Medizin

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quoting Richard Klingenberg:
> Letzte Woche hatte ich dann ungefähr dreimal irgendwelche Blutgerinsel
> (ich finde kein besseres Wort dafür)

Heißt das, dass das Blut schon geronnen war?

> auf dem Stuhl und frisches Blut auf
> dem Klopapier (1¤ Stück groß), welches mit einem Wisch weg war.
>
> Ist es angebracht, nun gleich wieder eine Darmspiegelung machen zu lassen?

Nein. Wenn das Blut rot und frisch ist, dann warte mal bis zum
Wochenende. Sollte sich das Problem bis dahin erledigt haben, waren es
nur die Hämorrhoiden.
Oder schlägt (D)ein Arzt eine Spiegelung vor?

Roland




Hallo Richard,

ich kenne nun die anderen Antworten nicht, aber nur kurz, wenn das rotes
Blut ist, wird es doch höchstwahrscheinlich doch von Hamorhoiden
herrühren. Gefährlich wird es, wenn der Stuhl schwarz wird. Also Blut
aus dem Darm. Trotzdem ist eine Klärng angesagt.

Gruß und gute Besserung
F.Klesch

Richard Klingenberg schrieb:
> Hallo,
>
> ich bin männlich und 25 Jahre jung. Vor rund drei (?) Jahren, habe ich
> einen Ärzte-Marathon wegen Magen-/ Darmproblemen hinter mich bringen
> müssen: Höhepunkte davon war unter anderem eine Proktoskopie *und* eine
> Darmspiegelung.
> Herausgekommen ist gar nichts, außer leichten Hämorrhoiden oder irgend
> so was (musste noch nicht mal behandelt werden).
> Ferner bin ich noch Fruktoseintolerant, aber das scheint irgendwie fast
> jeder zu sein, ohne es zu wissen. ;-)
>
> Letzte Woche hatte ich dann ungefähr dreimal irgendwelche Blutgerinsel
> (ich finde kein besseres Wort dafür) auf dem Stuhl und frisches Blut auf
> dem Klopapier (1¤ Stück groß), welches mit einem Wisch weg war.
>
> Ist es angebracht, nun gleich wieder eine Darmspiegelung machen zu lassen?
>
> Vielen Dank im Voraus
> Richard Klingenberg


[Blut im Stuhl] - sofort zur Spiegelung?

Author: Richard Klingenberg

Roland K!pp schrieb:
> Oder schlägt (D)ein Arzt eine Spiegelung vor?

De facto. Er geht sogar so weit, dass bei einer Blutung in diesem
Bereich *immer* gespiegelt werden sollte, wenn man 100% Sicherheit haben
will.


Richard Klingenberg schrieb:

>Roland K!pp schrieb:
>> Oder schlägt (D)ein Arzt eine Spiegelung vor?
>
>De facto. Er geht sogar so weit, dass bei einer Blutung in diesem
>Bereich *immer* gespiegelt werden sollte, wenn man 100% Sicherheit haben
>will.


Hallo Richard,

ich denke dein Arzt empfiehlt dir hier genau das, was derzeit eben von
den meisten als angemessenes Vorgehen angesehen wird.
Die Begründung warum man eine Blutung nicht ohne weitere Abklärung auf
die Hämorrhoiden schieben sollte ist einfach die sehr hohe Inzidenz in
der sie auftreten. Da ca. 50% unserer Bevölkerung unter Hämorrhoiden
leiden, würde doch sehr viel übersehen werden wenn jeden Blutung damit
erklärt würde.
Und wo das Blut herkommt kann dir eben rein vom Stuhl her niemand
sagen. Auch die beurteilung der Farbe bringt hier keine Sicherheit.

Gruß David


[Blut im Stuhl] - sofort zur Spiegelung?

Author: Richard Klingenberg

David schrieb:
> ich denke dein Arzt empfiehlt dir hier genau das, was derzeit eben von
> den meisten als angemessenes Vorgehen angesehen wird.

Aber doch nicht, wenn ich 25 bin und die letzte Darmspiegelung mit 22
gemacht wurde!
Ich befürchte bisweilen, dass die Ärzte sich da auch selbst ein Stück
Weit absichern wollen.


Richard Klingenberg wrote:
> David schrieb:
>
>> ich denke dein Arzt empfiehlt dir hier genau das, was derzeit eben von
>> den meisten als angemessenes Vorgehen angesehen wird.
>
> Aber doch nicht, wenn ich 25 bin und die letzte Darmspiegelung mit 22
> gemacht wurde!

Bei entsprechenden Risikopatienten werden die Darmspiegelungen mitunter
sogar jährlich gemacht. Mit gutem Grund. Lies Dich mal ein wenig in die
Diagnostik und das Verhalten eines Rektum- bzw Darmkarzinoms, bzw HNPCC
und Co. ein. Dann wirst Du den Sinn vielleicht verstehen. Deine
individuelle Situation kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

Gruß,

Mareike


Andre wrote:

> Kein grund zur Sorge. Nur wenn das Blut im Stuhl alt ( dunkler) ist,
> dann kommt es aus dem Inneren.
> Dann sollte man was tun.

Diese Behauptung ist medizinisch gesehen vollkommener Schwachsinn,
völlig falsch und potentiell gefährlich.

Gruß,

Mareike


Mareike Ziegler schrieb:

> Bei entsprechenden Risikopatienten werden die Darmspiegelungen mitunter
> sogar jährlich gemacht. Mit gutem Grund. Lies Dich mal ein wenig in die
> Diagnostik und das Verhalten eines Rektum- bzw Darmkarzinoms, bzw HNPCC
> und Co. ein. Dann wirst Du den Sinn vielleicht verstehen. Deine
> individuelle Situation kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

Gemacht wird dies, ja. Die Evidenz dafür ist aber sehr dünn - z. B. bei
der Colitis ulcerosa. Alle machen es so, aber es gibt eigentlich keine
Daten, die zeigen, dass dies auch sinnvoll ist. Nach Polypektomie ist
eine Kontrolle früher als nach 3 Jahren ebenfalls nicht sinnvoll -
darüber ist vor 2-3 Jahren eine größere Studie erschienen. Kontrolle
nach 3 Jahren reicht, war die Quintessenz. Wenn hingegen ein
Normalbefund vorlag, genügt ja i. d. R. eine Kontrolle nach 10 Jahren,
da die Adenom-Karzinom-Sequenz so langwierig ist, dass sich innerhalb
von 10 Jahren üblicherweise aus dem "Nichts" kein größeres Karzinom
entwickelt.

Was davon auf den OP genau zutrifft, kann man natürlich nicht mittels
Ferndiagnose ermitteln. Ich kann diesem daher nur empfehlen, eine zweite
Meinung einzuholen, falls er dem Rat seines Arztes nicht traut.