Winfried" wrote:
> http://www.mdr.de/fakt/archiv/160419.htmlhttp://www.live-pr.com/gericht-verhandelt-ber-betrug-mit-wirkungslose...
>
> Winfried Buechsenschuetz

Ja ja, Rolandchen, dass kann schon sein. In der Naturheilkunde
behandelt man die Kranken auch nicht mit solchen Chemikalien. Die
Naturheilkunde entgiftet, leitet aus und fuellt an... Im Grunde
handelt es sich bei deinen Zitaten um Ausgeburten der sogenannten
Schulmedizin.

Prof. Wolf-Dieter Ludwig
"Wenn man sich mit Medikamenten mit unbewiesener Wirksamkeit
intensiver beschaeftigt, stoesst man immer wieder auf derartige
Strukturen und zwar ungute Allianzen zwischen Anwendern dieser
Substanzen, Medizinern, Vertriebsorganisationen und Organisationen,
die diese Medikamente oder Substanzen intensiv bewerben. Und ich
denke, diese ungute Allianz zeigt auch, dass es hier haeufig um pure
Geschaeftemacherei und nicht um serioese Medikamente es sich
handelt."

Viele Gruesse
ins Saarland
Otto
--
"Entscheidend ist, was hinten rauskommt" (Kohl)


On 5 Mrz., 14:27, "Winfried" wrote:
> http://www.mdr.de/fakt/archiv/160419.htmlhttp://www.live-pr.com/gericht-verhandelt-ber-betrug-mit-wirkungslose...
>
> Winfried Buechsenschuetz

Hallo Rolandchen,
in bin mal so frei, deinen Artikel zu fixieren. Du pflegst ja dein
Geschreibsel immer wieder kurzfristig zu loeschen, gelle :-)

Viele liebe Gruesse
ins Saarland
Otto
--
"Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf." (Heine)


On 5 Mrz., 14:27, "Winfried" wrote:
> http://www.mdr.de/fakt/archiv/160419.htmlhttp://www.live-pr.com/gericht-verhandelt-ber-betrug-mit-wirkungslose...
>
> Winfried Buechsenschietz

Hallo Rolandchen,
diesen Artikel ebenso...

Viele herzliche Gruesse
ins Saarland
Otto
--
4 "Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf." (Heine)