Hallo Wissende, ich habe eine Frage an ech. Vorab - ich weiß, daß
Ratschläge
hier keinen Arztbesuch ersetzen.
Anfang 2004 wurde in meinem linken Knie der Innenmeniskus teilentfernt. Er
war gerissen und dann hatte sich ein Teil gelöst, das in das Gelekn
gewandert ist - sehr schmerzhaft.
Seit einigen Tagen nun habe ich Schmerzen im Knie:
Beim starken Beugen sind sie sehr stark; das vollständige Beugen ist aber
möglich. Beim Laufen ist der Schmerz leicht präsent. Wenn der
Unterschenkel
"frei schwingt" ist der Schmerz besonders intensiv. Dies fällt
vor allen
Dingen auf, wenn ich mich nachts umdrehe. Wenn ich den Unterschenkel auf dem
Boden habe und ihn dann etwas verdrehe, ist es auch schmerzhaft.
Lokalisieren kann ich ihn recht genau - immer die vordere Innenseite des
Kniegelenks.
Ich bin ziemlich unsicher und - ehrlich gesagt - auch ängstlich. Was
könnt
ihr mir sagen?
Gruß M. Weigl
--
weigl.wi@web.de
Achtung - Mailanhänge größer 100 kb werden automatisch
gelöscht! Bitte
kündigen Sie ggf. einen größeren Anhang vorher an!
Medizin
« zurück zur Hauptseite...
Marino Weigl wrote:
> Ich bin ziemlich unsicher und - ehrlich gesagt - auch ängstlich. Was
könnt
> ihr mir sagen?
Das das Kniegelenk ganz schön kompliziert ist. Es könnte ein Problem
mit
den Kreuzbändern sein, weges des (Innen-?)Rotationsschmerzes. Dagegen
spricht der Schmerz bei Beugung statt Streckung (?) Auch der
Meniskusrest kann sich verändert haben, oder die Knorpelflächen an
den
Knochen. Es kann eine Entzündung sein (Schwellung?), die Ursache kann
auch wegen Überanstengung (welcher Art?) außerhalb des Knies liegen
(ITS-Syndrom) und noch ein Dutzend anderer Möglichkeiten bis hin zum
Bandscheibenvorfall...
Mit den wenigen Informationen, die du gibst, lässt sich das nicht weiter
einkreisen. Selbst wenn du sukzessive mit den Einzelheiten rausrückst,
kann man ohne Untersuchung des Knies, ggf. Kernspintomographie keine
Diagnose stellen. Und ohne Diagnose keine Therapieempfehlung - was
erwartest du also? Selbst Spitzenorthopäden werden sich hüten, eine
Diagnose aufgrund einer schriftlichen Laienbeschreibung zu stellen.
Abgesehen davon, das sich sowieso aus rechtlichen Gründen ein Arzt hier
nicht über Diagnose oder Therapie auslassen wird, weil du ihn dann unter
Umständen verklagen kannst, wenn seine Glaskugel defekt war.
Wenn du hier also Ratschläge zur Behandlung kriegst, sind das solche von
Laien - die kannst du dir auch am Kiosk oder in der Eckkneipe holen.
Auch Tipps von Leuten, die den gleichen Eingriff am Knie wie du hatten
(oder die das glauben) und später auch Schmerzen im Knie hatten
können
komplett andere Probleme gehabt haben. Wozu läßt sich ein Facharzt
wohl
10 Jahre ausbilden?
Du kannst hier gerne Fragen zu Bau und Funktion des Kniegelenks stellen,
auch nach speziellen Krankheiten bzw. Schäden, da wirst du sicher
kompetente Antworten kriegen.
Aber dein Knie ist bei deinem Orthopäden ontopic.
Sebastian
Danke für Die Antwort.
Ich bekam vom Orthopäden das Medikament "Diclofenac-ratiopharm 75
SL". Die
Schmerzen sind weniger geworden. Spricht das für eine Entzündung /
Überanstrengung?
Auch mein Orthopäde war sich darüber nicht im Klaren. Denn die
verschiedenen
Bewegungen, Beugen und Strecken des Gelenkes brachten seiner Meinung kein
klares Ergebnis.
Danek euch, Gruß M. Weigl
Marino Weigl wrote:
> Danke für Die Antwort.
> Ich bekam vom Orthopäden das Medikament "Diclofenac-ratiopharm
75 SL". Die
> Schmerzen sind weniger geworden. Spricht das für eine Entzündung
/
> Überanstrengung?
Diclofenac wirk entzündungshemmend und abschwellend. Es setzt so nicht
an der Ursache an. Wenn du eine Schwellung hattest, kann das Abschwellen
allerdings die Heilung begünstigen.
Ansonsten ist das Medikament, besonders als Tablette, nicht sehr
magenfreundlich. Die Salbe davon wirkt zu oberflächlich, die Zäpfchen
sind verträglicher (vielleicht nicht gerade erträglicher...).
Was meinst du denn, wie du dich überanstrengt haben könntest?
> Auch mein Orthopäde war sich darüber nicht im Klaren. Denn die
verschiedenen
> Bewegungen, Beugen und Strecken des Gelenkes brachten seiner Meinung kein
> klares Ergebnis.
Dan würde ich an deiner Stelle und mit deiner Vorgeschichte mal nach
einer Kerspintomographie fragen. Nur, wenn der Schmerz nicht in wenigen
Tagen weg ist und bleibt!
Die kann Schäden aufdecken, die mit manueller Untersuchung leicht
verborgen bleiben. Aber das wird er von sich aus vorschlagen, wenn eine
Diagnosestellung anders nicht möglich ist. Ist schon richtig, das nicht
gleich zu machen, ist immerhin eine mäßige Strahlenbelastung und
nicht
gerade günstig für die Versichertengemeinschaft, aber immer noch
besser
als Schmerzen im Knie.
Eine Untersuchung durch einen anderen Arzt (2. Meinung) kann manchmal
auch Wunder wirken.
Eine mögliche Überanstrengung bzw. eine Anstrenung, die ich nach der
bereits
durchgeführten Meniskus-OP möglichst vermieden hatte war eine berufl.
bedingte wiederholte Arbeit in der Hocke an mehreren Tagen.
Und eine weitere Möglichkeit - wir haben Fensterbänke bommen. Diese
musste
ich ca. 200 m tragen (ca. 60 kg) und wegen ihrer Länge durch das
Treppenhaus
tragen (5. Etage). Und dann kamen Möbel, die zwar nicht groß
transportiert
werden mussten, doch beim Aufbauen war ich wieder sehr oft in der Hocke bzw.
habe mich in der Hocke bewegen müssen.
Mein Orthopäde emfpfahl auch, die Tabletten abzuwarten. Momentan wäre
der
Befund zu unklar, um Medikamente ins Knie zu spritzen oder "das volle
Programm" zu fahren. Schauen wir mal.
Gruß M. Weigl
Hallo Wissende, ich habe eine Frage an ech. Vorab - ich weiß, daß
Ratschläge
hier keinen Arztbesuch ersetzen.
Anfang 2004 wurde in meinem linken Knie der Innenmeniskus teilentfernt. Er
war gerissen und dann hatte sich ein Teil gelöst, das in das Gelekn
gewandert ist - sehr schmerzhaft.
Seit einigen Tagen nun habe ich Schmerzen im Knie:
Beim starken Beugen sind sie sehr stark; das vollständige Beugen ist aber
möglich. Beim Laufen ist der Schmerz leicht präsent. Wenn der
Unterschenkel
"frei schwingt" ist der Schmerz besonders intensiv. Dies fällt
vor allen
Dingen auf, wenn ich mich nachts umdrehe. Wenn ich den Unterschenkel auf dem
Boden habe und ihn dann etwas verdrehe, ist es auch schmerzhaft.
Lokalisieren kann ich ihn recht genau - immer die vordere Innenseite des
Kniegelenks.
Ich bin ziemlich unsicher und - ehrlich gesagt - auch ängstlich. Was
könnt
ihr mir sagen?
Gruß M. Weigl
--
weigl.wi@web.de
Achtung - Mailanhänge größer 100 kb werden automatisch
gelöscht! Bitte
kündigen Sie ggf. einen größeren Anhang vorher an!
Marino Weigl wrote:
> Ich bin ziemlich unsicher und - ehrlich gesagt - auch ängstlich. Was
könnt
> ihr mir sagen?
Das das Kniegelenk ganz schön kompliziert ist. Es könnte ein Problem
mit
den Kreuzbändern sein, weges des (Innen-?)Rotationsschmerzes. Dagegen
spricht der Schmerz bei Beugung statt Streckung (?) Auch der
Meniskusrest kann sich verändert haben, oder die Knorpelflächen an
den
Knochen. Es kann eine Entzündung sein (Schwellung?), die Ursache kann
auch wegen Überanstengung (welcher Art?) außerhalb des Knies liegen
(ITS-Syndrom) und noch ein Dutzend anderer Möglichkeiten bis hin zum
Bandscheibenvorfall...
Mit den wenigen Informationen, die du gibst, lässt sich das nicht weiter
einkreisen. Selbst wenn du sukzessive mit den Einzelheiten rausrückst,
kann man ohne Untersuchung des Knies, ggf. Kernspintomographie keine
Diagnose stellen. Und ohne Diagnose keine Therapieempfehlung - was
erwartest du also? Selbst Spitzenorthopäden werden sich hüten, eine
Diagnose aufgrund einer schriftlichen Laienbeschreibung zu stellen.
Abgesehen davon, das sich sowieso aus rechtlichen Gründen ein Arzt hier
nicht über Diagnose oder Therapie auslassen wird, weil du ihn dann unter
Umständen verklagen kannst, wenn seine Glaskugel defekt war.
Wenn du hier also Ratschläge zur Behandlung kriegst, sind das solche von
Laien - die kannst du dir auch am Kiosk oder in der Eckkneipe holen.
Auch Tipps von Leuten, die den gleichen Eingriff am Knie wie du hatten
(oder die das glauben) und später auch Schmerzen im Knie hatten
können
komplett andere Probleme gehabt haben. Wozu läßt sich ein Facharzt
wohl
10 Jahre ausbilden?
Du kannst hier gerne Fragen zu Bau und Funktion des Kniegelenks stellen,
auch nach speziellen Krankheiten bzw. Schäden, da wirst du sicher
kompetente Antworten kriegen.
Aber dein Knie ist bei deinem Orthopäden ontopic.
Sebastian
Danke für Die Antwort.
Ich bekam vom Orthopäden das Medikament "Diclofenac-ratiopharm 75
SL". Die
Schmerzen sind weniger geworden. Spricht das für eine Entzündung /
Überanstrengung?
Auch mein Orthopäde war sich darüber nicht im Klaren. Denn die
verschiedenen
Bewegungen, Beugen und Strecken des Gelenkes brachten seiner Meinung kein
klares Ergebnis.
Danek euch, Gruß M. Weigl