Hallo,
schrieb:
> Ich habe gelesen, dass das menschliche Auge in der Lage ist eine
> Winkelminute aufzulösen, also 1mm auf knapp 3,4 Meter.
> Dabei war diese Angabe aber immer auf einen schwarzen Punkt bezogen.
> So wurde gesagt, dass zwei schwarze punkte immer noch als getrennt
> erscheinen, wenn der Abstand zwischen den Punkten nicht weniger als
> eine Winkelminute beträgt.
[...]
> Leider habe ich Biologie in der Schule nach der 11. Klasse abwählen
> müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es mehr Rezeptoren
für
> Helligkeiten im Auge gibt als für Farben.
> Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht heisst das doch, dass
man
> Helligkeiten besser auf Entfernung sehen kann als Fabrne auf gleicher
> Entfernung.
Dann mache ich da mal ein paar Anmerkungen zu Deinem gesamten Posting.
Also das Auge, dass eine Winkelminute auflösen kann, hat einen Visus von
1,0. Das ist aber nicht bei allen Augen so. Es gibt auch Menschen, da ist
der Abstand der Rezeptoren so eng, dass auch kleinere Abstände noch
aufgelöst werden können, dann erreicht der Proband/Mensch auch einen
Visus
von 1,2 oder mehr. (Mail mich ruhig an, wenn Du Formeln zur Visusberechnung,
Sehzeichengröße, etc. haben möchtest, ich such die dann raus.)
Fehlsichtige
erreichen ohne Korrektur zum Teil deutlich schlechtere Werte, mehr möchte
ich dazu nicht ausführen, da das sicher nicht Dein Interessengebiet ist.
Aber zur Verteilung der Rezeptoren auf der Netzhaut: es gibt Zapfen und
Stäbchen. Zapfen sind fürs Farbensehen zuständig und befinden
sich in
größter Dichte in der Netzhautgrube. Dort ist auch der Punkt des
schärfsten
Sehens. Nach außen nimmt die Zapfendichte ab und ist zum Schluss gleich
null. Die Stäbchen sind fürs Schwarz-Weiß-Sehen zuständig.
Sie sind auf der
gesamten Netzhaut zu finden, außer in der Netzhautgrube und im blinden
Fleck
(dort treffen alle Nerven aufeinander und es ist kein Platz mehr für
Rezeptoren). Du hast also völlig recht mit der Erinnerung, dass es mehr
Stäbchen als Zapfen gibt.
Vergiss nur beim Schlussfolgern nicht, dass das Auge ständig in Bewegung
ist
und dass das Gehirn zum Teil auch Farben nach seinem Wissen ergänzt - oder
hast Du nachts schon jemals das Gefühl gehabt, nur SW zu sehen?
So, das habe ich jetzt einfach mal aus dem Kopf ausgebuddelt. Gerne
beantworte ich weitere Fragen, nur es könnte sein, dass ich dazu auch
erstmal nachschlagen muss.
Gruß Sonja
Medizin
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Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
Peter M. Petersen wrote:
> Zum Auflösungsvermögen des menschl. Auges
> eine Beobachtung (wir waren ja alle schon mal oben):
>
> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer
erkennen.
Ja, aber wieviel Pixel hat die denn?
Grüße
Matthias
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
Hi Jens,
danke für die Antwort, aber wie kann ich denn sowas zu meinen
Berechnungen einbauen? Ich wüsste nicht genau, wie ich das
berücksichtigen kann. Ich kann schlecht eine statistische Erhebung durch
Tests machen.
Da ich ja kein Experte bin muss ich mir das Alles erst einmal anschauen.
Aber ich würde dennoch gerne erst das was ich selber herausgefunden habe
bestätigt haben, vor allem ob die Sehschärfe für
Schwarz-Weiß Kontrasten
genau so gilt wie für Farben.
Wenn ich das klar habe, werd ich dann mir Bewegtbilder vornehmen, da ich
gelesen habe, dass das Auge noch schärfer auf Bildänderungen als auf
Standbilder reagiert.
Und erst danach würd ich mich dann an deinen Sonderformen versuchen.
Grüße und Danke,
Andreas
Jens Arne Maennig schrieb:
> hornig-andreas@t-online.de schrieb:
>
>
>>Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und
Farben)?
>
>
> Die Sehleistung eines Menschen wird meist mit so genannten Visustests
> beurteilt, bei denen das kleinste für den Menschen erkennbare Detail
> ermittelt wird, indem er schwarze Buchstaben oder Zeichen auf weißem
> Untergrund liest.
>
> Dies stellt jedoch nur einen kleinen Teilbereich des tatsächlichen
> Sehens dar, da unsere Umwelt nicht nur aus schwarz und weiß, sondern
aus
> einer Fülle von Kontrasten und unterschiedlichen Größen
besteht. Um eine
> breitere Bestimmung der Sehfähigkeit vor diesem Hintergrund zu
> ermöglichen wurden eigentlich erst in den letzten Jahren komplexere
> Diagnosegeräte entwickelt.
>
> Ein Beispiel hierfür ist die so genannte Ginsburg-Box
> (http://www.contrastsensitivity.net/products/cst1800d.html,
benannt nach
> dem amerikanischen Augenarzt Dr. Arthur P. Ginsburg). Der Patient
> betrachtet in der Box helle und dunkle Streifen, die in Kreisen
> unterschiedlich angeordnet sind und deren Ausrichtung er beurteilt.
> Teilweise wird dabei bewusst "störendes" Gegenlicht
eingesetzt, ähnlich
> wie beim nächtlichen Autofahren.
>
> Meistens dürfte es sinnvoll sein, nicht nur den optimal sehenden
> Computernutzer oder Fernsehzuschauer zu betrachen, sondern eine
> möglichst große Bandbreite von Personen mit allen
möglichen
> Seh-Zipperlein auch nicht von der Benutzung auszuschließen.
>
> Mit Horror erinnere ich mich noch daran, als ich einmal eine sehr
> komplexe Vorher-Nachher-Betrachtung in drei Tagen Arbeit farblich
> übersichtlicher gestalten wollte und deshalb in einer Grafik den
> Vorher-Zustand in rot und den Nachher-Zustand in grün dargestellt
habe.
> Der Kunde, Betreiber einer Augenklinik, saß vor mir wie der Ochs
vorm
> Berg und erklärte mir, dass er auf der Grafik gar nichts erkennen
könne,
> weil er unter Rotgrünblindheit leide.
>
> Jens
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)?
(Betrachtungsabstand)
Guten Tag,
ich bin zur Zeit auf der Suche nach Informationen für einen Bericht
zum Betrachtungsabstand zwischen Zuschauer und Fernsehgerät.
Ich habe gelesen, dass das menschliche Auge in der Lage ist eine
Winkelminute aufzulösen, also 1mm auf knapp 3,4 Meter.
Dabei war diese Angabe aber immer auf einen schwarzen Punkt bezogen.
So wurde gesagt, dass zwei schwarze punkte immer noch als getrennt
erscheinen, wenn der Abstand zwischen den Punkten nicht weniger als
eine Winkelminute beträgt.
Leider habe ich Biologie in der Schule nach der 11. Klasse abwählen
müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es mehr Rezeptoren für
Helligkeiten im Auge gibt als für Farben.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht heisst das doch, dass man
Helligkeiten besser auf Entfernung sehen kann als Fabrne auf gleicher
Entfernung.
Und wenn ich dass wieder auf mein Thema bringe heisst das, dass man
mit der einen Winkelminut ebeim Fernseher nicht rechnen darf, weil die
Pixel im Fernseher oder Monitor aus den RGB-Farben, also Rot, Grün und
Blau, zusammengesetzt sind. Somit müsste doch der Betrachtungsabstand
kleiner sein, da auch der Winkel folglich keiner sein muss.
(Wenn man davon mal absieht dass bei reinem Rot, Grün oder Blau der
Pixel anstelle von 3/3 Punkten nur 1/3 der Punkte an sind und dann der
Pixel folglich 1/3 so klein wird mal abgesehen)
Kann mir dazu bitte jemand etwas erzählen, ob meine Vermutungen falsch
oder in Ansätzen richtig sind?
Freue mich über jegliche Antwort!
Einfach hier posten oder auf www.hdtvtotal.de nach einem benutzer -
horn- suchen.
Andreas
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Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
schrieb im Newsbeitrag
news:dj2ivr$uc8$01$1@news.t-online.com...
> Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und
Farben)?
> (Betrachtungsabstand)
>
> Guten Tag,
>
> ich bin zur Zeit auf der Suche nach Informationen für einen Bericht
> zum Betrachtungsabstand zwischen Zuschauer und Fernsehgerät.
>
> Ich habe gelesen, dass das menschliche Auge in der Lage ist eine
> Winkelminute aufzulösen, also 1mm auf knapp 3,4 Meter.
> Dabei war diese Angabe aber immer auf einen schwarzen Punkt bezogen.
> So wurde gesagt, dass zwei schwarze punkte immer noch als getrennt
> erscheinen, wenn der Abstand zwischen den Punkten nicht weniger als
> eine Winkelminute beträgt.
>
> Leider habe ich Biologie in der Schule nach der 11. Klasse abwählen
> müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es mehr Rezeptoren
für
> Helligkeiten im Auge gibt als für Farben.
> Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht heisst das doch, dass
man
> Helligkeiten besser auf Entfernung sehen kann als Fabrne auf gleicher
> Entfernung.
>
> Und wenn ich dass wieder auf mein Thema bringe heisst das, dass man
> mit der einen Winkelminut ebeim Fernseher nicht rechnen darf, weil die
> Pixel im Fernseher oder Monitor aus den RGB-Farben, also Rot, Grün
und
> Blau, zusammengesetzt sind. Somit müsste doch der Betrachtungsabstand
> kleiner sein, da auch der Winkel folglich keiner sein muss.
>
> (Wenn man davon mal absieht dass bei reinem Rot, Grün oder Blau der
> Pixel anstelle von 3/3 Punkten nur 1/3 der Punkte an sind und dann der
> Pixel folglich 1/3 so klein wird mal abgesehen)
>
> Kann mir dazu bitte jemand etwas erzählen, ob meine Vermutungen
falsch
> oder in Ansätzen richtig sind?
>
> Freue mich über jegliche Antwort!
>
>
Zum Auflösungsvermögen des menschl. Auges
eine Beobachtung (wir waren ja alle schon mal oben):
Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer erkennen.
Pit
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
Peter M. Petersen wrote:
> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer
erkennen.
Das ist eine ebenso weitverbreitete wie falsche urban legend.
Sebastian
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
On Tue, 18 Oct 2005 12:47:27 +0200, "Peter M. Petersen"
wrote:
>
>
>Zum Auflösungsvermögen des menschl. Auges
>eine Beobachtung (wir waren ja alle schon mal oben):
>
>Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer
erkennen.
>
Dass sich so ein Gerücht jahrelang hält, ist schon
verwunderlich. ts.
Bestenfalls mit gutem Feldstecher vielleicht.
Wie sich das Gerücht das mit dem Eisengehalt des Spinats
aufgrund eines Tippfehler jahrzehntelang hielt und heute noch
viele glauben .
--
Franz Steinhaeusler
Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)? (Betrachtungsabstand)
"Franz Steinhaeusler" schrieb:
> On Tue, 18 Oct 2005 12:47:27 +0200, "Peter M. Petersen"
> wrote:
>> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die
>> chinesische Mauer erkennen.
>
> Dass sich so ein Gerücht jahrelang hält, ist schon
> verwunderlich. ts.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/asia-pacific/4459311.stm
Grüße,
Joachim