Hallo,
ich schiess gleich los:
Kann sich nach mehrwöchiger Einnahme von Cortison in höheren
Mengen (25 bis 40 mg/Tag) eine Toleranz entwickeln, wie etwa
bei Schmerzmitteln? So dass immer eine höhere Einnahmemenge
erforderlich wird, damit die gleiche Wirkung erzielt wird?
Cortison ist ja ein Hormon, deshalb dachte ich eigentlich immer, dass
sich deshalb keine Toleranzen entwickeln können. Oder liege ich da
falsch?
Grüße
Andreas
Medizin
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"Andreas Wels" wrote in
news:4331138e$0$2108$9b4e6d93@newsread2.arcor-online.net:
> Kann sich nach mehrwöchiger Einnahme von Cortison in höheren
> Mengen (25 bis 40 mg/Tag) eine Toleranz entwickeln, wie etwa
> bei Schmerzmitteln? So dass immer eine höhere Einnahmemenge
> erforderlich wird, damit die gleiche Wirkung erzielt wird?
Ja, das ist bekannt.
Cornelia, leider darin erfahren
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"Cornelia Schneider" schrieb ...
>> Kann sich nach mehrwöchiger Einnahme von Cortison in höheren
>> Mengen (25 bis 40 mg/Tag) eine Toleranz entwickeln, wie etwa
>> bei Schmerzmitteln? So dass immer eine höhere Einnahmemenge
>> erforderlich wird, damit die gleiche Wirkung erzielt wird?
>
> Ja, das ist bekannt.
Hallo Cornelia,
wollte nochmals hinterfragen, ob evtl. bei Dir sich nicht auch
unter Cortisoneinnahme der entzündliche Prozess verstärkt hat,
was eine höhere Dosierung nötig macht. Dies wäre dann keine
Folge der angeblichen Toleranzbildung.
Habe viel im Netz gesucht. Aber hauptsächlich nur Informationen
gefunden, die bestätigen, dass Cortison eben *keine* Toleranzen
bildet.
Bis auf die Ausnahme, falls man es jahrelang einnimmt und dann nur
selten eine Toleranzbildung eintritt.
Hast Du vielleicht irgendwelche Quellen gefunden, die eine
Toleranzentwicklung belegen?
Grüße
Andreas
In article ,
"Andreas Wels" wrote:
>wollte nochmals hinterfragen, ob evtl. bei Dir sich nicht auch
>unter Cortisoneinnahme der entzündliche Prozess verstärkt hat,
>was eine höhere Dosierung nötig macht. Dies wäre dann keine
>Folge der angeblichen Toleranzbildung.
Ich kenne Kortikoide nur aus dermaler Anwendung (gegen Ekzeme und
Neurodermitis), nehme aber nicht an, daß das im Körperinneren viel
anders abläuft. Ich habe immer eine ziemlich schnelle Toleranzbildung
festgestellt, die mir auch von meinen Ärzten als üblich
bestätigt wurde.
Wenn man Kortikoide abrupt absetzt (wovon immer dringend abgeraten
wird), verstärkt sich der endzündliche Prozeß in der Tat
für einige
Zeit, was wohl eher am kurzzeitigen hormonalen Ungleichgewicht liegen
dürfte. Aber ich glaube nicht, daß Kortikoide per se das
auslösen
können.
>Habe viel im Netz gesucht. Aber hauptsächlich nur Informationen
>gefunden, die bestätigen, dass Cortison eben *keine* Toleranzen
>bildet.
>
>Bis auf die Ausnahme, falls man es jahrelang einnimmt und dann nur
>selten eine Toleranzbildung eintritt.
>
>Hast Du vielleicht irgendwelche Quellen gefunden, die eine
>Toleranzentwicklung belegen?
Ich hab keine Zeit zum Suchen gehabt, aber wie oben gesagt,
scheint Toleranzbildung erfahrungsgemäß durchaus bekannt und
üblich zu
sein.
Cornelia
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Cornelia Schneider schrieb:
>
>>Habe viel im Netz gesucht. Aber hauptsächlich nur Informationen
>>gefunden, die bestätigen, dass Cortison eben *keine* Toleranzen
>>bildet.
Richtig
>>
>>Bis auf die Ausnahme, falls man es jahrelang einnimmt und dann nur
>>selten eine Toleranzbildung eintritt.
Falsch. Keine Toleranzentwicklung.
>>
> Ich hab keine Zeit zum Suchen gehabt, aber wie oben gesagt,
> scheint Toleranzbildung erfahrungsgemäß durchaus bekannt und
üblich zu
> sein.
Absolut falsch. Weder erfahrungsgemäß durchaus bekannt noch
üblich.
Auch aus biochemischen Gründen nicht möglich.
>
> Cornelia
>
P
"Peter Zeller" schrieb ...
> Cornelia Schneider schrieb:
>
>>
>>>Habe viel im Netz gesucht. Aber hauptsächlich nur
Informationen
>>>gefunden, die bestätigen, dass Cortison eben *keine*
Toleranzen
>>>bildet.
> Richtig
>>>
>>>Bis auf die Ausnahme, falls man es jahrelang einnimmt und dann nur
>>>selten eine Toleranzbildung eintritt.
> Falsch. Keine Toleranzentwicklung.
>>>
>> Ich hab keine Zeit zum Suchen gehabt, aber wie oben gesagt, scheint
>> Toleranzbildung erfahrungsgemäß durchaus bekannt und
üblich zu sein.
>
> Absolut falsch. Weder erfahrungsgemäß durchaus bekannt noch
üblich.
> Auch aus biochemischen Gründen nicht möglich.
Hallo Peter, danke für die Bestätigung. Hatte mir schon Gedanken
gemacht.
Kannst du mir vielleicht das folgende Paradoxon erklären?
* Ein CED Patient erhält 40 mg Prednison/Tag wg. florider Entzündung.
* Nach 2 Tagen sind die Symptome wie weggeblasen.
* Nach 5 weiteren Tagen wird die Dosis auf 30 mg/Tag reduziert.
* In den nächsten 3 Tagen gibt es wieder leichte Symptome, es bessert
sich jedoch von alleine, der Patient ist praktisch Symptomfrei.
* Die Dosis von 30mg wird für 14 Tage beibehalten, der Patient ist
Symptomfrei, wie unter 40mg.
* Es wird die Dosis auf 25 mg reduziert. Die Symptome tauchen wieder
auf, dem Patienten geht es von Tag zu Tag etwas schlechter.
* Die Dosis wird nach 5 Tagen wieder auf 30 mg angehoben.
Nun das Paradoxon: Jetzt geht es dem Patienten bei 30 mg nicht gleich
gut, wie es bei 30 mg ging, bevor er auf 25 mg reduziert hat und
wieder hoch. Warum?
Haben die 30mg Prednison *jetzt* nicht die gleiche entzündungshemmende
Wirkung, wie vor der Reduktion auf 25mg?
Meine Vermutung: Durch die zu rasche Reduktion auf 25mg, wurde die
Entzündung wieder verstärkt, so dass jetzt 30mg nur dazu ausreichen,
um
die Entzündung in schach zu halten. Man würde vermutlich wieder 40 mg
benötigen um den Entzündungsprozess zu stoppen und dann wieder
langsam
ausschleichen, wenn Symptomfreiheit besteht.
Gruss
Andreas
Peter Zeller wrote in news:dgtvd8$u8u$04$1@news.t-
online.com:
> Absolut falsch. Weder erfahrungsgemäß durchaus bekannt noch
üblich.
> Auch aus biochemischen Gründen nicht möglich.
Hast du dafür einen Beleg aus dem Web? Ich hab nämlich gerade mal
gesucht,
und finde weder dafür noch für das Gegenteil Belege. (Übrigens
hat Toleranz
nicht unbedingt was mit Biochemie zu tun, sondern kann schlicht an der
Entwicklung der entsprechenden Rezeptoren liegen)
Cornelia
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Hallo,
ich schiess gleich los:
Kann sich nach mehrwöchiger Einnahme von Cortison in höheren
Mengen (25 bis 40 mg/Tag) eine Toleranz entwickeln, wie etwa
bei Schmerzmitteln? So dass immer eine höhere Einnahmemenge
erforderlich wird, damit die gleiche Wirkung erzielt wird?
Cortison ist ja ein Hormon, deshalb dachte ich eigentlich immer, dass
sich deshalb keine Toleranzen entwickeln können. Oder liege ich da
falsch?
Grüße
Andreas