Hallo,
Eines Morgens hatte ich im oberem Hauptgekenk des linken Daumens
Schmerzen, welche beim Biegen auftraten.
Ich dachte es wäre vieleicht eine Verkrampfung durch irgend einenen Traum
Doch seither knacht es immer und der daumern macht keine " fiessende
"
Bewegung mehr möglich.
Entweder er ist um 45 grad bebeugt, und wenn ich ihn gerade machen will
springt er regelrecht hin, und das ist mit bis jetzt noch kleinen Schmerzen
verbunden.
Kennt einer das von Euch, oder sollte ich damit besser zu einem Ortophäden
gehen
Danke für eine Antwort,
Alphonse
---
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Medizin
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"Alphonse" schrieb:
>Entweder er ist um 45 grad bebeugt, und wenn ich ihn gerade machen will
>springt er regelrecht hin, und das ist mit bis jetzt noch kleinen Schmerzen
>verbunden.
Hallo!
Das was Du beschreibst ist ein ganz typischer "schnellender Daumen".
Tante Guhgel wirft Dir auf schnellender Finger rund 10000 Hits aus.
Sowas geht nicht von selber weg, auch medikamentöse Behandlung ist
aussichtslos. Einzige Variante ist: vom Hausarzt zum Handchirurgen
überweisen lassen.
Der Eingriff dauert (bei uns) dreissig Minuten und wird ambulant in
Regionalanästhesie gemacht. D.h. der gesamte Unterarm und Hand sind
für eine Stunde gefühllos. Man wird IMHO für 14 Tage
krankgeschrieben.
Was Du als Ruck spürst ist der Durchtritt einer knapp erbsgrossen
Verdickung an der Beugesehne durch eins der Ringbänder am Daumen.
Diesen Knubbel kann man mit Skalpell oder Laser von der Sehne
abpräparieren. Dann hat sie wieder einen einheitlichen Durchmesser und
ruckelt nicht mehr.
Unbehandelt hat der "Digitus recellens" die Tendenz schlimmer zu
werden. Das kann bis zur Gebrauchsunfähigkeit des Daumens führen.
Für gewöhnlich ist es mit der OP gut, kommt auch nicht wieder.
servus
robby
--
Der Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, sie glaube,
dass die Welt mit ihr erst anfange. Aber das Alter glaubt noch öfter,
dass mit ihm die Welt aufhöre. (Hebbel)
"Robert Kunz" schrieb im Newsbeitrag
news:s8n2g21297gqpb28gdp9s5k4io2um2018m@4ax.com...
> "Alphonse" schrieb:
>
> Das was Du beschreibst ist ein ganz typischer "schnellender
Daumen".
> Tante Guhgel wirft Dir auf schnellender Finger rund 10000 Hits aus.
>
> Sowas geht nicht von selber weg, auch medikamentöse Behandlung ist
> aussichtslos. Einzige Variante ist: vom Hausarzt zum Handchirurgen
> überweisen lassen.
> Der Eingriff dauert (bei uns) dreissig Minuten und wird ambulant in
> Regionalanästhesie gemacht. D.h. der gesamte Unterarm und Hand sind
> für eine Stunde gefühllos. Man wird IMHO für 14 Tage
krankgeschrieben.
>
Hallo Robert,
ich hänge mich hier mal mit rein und frage an, bei welchem INR Wert geht
Ihr denn ran?
Bei mit ist es der kleine Finger und mitunter auch der Mittelfinger.
Ich habe ein Gruppenmitglied, der seit der Handop. im Rollstuhl ist,
weil vermutlich nicht auf Nebenwirkungen in Sachen örtl. Betaeubung
geachtet wurde. Derz. läuft die Sache vor Gericht!
Empfehlung möglich im Grossraum Nürnberg?
Danke für ggf. hilfreiche Zeilen und Zeitspende.
---
Gute Zeit wuenscht,
R. Stark v. d. Selbsthilfegruppe f. Patienten mit kstl. Herzklappen
http://www.herzklappen-shg.de/
"Rudolf Stark" schrieb:
>>[schnellender Finger Operation]
>Hallo Robert,
>
>ich hänge mich hier mal mit rein und frage an, bei welchem INR Wert
geht
>Ihr denn ran?
Hallo Rudolf,
weil es ein gut komprimierbares Körperteil ist muss man nicht mit
Verblutungskomplikationen rechnen. Wir würden bei INR 2,5 (oder Quick
um 30%) sowas in Regionalanästhesie schon operieren.
Will der Patiente unbedingt eine Vollnarkose dann würden wir (wegen
der Rachenschleimhaut... auf ein INR von 1,7 zielen.
>Bei mit ist es der kleine Finger und mitunter auch der Mittelfinger.
Du bist aber sicher, dass es keine Dupuytrensche Kontraktur ist/wird?
Ich frag nur wegen der eigentlich dafür typischen Lokalisation.
>Ich habe ein Gruppenmitglied, der seit der Handop. im Rollstuhl ist,
>weil vermutlich nicht auf Nebenwirkungen in Sachen örtl. Betaeubung
>geachtet wurde. Derz. läuft die Sache vor Gericht!
Ach du Sch****e! Da müssen aber reichlich Faktoren zusammenkommen. Der
Eingriff und die dazu notwendige intravenöse Regionalanästhesie nach
Bier sind nämlich wirklich sehr einfach. Das ist der Grund, warum das
praktisch immer ambulant gemacht wird.
Ich nehme Prilocain 1% und davon etwa 40 bis 50 ml je nach Volumen des
Armes. Das kann auch bei relativ früher Öffnung der Doppelmanschette
keinen Ärger verursachen.
Ganz ganz ganz vorsichtige Naturen verwenden hier das etwas teurere
Ropvacain.
>Empfehlung möglich im Grossraum Nürnberg?
Sorry weiss keinen dort.
Meine Bitte: nicht zu lange mit der Vorstellung beim Handchirurgen
warten. Je kleiner man den Eingriff machen kann umso schöner ist das
kometische auber auch das funktionelle Ergebnis.
servus
robby
--
Ich messe die Verwirrtheit eines Weltbildes an der Größe der
Verschwörung, die es zu seiner Stimmigkeit unterstellt.
(Norbert Dragon in de.sci.physik)