Medizin

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Hallo,

zur Situation: vor 2 Monaten habe ich bemerkt, dass meine Freundin
gelegentlich Schlaftabletten aufgrund von Schlafschwierigkeiten
einnimmt, damals sagte sie mir sie nehme diese ganz selten. Nun waren
wir vergangene Woche zusammen im Urlaub in den Alpen, dort hatte sie
aufgrund der H




ti unger@arcor.de schrieb:

> Bei der Packung handelte es sich um Zolpidem AL10mg. Da ich leider
> kein Mediziner bin, weiss ich nicht wie solch ein Mittel zu bewerten
> ist, ...

Naja, Zolpidem und Zopiclon sind Benzo-ähnlich und machen daher potentiell abhängig
und es kann auch zu einer Toleranz-Entwicklung kommen; aber als Zivi in der Klappse
habe ich das bei keinem einzigen der vielen Langzeit-Konsumenten denen ich die Medis
rausgab (und die auch oft abgesetzt wurden) erlebt, d.h. das ist wohl ein eher theo-
retisches Risio. Bei Benzos ist weder die Entwicklung zu Entzugserscheinungen noch
die Toleranzentwicklung allein das Problem - sondern die Kombination aus beidem;
d.h. man entwickelt irgendwann eine Toleranz und nimmt mehr von dem Zeug so dass
der Ausstieg schwieriger wird weil die Ausprägung der Entzugserscheinungen mit
der Dosis koreliert.
Sollte deine Freundin also eine Sucht- oder Toleranzentwicklung erkennen, dann ist
halt unmittelbar schluss mit dem Zeug; ansonsten seh ich keinen Grund zum Absetzen
wenn die Indikation gegeben ist.


Elcaro Nosille:

> Sollte deine Freundin also eine Sucht- oder Toleranzentwicklung erkennen, dann ist
> halt unmittelbar schluss mit dem Zeug; ansonsten seh ich keinen Grund zum Absetzen
> wenn die Indikation gegeben ist.

Zumal Zolpidem eine so kurze Halbwertszeit hat (2,3 Std, glaube ich),
daß am Morgen nichts mehr da ist, das eine besondere psychische
Abhängigkeit entwickeln lassen sollte, allerdings wird es bei
Dauergebrauch nach Absetzen mit Sicherheit zu 1,2 Wochen Schlaflosigkeit
bzw. Einschlafstörungen kommen, aber das ist schon die "Höchstrafe",
aber wie gesagt nur bei pausenlosem Dauergebrauch.

Alles in allem tausendmal besser, als sich z.B. jeden Abend des
besseren Einschlafens Willen besaufen ;)

Zopidem ist das modernste Einschlafmittel und die beste Wahl.

Allerdings, Timo, unabhängig davon würde ich dich als Lebensgefährten
sausen lassen, sobald was besseres in Sicht ist, denn ich finde deine
anmaßend mißtrauische und gebieterische Haltung entsetzlich bis
abscheulich. Darüber hinaus ist das Leben auch keine Heldentat, die
möglichst weh zu tun hat...


fg
- -


> Rudi Menter wrote:
>> ti unger@arcor.de wrote:

>> zur Situation: vor 2 Monaten habe ich bemerkt, dass meine Freundin
>> gelegentlich Schlaftabletten aufgrund von Schlafschwierigkeiten
>> einnimmt, damals sagte sie mir sie nehme diese ganz selten. Nun waren
>> wir vergangene Woche zusammen im Urlaub in den Alpen, dort hatte sie
>> aufgrund der Höhe 1800m wieder Schlafschwierigkeiten, und nahm die
>> Tabletten wieder (welche sie angeblich nur zufaellig im Urlaub dabei
>> hatte !?).

Vor einem Monat (am 5.1.07) sprachst Du aber ganz anders über Deine
Freundin.

http://de.nntp2http.com/talk/romance/2007/01/4347f1df436fc06d87f094391bbe1985.html

> Allerdings, Timo, unabhängig davon würde ich dich als
> Lebensgefährten sausen lassen, sobald was besseres in Sicht ist,
> denn ich finde deine anmaßend mißtrauische und gebieterische
> Haltung entsetzlich bis abscheulich. Darüber hinaus ist das
> Leben auch keine Heldentat, die möglichst weh zu tun hat...

Nun ja, ich finde auch, dass Du sehr viele Details nennst und auch
Zweifel äußerst. Du willst doch diese mit dem Tablettengebrauch nicht
"rechtfertigen"?

Rochus


Rochus:

> Nun ja, ich finde auch, dass Du sehr viele Details nennst

äh?

> und auchZweifel äußerst.

> Du willst doch diese mit dem Tablettengebrauch nicht "rechtfertigen"?

äh?

Geh besser mal zu eim Psychiater. Jesses...


Rudi Menter wrote:

> äh?
> äh?
> Geh besser mal zu eim Psychiater. Jesses...

Du warst doch nicht gemeint!


Rudi Menter schrieb:

> Zumal Zolpidem eine so kurze Halbwertszeit hat (2,3 Std, glaube
> ich), daß am Morgen nichts mehr da ist, das eine besondere psychische
> Abhängigkeit entwickeln lassen sollte, allerdings wird es bei Dauer-
> gebrauch nach Absetzen mit Sicherheit zu 1,2 Wochen Schlaflosigkeit
> bzw. Einschlafstörungen kommen, aber das ist schon die "Höchstrafe",
> aber wie gesagt nur bei pausenlosem Dauergebrauch.

Das hab ich bei denen denen "ich" das in der Klinik verabreicht hatte
nie erlebt; d.h. Zolpidem und Zopiclon wurden selbst nach Monaten immer
ohne Ausschleichen abgesetzt und ich habe keinen einzelnen Fall von Ent-
zusgerscheinungen erlebt.

> Alles in allem tausendmal besser, als sich z.B. jeden Abend des
> besseren Einschlafens Willen besaufen ;)

Kommt drauf an wieviel man braucht: Wenn ich etwas zum Einschlafen brauchen
würde, dann würde bei mir eine Glas Bier (Wein darf ich nicht wg Histamin)
reichen; das kann man auch jeden Tag trinken.

> Allerdings, Timo, unabhängig davon würde ich dich als Lebensgefährten
> sausen lassen, sobald was besseres in Sicht ist, denn ich finde deine
> anmaßend mißtrauische und gebieterische Haltung entsetzlich bis
> abscheulich. Darüber hinaus ist das Leben auch keine Heldentat,
> die möglichst weh zu tun hat.

Was diejenige hat kann ich nicht sagen; aber "so ganz" bei psychischer
Gesundheit ist die nach Timos Beschreibung nicht. Aber wie Du jetzt auf
grundsätzlichches Misstrauen und "gebieterische Haltung" kommst kann ich
nicht nachvollziehen; von Misstrauen würde bei einer Grenzschützigkeit
bei Timo sprechen können, aber davon kann hier ja nicht die Rede sein.


ti unger@arcor.de wrote:

> Anschliessend wurde sie dann ziemlich depressiv, und fing an zu
> heulen, weil ich ihr nicht vertrauen wuerde, sie sei ja schliesslich
> vom Fach.

IMHO ist sie bereits abhängig und macht sich selber was vor.

> Weiss jmd. von Euch mehr dazu, sind 16 halbe Tabletten in 2 Monaten

<quote>
Zolpidem wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen eingesetzt
</quote>

Keine Ahnung, aber 2 Monate sind wahrscheinlich nicht mehr "kurz".

Falls Du Dich nicht schon über Zolpidem informiert hast, kannst Du das
hier http://www.netdoktor.de/medikamente/100010572.htm

und hier:

MEDIKAMENTÖSE THERAPIE VON SCHLAFSTÖRUNGEN
http://www.elsevier.de/elsevier/journals/files/zaefq/archive/101/Bauer.pdf

<quote>
Zolpidem, ein
Imidazolpyridin-Derivat, ist seit
11/91 in der BRD auf dem Markt;
12/92 tauchten bereits die ersten
Missbrauchsfälle im Frühwarnsystem
von Keup auf (11, zit. in 13),
und 1993 wurden Toleranz und
Entzugssymptome beschrieben (21,
zit. in 13). Auch über Nebenwirkungen
in Form von Amnesien und
psychotischen Störungen wurde
wiederholt berichtet (10, 17 und 19,
zit. in 13)
</quote>


hth
Hans