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Haut-Problem, die Dritte

Author: Elcaro Nosille

Ich hatte ja hier schon mal von meinem Hautproblem berichtet. Und zwar habe
ich chronischen Juckreiz (Pruritus) an Brust, Rücken und am Kopf sowie einen
Brennschmerz im Gesicht.
Das Juckreiz-Problem habe ich bereits auf eine mögliche Ursache eingeschränkt.
Ich hatte drei Tage lang einfach nichts gegessen und dann wars komplett auf
Null zurückgegangen. Das hat mich zu der Idee gebracht, daß das auf eine Nah-
rungsmittel-Allergie oder -Unverträglichkeit zurückgeht. Nur hat sich heraus-
gestellt, daß einfach zu viele Dinge diesen Juckreiz provozieren, z.B. weißer
Reis, der allenthalben in Ditätrichtlinien als unbedenklich gilt. Dies brachte
mich auf die Idee, daß ein generelles Magen- und/oder Darmproblem die Ursache
ist.
Bei einer zweiten Diät habe ich nur wenige Dinge wie Kartoffeln, Dinkelbrot,
Putenbrust etc gegessen. Dadurch hielt sich das Juckreiz-Probem auf niedrigem
Niveau. Als ich dann von dieser eingschränkten Ernährung die Schnautze voll
hatte, da aß ich ein paar Würstchen mit scharfem Senf und wunderte mich kurz
danach, daß der Juckreiz zurückging! Eine halbe Stunde später rührte ich mir
zwei Löffel Senf in ein Glas kaltes Wasser und spülte dies dann runter. Das
Resultat war, daß der Juckreiz nur noch ganz schwach war und am nächsten Mor-
gen als ich aufwachte war da garkein Juckreiz mehr. Der Juckreiz kam zwar im
Tagesverlauf schwach wieder, aber ich war mehrfach reproduzierbar in der Lage
das mit einem Glas "Senfwasser" (schmeckt abartig) so weit zurückzufahren,
daß es sich nicht dauernd ins Bewusstsein rückte.
Ich denke ich kann annehmen, daß das Juckreiz-Problem wirklich auf ein
Magenproblem zurückgeht. Nur was verursacht der Senf im Magen? Und gibt es
vielleicht Stoffe (gar Medikamente) die einen ähnlichen Effekt dort im Magen
haben und und die man mal testweise einnehmen könnte um einen spezifischen
Effekt zu verifizieren und daraus eine Ursache zu schließen?

Und in Sachen des Brennschmerzes im Gesicht hab ich auch noch einige
Erfahrungen gemacht:
Meine Neurologin hat mir mal Clomipramin verschrieben, das ist eigentlich
ein Antidepressivum, aber auch ein potentes Schmerzmittel. Damit waren die
Brennschmerz-Beschwerden komplett weg und der psychotrope Haupteffekt war
auch tragbar; ich hatte sogar Energie um 16h am Stück zu arbeiten ohne ab-
zubauen. Nur führte das Zeug zu einem derartigen Hitzestau, daß ich mich
dauernd wie in der Sauna fühlte und an das Radfahren war garnicht mehr zu
denken weil ich alle drei Kilometer mein T-Shirt hätte auswringen können
(bin dann selbst für den kleinsten Furz nur noch Auto gefahren). Meine
Neurologin verschrieb mir noch für eine kurze Zeit Tilidin, ein Opioid
mit 2 * 100mg pro Tag. Damit waren die Brennschmerzen weg; ich hatte nur
noch so Nadelstich-artige Empfindungen auf der rechten Wange wenn ich
Stress hatte. Sie sagte mir noch, daß diese Empfindungen in dem Gebiet
liegt der vom Trigeminus-Nerv abgedeckt wird. Sie meinte zu mir, daß
sie mir das Tilidin nicht auf Dauer verschreiben könne weil ich sonst
noch ein Opiat-Problem hätte.
Weil ich wusste, daß körperliche Anstrengung die Symptomatik für eine
gewisse Zeit zurückgehen lässt hab ich mich noch in einem Fitness-Studio
angemeldet (McFit - kann ich nur empfehlen). Dort laufe ich jeden Tag unter
anderem sieben bis zehn km auf dem Band. Der Brennschmerz geht dadurch für
vier bis sechs Stunden deutlich zurück. Beim Laufen werde ich schon noch
bleiben, aber die Wirkung reicht eben nicht aus um mich Beschwerden-frei
durch den Tag kommen zu lassen.
Ich rief hier beim medizinischen Dienst der AOK an und wurde dort mit einer
Ärztin verbunden die auch eine Ausbildung zut Schmerztherapeutin hat. Die
meinte, daß das Tilidin ein schwaches Opioid ist und daß man das schon auf
Dauer nehmen kann (Toleranz-Entwicklungen seien bei retardierten Opioiden
sehr selten), das man aber eben davon garantiert süchtig wird. Hat hier
einer Erfahrungen mit der Dauer-Einnahme eines retardierten Opioids wie
Tilidin (oder Tramadol ö.Ä.) und kann das belegen?




Haut-Problem, die Dritte

Author: "Peter Stein"

Elcaro Nosille wrote:
[ ]
> Ich rief hier beim medizinischen Dienst der AOK an und wurde dort mit
> einer


Haut-Problem, die Dritte

Author: Elcaro Nosille

> Hallo Elcarro,
> Tilidin ist Betäubungsmittel-pflichtig und macht in der
> richtigen Dosis ganz bestimmt süchtig. Ist sehr lecker.

Es gibt aber noch Opioid-Pflaster wie Transtec. Da ist ein sehr
viel potenteres Opioid drin und es macht dadurch, daß es den
Wirkstoff konstant in kleinen Dosen abgibt überhauptnicht süchtig.


Haut-Problem, die Dritte

Author: Ralf Hansert

On Wed, 14 Jun 2006 11:20:08 +0200, "Peter Stein"
wrote:

>Elcaro Nosille wrote:
>[ ]
>> Ich rief hier beim medizinischen Dienst der AOK an und wurde dort mit
>> einer Ärztin verbunden die auch eine Ausbildung zut
>> Schmerztherapeutin hat. Die meinte, daß das Tilidin ein schwaches
>> Opioid ist und daß man das schon auf Dauer nehmen kann
>> (Toleranz-Entwicklungen seien bei retardierten Opioiden sehr selten),
>> das man aber eben davon garantiert süchtig wird. Hat hier
>> einer Erfahrungen mit der Dauer-Einnahme eines retardierten Opioids
>> wie Tilidin (oder Tramadol ö.Ä.) und kann das belegen?
>
>Hallo Elcarro,
>
>Tilidin ist Betäubungsmittel-pflichtig und macht in der richtigen Dosis
>ganz bestimmt süchtig. Ist sehr lecker.
>
>Schaust Du hier:
>
>Tilidin - Wikipedia
>http://de.wikipedia.org/wiki/Tilidin
>
>mfg PS

Hallo Elcaro,

Der Begriff "Sucht" wird von manchen schnell in den Mund genommen,
wenn es um Opioide geht. Dabei werden oft Absetzsymptome bei
plötzlichem Absetzen des Medikamentes mit einer "Sucht" gleichgesetzt
und der Patient mit dem Drogenabhähgigen in einen Topf geworfen.
Der o.a. wikipedia-Artikel spricht von einem "Abhängigkeitspotential"
oder von Missbrauch. Solange man das Medikament aber nach Vorschrift
einnimmt, findet kein Missbrauch statt.

[zitat aus o.a. Quelle]
Opioide sind überdies generell recht verträglich und belasten die
Organe im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln wenig.
[/zitat]

Und selbst falls eine Abhängigkeit auftritt, was solls, solange es
gut wirkt und die chronischen Schmerzen im Zaun gehalten werden?

Wenn es an der Zeit ist, das Medikament abzusetzen oder zu reduzieren,
dann sollte man sich dabei Zeit lassen und so langsam das Medikament
absetzen, dass eventuelle Absetzsymptome erträglich bleiben oder nicht
auftreten.
Solange man sich an die Regeln hält und "vernünftig" bleibt (kein
Alkohol) sehe ich da kein Problem.

Gruss - Ralf


Haut-Problem, die Dritte

Author: "Otto"

Hallo Elcaro,

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