Medizin

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Gottfried Stutz schrieb:
> Peter Zeller schrieb:
> > Du scheinst nicht zu kapieren, dass die Orthomolekularmedizin der
> > gleiche Schwindel ist wie die Hom




On 18 Jan 2007 10:18:35 -0800, "Gottfried Stutz"
wrote:

>M. A. Specka schrieb:
>> Die EU verbietet keine "Orthomolekularmedizin".
>
>Doch, die EU-Richtlinie über NEM verbietet hoch dosierte Vitalstoffe,
>siehe dort.

Wenn Du irgendwelche hochdosierten Chemikalien mit
Orthomolekularmedizin betiteln willst, kannst Du das
gerne tun. In Bezug auf die Richtlinie interessiert das nicht.

>Und in Medikamenten sind Vitalstoffe (falls überhaupt
>drin) eh zu tief dosiert, um als Orthomolekularmed. durchzugehen.
>Dafür sorgt schon die Pharmafia die sie herstellt.

Extrem hochdosierte "Vitalstoffe" fungieren offensichtlich und auch
aus Sicht der Verbreiter als Medikamente, und Medikamente bedürfen
einer Zulassung. Sollte man da eine andere Handhabung durchsetzen,
dann dauert es nicht lang, bis alle anderen Pharmafirmen ebenfalls
eine "Medizin"richtung erfinden, die eine prüfungslose Zulassung
ihrer Medikamente ermöglicht. Dann werden neue Opiate halt
Orthosomatische Analgetika...

Gruss

Michael

--
http://www.bildblog.de


M. A. Specka schrieb:
> >> Die EU verbietet keine "Orthomolekularmedizin".
> >
> >Doch, die EU-Richtlinie


On 19 Jan 2007 05:11:57 -0800, "Gottfried Stutz"
wrote:

>Ich sagte Vitalstoffe, nicht Chemikalien. Wenn Dir die Definition von
>Ortho.med. nicht klar ist, schau einfach nach. Es geht um essentielle
>Stoffe, die im Körper natürlich vorkommen, aber halt defizient sind,
>also aufgefüllt werden müssen.

Wie man diese Stoffe zur Vermarktung etikettiert, ist mir wie gesagt
gleich. Es werden z.T. unnatürlich hohe Mengen chemischer Substanzen
verabreicht, und dies offenbar zu Heilzwecken. Für so etwas gibt es
Zualssungsrichtlinien.

>> Extrem hochdosierte "Vitalstoffe" fungieren offensichtlich und auch
>> aus Sicht der Verbreiter als Medikamente, und Medikamente bedürfen
>> einer Zulassung.
>
>Nicht extrem hochdosierte, sondern einfach dem natürlichen Bedarf
>entsprechend. Nur wenn schon ein grosses Defizit durch jahrelange
>Unterversorgung besteht, was ja bei praktisch allen heutigen Menschen
>zutrifft, dann muss während der Therapie eine höhere als die normale
>Tagesdosis genommen werden.

Was "natürlicher Bedarf" ist, ist also offensichtlich beliebig
auslegbar. Wenn es um Stoffe geht, die der menschliche Körper
nicht selbst, oder in der empfohlenen Menge nicht selbst produziert,
und auch unter normalen Umständen nicht in dieser Menge mit der
Nahrung zu sich nimmt, dann sollte untersucht sein, ob das a)
risikolos geschieht und b) etwas nützt. Ob ein Pharmahersteller
seine Produkte nun "Vitalstoffe" nennt und als "natürlich"
vermarktet, ist nicht ausschlaggebend.

>> Sollte man da eine andere Handhabung durchsetzen,
>> dann dauert es nicht lang, bis alle anderen Pharmafirmen ebenfalls
>> eine "Medizin"richtung erfinden, die eine prüfungslose Zulassung
>> ihrer Medikamente ermöglicht. Dann werden neue Opiate halt
>> Orthosomatische Analgetika...
>
>Unsinniger Vergleich, da es dort eben nicht um natürliche
>Körpersubstanzen in natürlichen Dosen geht.

Du hast doch selbst gesagt, die Dosen sind nicht natürlich.
Und was die Substanzetikettierung angeht, Opiate ebenfalls
"natürlich"und werden vom Körper soar selbst hergestellt.

Was "natürlich" und "unnatürlich" ist, das ist offenbar
Auffassungssache, oder auch eine der weltanschaulichen
und/oder ökonomischen Interessen. Für ein Zulassungsprocedere
sind solche Etikettierungen wenig geeignet. Allein schon an alles,
was auf Basis von natürlich vorkommenden Substanzen entwickelt
wurde, oder körpereigene Stoffe nachahmt, könnte die Pharmawerbung
ebenfalls ein "natürlich" heften, seien es opiathaltige Schmerzmittel,
Penicilin, Aspirin oder was immer.

Wenn es also die übrigen Pharmaherstellerr zum Anlass nehmen
dürften, zukünftig Zulassungen zu unterlaufen, weil das
die"Vitalstoff"-Pharmazeuten das so schön vorexerziert haben,
dass man seine Pillen nur als "natürlich" zu etikettieren braucht,
würde die Sache interessant.

Gruss

Michael
--
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M. A. Specka schrieb:
> >Ich sagte Vitalstoffe, nicht Chemikalien. Wenn Dir die Definition von
> >Ortho.med. nicht klar ist, schau einfach nach. Es geht um essentielle
> >Stoffe, die im K


Gottfried Stutz:

> Ich würde es sehr begrüssen, wenn die Pharmakonzerne auf Vitalstoffe
> umsatteln würden,

Dann begrüße mal:
http://www.boehringer-ingelheim.de/produkte/selbstmedikation/mineralstoffmangel/frubiase.jsp

> aber das werden sie aus den obengenannten Gründen
> leider nicht tun -- im Gegenteil, sie verbieten via EU-Richtlinie
> immer mehr Vitalstoffpräparate von kleinen unabhängigen Herstellern!
> 8-(

http://europa.eu.int/eur-lex/pri/de/oj/dat/2002/l 183/l 18320020712de00510057.pdf
In welchem Artikel werden die kleinen Hersteller von Pharmakonzernen
ausgegrenzt? Bitte Butter bei die Fische.

hpm


X-No-archive: Yes

Gottfried Stutz schrieb:


> Komisch, warum gibt es keine Zulassungsrichtlinien f


Winfried schrieb:
> > Komisch, warum gibt es keine Zulassungsrichtlinien f