Hallo,
meine Schwägerin (68) ist kurzsichtig und hat Probleme mit Brillen.
Sie braucht im Nahbereich keine Korrektur, tut sich aber sehr schwer
mit Gleitsichtbrillen.
Nun überlegt sie sich eine Laserkorrektur.
Wie sind hierbei die Erfahrungen und wie hoch ist ein Risiko
einzuschätzen?
Danke für Infos, evtl. zu Quellen.
Gruß, Horst
--
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Medizin
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Horst Stolz schrieb am 10 Apr
2006:
> Nun überlegt sie sich eine Laserkorrektur.
> Wie sind hierbei die Erfahrungen und wie hoch ist ein Risiko
> einzuschätzen?
Zum Risiko sollte der Augenarzt aufklären. Erfahrungen reichen von
"supertoll, ich brauch endlich keine Brille mehr" bis "hätt
ichs blos
nicht machen lassen, ist ja schlimmer wie vorher".
Gruß
Uli
--
Bitte das "spam." in der Reply-To beim Antworten
per Mail stehen lassen!
Des passt scho so!
Horst Stolz schrieb:
> meine Schwägerin (68) ist kurzsichtig und hat Probleme mit Brillen.
> Sie braucht im Nahbereich keine Korrektur, tut sich aber sehr schwer
> mit Gleitsichtbrillen.
Dann braucht sie auch keine Gleitsichtbrille, sondern muss ihre Brille
für die Fernkorrektur einfach abnehmen. So mach ich das mit gleichen
"Beschwerden" auch.
> Nun überlegt sie sich eine Laserkorrektur.
> Wie sind hierbei die Erfahrungen und wie hoch ist ein Risiko
> einzuschätzen?
Generell sind die Erfahrungen gut und das Risiko gering. Wenn aber ein
myoper und presbyoper Mensch mit 68 Jahren bei einem refraktiven
Chirurgen aufkreuzt, wird dieser, sofern er kein Scharlatan ist, einige
Punkte genau hinterfragen:
- Wie lebt dieser Mensch, was tut der den lieben langen Tag, und wird er
damit glücklicher werden, auf die Ferne gut zu sehen und auf die
Nähe
nicht mehr? Leute, die sich schwerpunktmäßig mit
Beschäftigungen in
der Nähe befassen, sind nicht unbedingt glücklicher, wenn sie nach
einem refraktiv-chirurgischen Eingriff dabei eine Lesebrille tragen
müssen, wenn sie das vorher nicht mussten.
- In welchem Zustand befinden sich die Linsen der Augen? Wieweit ist
ggf. eine altersbedingte Katarakt (Trübung der Augenlinse) schon
fortgeschritten oder in Kürze zu erwarten? In diesem Fall lässt man
nämlich ggf. lieber erstmal die Finger von einer Laser-OP, sondern
macht sich gleich an ein linsenchirurgisches Verfahren (Austausch der
körpereigenen Linse durch ein Kunststoffimplantat), was bei
Fortschreiten einer vielleicht schon entstehenden Trübung ohnehin
früher oder später fällig würde.
- Könnte die Patientin mit einer sogenannten Monovision gut
zurechtkommen? Darunter versteht man, dass bei einer Sehkorrektur bei
schon fortgeschrittener Presbyopie ein Auge unterkorrigiert wird, so
dass der Patient postoperativ ohne Sehhilfe im Nahbereich monokular
gut sehen kann. (Ich könnts nicht haben, aber manche stehen drauf.)
Alles in allem hilft nur ein ausführlicher Beratungstermin bei einem
guten Augen-Vorderabschnitts-Chirurgen, der die Kararakt- und refraktive
Chirurgie beherrscht und vorurteilsfrei und patientenorientiert berät.
Vom Besuch eines "Nur-Laser-Zentrums" würde ich in diesem Fall
abraten,
da Alternativen dort u. U. nicht geboten werden können und die Beratung
deshalb bei einigen schon einmal etwas einseitig zugunsten den dort
angebotenen Verfahrens ausfallen kann.
Jens, kein (Augen-) Arzt, aber seit vielen Jahren beruflich mit diesen
Themen befasst
Horst Stolz schrieb:
> meine Schwägerin (68) ist kurzsichtig und hat Probleme mit Brillen.
> Sie braucht im Nahbereich keine Korrektur, tut sich aber sehr schwer
> mit Gleitsichtbrillen.
Dann braucht sie auch keine Gleitsichtbrille, sondern muss ihre Brille
für die Nahkorrektur einfach abnehmen. So mach ich das mit gleichen
"Beschwerden" auch.
> Nun überlegt sie sich eine Laserkorrektur.
> Wie sind hierbei die Erfahrungen und wie hoch ist ein Risiko
> einzuschätzen?
Generell sind die Erfahrungen gut und das Risiko gering. Wenn aber ein
myoper und presbyoper Mensch mit 68 Jahren bei einem refraktiven
Chirurgen aufkreuzt, wird dieser, sofern er kein Scharlatan ist, einige
Punkte genau hinterfragen:
- Wie lebt dieser Mensch, was tut der den lieben langen Tag, und wird er
damit glücklicher werden, auf die Ferne gut zu sehen und auf die
Nähe
nicht mehr? Leute, die sich schwerpunktmäßig mit
Beschäftigungen in
der Nähe befassen, sind nicht unbedingt glücklicher, wenn sie nach
einem refraktiv-chirurgischen Eingriff dabei eine Lesebrille tragen
müssen, wenn sie das vorher nicht mussten.
- In welchem Zustand befinden sich die Linsen der Augen? Wieweit ist
ggf. eine altersbedingte Katarakt (Trübung der Augenlinse) schon
fortgeschritten oder in Kürze zu erwarten? In diesem Fall lässt man
nämlich ggf. lieber erstmal die Finger von einer Laser-OP, sondern
macht sich gleich an ein linsenchirurgisches Verfahren (Austausch der
körpereigenen Linse durch ein Kunststoffimplantat), was bei
Fortschreiten einer vielleicht schon entstehenden Trübung ohnehin
früher oder später fällig würde.
- Könnte die Patientin mit einer sogenannten Monovision gut
zurechtkommen? Darunter versteht man, dass bei einer Sehkorrektur bei
schon fortgeschrittener Presbyopie ein Auge unterkorrigiert wird, so
dass der Patient postoperativ ohne Sehhilfe im Nahbereich monokular
gut sehen kann. (Ich könnts nicht haben, aber manche stehen drauf.)
Alles in allem hilft nur ein ausführlicher Beratungstermin bei einem
guten Augen-Vorderabschnitts-Chirurgen, der die Kararakt- und refraktive
Chirurgie beherrscht und vorurteilsfrei und patientenorientiert berät.
Vom Besuch eines "Nur-Laser-Zentrums" würde ich in diesem Fall
abraten,
da Alternativen dort u. U. nicht geboten werden können und die Beratung
deshalb bei einigen schon einmal etwas einseitig zugunsten den dort
angebotenen Verfahrens ausfallen kann.
Jens, kein (Augen-) Arzt, aber seit vielen Jahren beruflich mit diesen
Themen befasst
Jens Arne Maennig schrieb:
Danke Ulrich und Jens. Ich werde es weitergeben.
Gruß, Horst
--
Bitte für Email nur die (selbstverständlich gültige)Replyadresse
verwenden.
Ebenfalls existierende Absenderadresse wird nicht regelmäßig
ausgelesen.
Horst Stolz wrote:
> Danke für Infos, evtl. zu Quellen.
Die Fachleute sind eher hier: de.alt.augenoptik
--
Man kann sogar die Vergangenheit verändern.
Die Historiker beweisen es uns immer wieder.
Jean-Paul Sartre
Karl-Heinz Gatzig schrieb:
> Die Fachleute sind eher hier: de.alt.augenoptik
Scheinbar nur noch sehr selten. Die Gruppe siecht mit Minimalbeteiligung
vor sich hin. Dann noch lieber bei Foren wie dem des VSDAR
(http://www.vsdar.de/forum/index.html) oder dem des Operation
Auge e. V.
(http://www.surgicaleyes.de/phpBB2/index.php). Es empfiehlt
sich
allerdings, diese Foren mir relativ großer Distanz zu lesen und sich
stets zu vergegenwärtigen, dass auch mit großem Enthusiasmus und
häufig
vorgetragene Meinungen nicht unbedingt der Realität entsprechen
müssen.
Jens
Hallo,
"Jens Arne Maennig" schrieb:
>> Die Fachleute sind eher hier: de.alt.augenoptik
>
> Scheinbar nur noch sehr selten. Die Gruppe siecht mit Minimalbeteiligung
> vor sich hin.
Könnte daran liegen, dass die Fragen immer erst in de.sci-medizin.misc
gestellt werden. ;)
Gruß Sonja