hallo,
ich hoffe dass ich hier richtig bin und etwas rat bekomme.
seit ca. 2 wochen habe ich ein seltsames ph
Medizin
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Hallo Hibou,
hibou@gmx.net wrote:
(...)
> was soll ich also tun, noch eine weile abwarten, ob es wieder
> verschwindet, oder zum doc? zu welchem, hausarzt, neurologe oder
> orthopäde?
Ein Neurologe wäre für dieses Problem der richtige Ansprechpartner.
Entweder direkt mit dem Neurologen einen Termin ausmachen oder zuerst
zum Hausarzt für eine Überweisung.
Da dieses Problem Dich spürbar beeinträchtigt, würde ich nicht
lange
abwarten, sondern gleich einen Termin vereinbaren. Abgesehen davon haben
Neurologen oftmals eine lange Warteliste von mehreren Wochen und Du
musst meist ohnehin warten (absagen kannst Du immer noch). Aus der Ferne
kann ich Dein Problem nicht beurteilen, es klingt auf den ersten Blick
jedoch nicht akut. Aber falls Du zusätzlich hohes Fieber bekommst oder
merkliche Ausfallserscheinungen bzw Sensibilitätsstörungen an den
Beinen
auftreten, solltest Du Dich gleich in der nächstgelegenen Neurologischen
Ambulanz melden.
Mal aus Interesse: Warum wurden bei Dir kürzlich "ein paar"
Lumbalpunktionen gemacht? Bist Du eigentlich Diabetiker? Wurde bei Dir
schon einmal ein Blutzuckertagesprofil erstellt? Falls Du Dich in
irgendeiner Weise einseitig ernährst oder Verdauungsprobleme hast:
Versuchs zusätzlich mal mit Vitamin-Tabletten aus Drogerie oder Apotheke
und achte in den kommenden Wochen vor allem auch auf eine ausreichende
Versorgung mit den Vitaminen B1,B6,B12,Folsäure und Vit E. (kannst Dich
ggf. in der Apotheke zu den verfügbaren Präparaten beraten lassen).
Gute Besserung,
Mareike
Hallo Hibou,
danke für Deine genaueren Ausführungen. Um nochmals Deine
Anfangsfrage
aufzugreifen: Bei dieser Symptomkonstellation solltest Du meiner Ansicht
nach auf jeden Fall demnächst einen Neurologen aufsuchen oder Dich zu
einem solchen überweisen lassen.
Ich glaube auch nicht, daß die Lumbalpunktion selbst Deine
Kribbelsymptomatik ausgelöst hat. Deine Krankheitsgeschichte
"riecht"
für mich eher ein bischen nach einer entzündlichen
Autoimmunerkrankung
des Nervensystems, dazu würde auch das Kribbeln in den Beinen beim
Beugen des Kopfes und die Leukozytose passen. Aber aus der Ferne kann
ich dies ohnehin nicht entscheiden und ich mag mit meiner Vermutung auch
völlig falsch liegen, daher solltest Du Dich jetzt nicht allzusehr
beunruhigen. Warum ich Dir dies überhaupt schreibe liegt daran, daß
man
eine solche Autoimmunerkrankung mittlerweile sehr gut behandeln kann,
wenn man sie rechtzeitig (!) entdeckt und das ist der springende Punkt.
Solltest Du tatsächlich an so etwas leiden, ist es wichtig dies
frühzeitig festzustellen, denn dann kann man idR das weitere
Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig stoppen oder zumindest stark
verlangsamen. Die Diagnostik einer solchen Erkrankung fällt in das
typische Aufgabengebiet eines Neurologen. Da für eine sichere Diagnostik
auch eine Kernspinaufnahme Deines Kopfes und meist auch eine
Nervenleitgeschwindigkeitsmessung und ein EEG angefertigt wird, was
einigen apparativen Aufwand bedingt, der meist nur in Krankenhäusern
vorhanden ist, kannst Du Dich von Deinem Hausarzt auch direkt an die
neurologische Ambulanz eines Krankenhauses überweisen lassen. Dies
würde
ich Dir fast empfehlen, denn im Falle eines Falles könntest Du dann dort
auch gleich die notwendige Behandlung erhalten, die vermutlich wieder
eine relativ unspektakuläre, kurze, intravenöse Cortisontherapie
über
2-3 Tage wäre (in diesem Fall solltest Du auch Deinen BZ engmaschig
kontrollieren).
Auch wenn ich mit meinen Vermutungen völlig falsch liege, wäre der
Gang
zum Neurologen in Deinem Fall sicherlich eine gute Ideee, denn die dumme
Nebenwirkung eines Diabetes ist nunmal in vielen Fällen auch eine
Empfindungsstörung (Kribbeln, Taubwerden etc.) in den Beinen und daher
solltest Du eine regelmäßige neurologische Untersuchung Deiner
Beinnerven (Stimmgabeltest etc) als Diabetikerin ohnehin anstreben.
Es hat mich gefreut zu lesen, daß Du Dir gerne Gemüse und Obst
kaufst.
Das ist sehr vorbildlich. Ich möchte Dich hier nur kurz darauf
hinweisen, daß viele Vitamine (und darunter fallen unter anderem auch
die B Vitamine und Vit E) weniger im Obst als vielmehr in tierischer
Kost (Fleisch, Eier, etc) oder Nüssen, Kartoffeln etc. enthalten sind.
Es ist also möglich, trotz eines reichhaltigen Obstspeiseplans, einen
Mangel an bestimmten Vitaminen zu haben (strenge Vegetarier sind hier
meist häufiger betroffen). Dies nur am Rande als Info, weil ein Vit B
Mangel gelegentlich auch Mißempfindungen an Händen und
Füßen verursachen
kann.
Ansonsten drücke ich Dir die Daumen für eine möglichst baldige
Besserung
Deiner Symptome
Mareike