Medizin

www.medizin-deutschland.info

« zurück zur Hauptseite...


Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)?
(Betrachtungsabstand)

Guten Tag,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach Informationen für einen Bericht
zum Betrachtungsabstand zwischen Zuschauer und Fernsehgerät.

Ich habe gelesen, dass das menschliche Auge in der Lage ist eine
Winkelminute aufzulösen, also 1mm auf knapp 3,4 Meter.
Dabei war diese Angabe aber immer auf einen schwarzen Punkt bezogen.
So wurde gesagt, dass zwei schwarze punkte immer noch als getrennt
erscheinen, wenn der Abstand zwischen den Punkten nicht weniger als
eine Winkelminute beträgt.

Leider habe ich Biologie in der Schule nach der 11. Klasse abwählen
müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es mehr Rezeptoren für
Helligkeiten im Auge gibt als für Farben.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht heisst das doch, dass man
Helligkeiten besser auf Entfernung sehen kann als Fabrne auf gleicher
Entfernung.

Und wenn ich dass wieder auf mein Thema bringe heisst das, dass man
mit der einen Winkelminut ebeim Fernseher nicht rechnen darf, weil die
Pixel im Fernseher oder Monitor aus den RGB-Farben, also Rot, Grün und
Blau, zusammengesetzt sind. Somit müsste doch der Betrachtungsabstand
kleiner sein, da auch der Winkel folglich keiner sein muss.

(Wenn man davon mal absieht dass bei reinem Rot, Grün oder Blau der
Pixel anstelle von 3/3 Punkten nur 1/3 der Punkte an sind und dann der
Pixel folglich 1/3 so klein wird mal abgesehen)

Kann mir dazu bitte jemand etwas erzählen, ob meine Vermutungen falsch
oder in Ansätzen richtig sind?

Freue mich über jegliche Antwort!


Einfach hier posten oder auf www.hdtvtotal.de nach einem benutzer -
horn- suchen.

Andreas

--
----------------------------------------------
Posted with NewsLeecher v3.0 Final
* Binary Usenet Leeching Made Easy
* http://www.newsleecher.com/?usenet
----------------------------------------------




schrieb im Newsbeitrag
news:dj2ivr$uc8$01$1@news.t-online.com...
> Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)?
> (Betrachtungsabstand)
>
> Guten Tag,
>
> ich bin zur Zeit auf der Suche nach Informationen für einen Bericht
> zum Betrachtungsabstand zwischen Zuschauer und Fernsehgerät.
>
> Ich habe gelesen, dass das menschliche Auge in der Lage ist eine
> Winkelminute aufzulösen, also 1mm auf knapp 3,4 Meter.
> Dabei war diese Angabe aber immer auf einen schwarzen Punkt bezogen.
> So wurde gesagt, dass zwei schwarze punkte immer noch als getrennt
> erscheinen, wenn der Abstand zwischen den Punkten nicht weniger als
> eine Winkelminute beträgt.
>
> Leider habe ich Biologie in der Schule nach der 11. Klasse abwählen
> müssen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es mehr Rezeptoren für
> Helligkeiten im Auge gibt als für Farben.
> Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht heisst das doch, dass man
> Helligkeiten besser auf Entfernung sehen kann als Fabrne auf gleicher
> Entfernung.
>
> Und wenn ich dass wieder auf mein Thema bringe heisst das, dass man
> mit der einen Winkelminut ebeim Fernseher nicht rechnen darf, weil die
> Pixel im Fernseher oder Monitor aus den RGB-Farben, also Rot, Grün und
> Blau, zusammengesetzt sind. Somit müsste doch der Betrachtungsabstand
> kleiner sein, da auch der Winkel folglich keiner sein muss.
>
> (Wenn man davon mal absieht dass bei reinem Rot, Grün oder Blau der
> Pixel anstelle von 3/3 Punkten nur 1/3 der Punkte an sind und dann der
> Pixel folglich 1/3 so klein wird mal abgesehen)
>
> Kann mir dazu bitte jemand etwas erzählen, ob meine Vermutungen falsch
> oder in Ansätzen richtig sind?
>
> Freue mich über jegliche Antwort!
>
>


Zum Auflösungsvermögen des menschl. Auges
eine Beobachtung (wir waren ja alle schon mal oben):

Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer erkennen.

Pit


Peter M. Petersen wrote:

> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer erkennen.

Das ist eine ebenso weitverbreitete wie falsche urban legend.

Sebastian


On Tue, 18 Oct 2005 12:47:27 +0200, "Peter M. Petersen"
wrote:

>
>
>Zum Auflösungsvermögen des menschl. Auges
>eine Beobachtung (wir waren ja alle schon mal oben):
>
>Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die chinesische Mauer erkennen.
>

Dass sich so ein Gerücht jahrelang hält, ist schon
verwunderlich. ts.
Bestenfalls mit gutem Feldstecher vielleicht.

Wie sich das Gerücht das mit dem Eisengehalt des Spinats
aufgrund eines Tippfehler jahrzehntelang hielt und heute noch
viele glauben .



--
Franz Steinhaeusler


"Franz Steinhaeusler" schrieb:
> On Tue, 18 Oct 2005 12:47:27 +0200, "Peter M. Petersen"
> wrote:
>> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die
>> chinesische Mauer erkennen.
>
> Dass sich so ein Gerücht jahrelang hält, ist schon
> verwunderlich. ts.

http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/asia-pacific/4459311.stm

Grüße,
Joachim


On Tue, 18 Oct 2005 14:22:31 +0200, "Joachim Pimiskern"
wrote:

>"Franz Steinhaeusler" schrieb:
>> On Tue, 18 Oct 2005 12:47:27 +0200, "Peter M. Petersen"
>> wrote:
>>> Vom Mond aus kannst du mit bloßem Auge die
>>> chinesische Mauer erkennen.
>>
>> Dass sich so ein Gerücht jahrelang hält, ist schon
>> verwunderlich. ts.
>
>http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/asia-pacific/4459311.stm
>
>Grüße,
>Joachim

Hallo Joachim:

Auszug:
"""
A photograph taken from space appears to confirm that Chinas Great Wall
can be seen with the naked eye after all.
"""

Ja vom Weltall (aus der Umlaufbahn), aber nicht vom Mond;
um das ging es ja.

Da kann man die Umrisse der Kontinente noch erkennen,
die Farben der Vegetation, viel mehr aber auch nicht.

http://www.lrt.mw.tum.de/de/interessierte/raumfahrt fuer dummies.phtml
http://th04acc0178.swisswebaward.ch/chinesischemauer.html

--
Franz Steinhaeusler


hornig-andreas@t-online.de schrieb:

> Auflösungsvermögen des menschlischen Auges (Helligkeiten und Farben)?

Die Sehleistung eines Menschen wird meist mit so genannten Visustests
beurteilt, bei denen das kleinste für den Menschen erkennbare Detail
ermittelt wird, indem er schwarze Buchstaben oder Zeichen auf weißem
Untergrund liest.

Dies stellt jedoch nur einen kleinen Teilbereich des tatsächlichen
Sehens dar, da unsere Umwelt nicht nur aus schwarz und weiß, sondern aus
einer Fülle von Kontrasten und unterschiedlichen Größen besteht. Um eine
breitere Bestimmung der Sehfähigkeit vor diesem Hintergrund zu
ermöglichen wurden eigentlich erst in den letzten Jahren komplexere
Diagnosegeräte entwickelt.

Ein Beispiel hierfür ist die so genannte Ginsburg-Box
(http://www.contrastsensitivity.net/products/cst1800d.html, benannt nach
dem amerikanischen Augenarzt Dr. Arthur P. Ginsburg). Der Patient
betrachtet in der Box helle und dunkle Streifen, die in Kreisen
unterschiedlich angeordnet sind und deren Ausrichtung er beurteilt.
Teilweise wird dabei bewusst "störendes" Gegenlicht eingesetzt, ähnlich
wie beim nächtlichen Autofahren.

Meistens dürfte es sinnvoll sein, nicht nur den optimal sehenden
Computernutzer oder Fernsehzuschauer zu betrachen, sondern eine
möglichst große Bandbreite von Personen mit allen möglichen
Seh-Zipperlein auch nicht von der Benutzung auszuschließen.

Mit Horror erinnere ich mich noch daran, als ich einmal eine sehr
komplexe Vorher-Nachher-Betrachtung in drei Tagen Arbeit farblich
übersichtlicher gestalten wollte und deshalb in einer Grafik den
Vorher-Zustand in rot und den Nachher-Zustand in grün dargestellt habe.
Der Kunde, Betreiber einer Augenklinik, saß vor mir wie der Ochs vorm
Berg und erklärte mir, dass er auf der Grafik gar nichts erkennen könne,
weil er unter Rotgrünblindheit leide.

Jens


"Franz Steinhaeusler" schrieb:
> Ja vom Weltall (aus der Umlaufbahn), aber nicht
> vom Mond; um das ging es ja.

Danke für die Aufklärung.

Grüße,
Joachim