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Meniskus

Author: Happy Oyster

On Wed, 18 Aug 2004 22:55:16 +0200, "Doris Prüggler"
wrote:

>hallo!
>
>Ich habe seit ein paar Wochen einen eingerissenen Meniskus.
>Der Arzt im UKH wollte gar kein MRT machen sondern sofort "hineinschauen".
>Momentan nehme ich Tropfen, die helfen sollen, die Bänder und Muskeln wieder
>aufzubauen und meinen Meniskus stärken.

Sehr geehrte Frau Prüggler,

der gleiche Arzt, der kein MRT machen will, gibt Ihnen Tropfen !?

Was sind das für Tropfen ?


>Gibt es eine Möglichkeit (unterspritzen, etc.) einer Operation auszuweichen?

Das wird zur Zeit in einer Studie untersucht.


>Wer hat damit schon seine Erfahrungen gemacht?

Gute Frage...


Mit freundlichem Gruß

Aribert Deckers
--

Jeden Tag werden 6000 Mädchen genital vernichtet.

http://www.ariplex.com/ama/ama rr01.htm




Meniskus

Author: "Doris Prüggler"

Ich habe keine Angst, dass ich nicht mehr aufwachen könnte - es geht mir
einfach total dreckig nach der
Narkose und das tagelang!!! Der Kreislauf spinnt, mein oberer Blutdruckwert
ist unter 100, ich musste
mit Infusionen so halbwegs wieder fit gemacht werden und dann merke ich die
Kreislaufbelastung noch
wochenlang danach.

Aber wer das noch nicht mitgemacht hat, kann es sich wahrscheinlich nicht
vorstellen.


"Juergen Kamm" schrieb im Newsbeitrag
news:2oks30Fc05ogU1@uni-berlin.de...
> Am Thu, 19 Aug 2004 23:18:44 +0200 schrieb "Doris Prüggler"
> zum Thema "Re: Meniskus":
>
> >Was ist es dann, was so weh tut, wenn es sich so anfühlt, als wenn es
> >eingeklemmt wäre?
>
> Erst einmal eines vorneweg: Ich bin weder Mediziner noch Arzt.
>
> Zu den Schmerzen bei einem Meniskusschaden: IMHO sitzen die Nerven in
> der Gelenkkapsel. Wenn etwas mit dem Meniskus nicht stimmt, dürften der
> Unterschenkelkopf oder vielleicht auch Bruchstücke des Meniskus gegen
> die Kapsel gedrückt werden.
>
> Zu deiner Angst vor einer Narkose: Ich stelle es mir sehr angenehm vor,
> einfach nicht mehr aufzuwachen (wofür die Chancen aber wohl äußerst
> gering sind).
>
>
> cu.
> Juergen
>
> --
> Meine E-Mailadresse: juergen.kamm{ät}bnmsp.de
> \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
> \ Freie Bits für freie Buerger \
> \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\


Meniskus

Author: "Doris Prüggler"

Danke Tom, ich werde mit einem Anasthesisten darüber reden und zwar schon
länger vorher und nicht
erst einen Tag wie das letzte Mal, der hat nämlich anscheinend überhaupt
nicht registriert was ich gesagt habe.
Und danke auch, dass man von dir wenigsten vernünftige Antworten bekommt.

Lieben Gruss
Doris


Meniskus

Author: "Doris Prüggler"

Sehr geehrter Herr Deckers!

Nein, die Tropfen sind hämöopathisch und wurden mir von meiner Hausärztin
als Alternative zum Versuch verschrieben. Sie sollen angeblich die Knochen
aufbauen und die Bänder stärken.

Ein Arbeitskollege von mir hat letztes Jahr von einem Orthopäden eine
gelartige Flüssigkeit in sein Knie gespritzt bekommen und ist seither frei
von Beschwerden. Nur meinte sein Arzt, das es nur eine vorübergehende
Notlösung sei.

Liebe Grüsse
Doris Prüggler


Meniskus

Author: Thorsten Steinbrenner

Doris Prüggler said on 20.08.2004 23:41:

> Ich habe keine Angst, dass ich nicht mehr aufwachen könnte - es geht mir
> einfach total dreckig nach der
> Narkose und das tagelang!!! Der Kreislauf spinnt, mein oberer Blutdruckwert
> ist unter 100, ich musste
> mit Infusionen so halbwegs wieder fit gemacht werden und dann merke ich die
> Kreislaufbelastung noch
> wochenlang danach.

Da bist du (leider) nicht die Einzige. Das ist wohl individuell sehr
verschieden - mir ging es blendend nach zwei Narkosen. Naja, ein Problem
vielleicht: ich hatte super Heisshunger auf Schokolade... ;-) Nein, im
Ernst: ganz vermeiden wird man das wohl nicht können, aber man kann
sicher viel machen mit der korrekten Auswahl des Anästhesieverfahrens.
Mir sind noch die "alten Zeiten" im Kopf, als die Leute mit Thiopental
(Trapanal) eingeleitet wurden und im AWR geshivert und gekot**** haben
wie wild. Das wurde z.B. durch die breite Anwenung von Disoprivan zum
Einleiten wesentlich besser. Und so gibt es sicher noch einige andere
Möglichkeiten bis hin zu einem Regionalanästhesieverfahrn (Spinale?).

> Aber wer das noch nicht mitgemacht hat, kann es sich wahrscheinlich nicht
> vorstellen.

Doch, schon. Das ist in keinster Weise bedrohlich aber f.d. Patienten
super, super unangenehm.

Tom

--
1+1 = 3, für hinreichend große 1
(und für hinreichend kleine 2).


Meniskus

Author: Thorsten Steinbrenner

Doris Prüggler said on 20.08.2004 23:44:

> Danke Tom, ich werde mit einem Anasthesisten darüber reden und zwar schon
> länger vorher und nicht
> erst einen Tag wie das letzte Mal, der hat nämlich anscheinend überhaupt
> nicht registriert was ich gesagt habe.

War das eine ambulante OP? Da geht das leider recht häufig zwischen "Tür
und Angel".

> Und danke auch, dass man von dir wenigsten vernünftige Antworten bekommt.

<erröt>
Ooooh, danke, zu viel der Ehre...
</erröt>

Viel Erfolg!!

Tom

--
1+1 = 3, für hinreichend große 1
(und für hinreichend kleine 2).


Meniskus

Author: Happy Oyster

On Fri, 20 Aug 2004 23:49:40 +0200, "Doris Prüggler"
wrote:

>Sehr geehrter Herr Deckers!
>
>Nein, die Tropfen sind hämöopathisch und wurden mir von meiner Hausärztin
>als Alternative zum Versuch verschrieben. Sie sollen angeblich die Knochen
>aufbauen und die Bänder stärken.

Dann sollten Sie, sehr geehrte Frau Prüggler, sofort den Arzt
wechseln. Homöopathie ist Betrug.


>Ein Arbeitskollege von mir hat letztes Jahr von einem Orthopäden eine
>gelartige Flüssigkeit in sein Knie gespritzt bekommen und ist seither frei
>von Beschwerden. Nur meinte sein Arzt, das es nur eine vorübergehende
>Notlösung sei.

Das ist eben die Frage... Es gibt nämlich eine Studie, wonach eine
vorgetäuschte Operation in einem sehr großen Teil der Fälle zu einer
Verbesserung führte... Also kein Placebo, sondern durchaus ein
chirurgischer Eingriff, aber eben KEINE Arthroskopie.

Die Methode mit den Flüssigkeiten wirkt nur eine kurze Zeit.
Vielleicht reicht das dem Knie zur Erholung ?

In der Szene sind viele Scharlatane und die Mittel kosten VIEL Geld,
insbesondere die Spritzen (2000 - ... ? DM)...


Ich füge 2 Meldungen über Studien an.

Mit freundlichem Gruß

Aribert Deckers

-----

<quote>
Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 05.05.2004

Neue Athrosetherapie in einer großen Studie untersucht


Wenn durch Arthrose der Gelenkknorpel vollständig abgenutzt ist, kann
nur noch ein künstliches Gelenk die Beschwerden lindern. Im
fortgeschrittenen Stadium schränkt der Gelenkverschleiß nicht nur die
Lebensqualität ein, sondern verursacht auch einen hohen
volkswirtschaftlichen Schaden. "Durch die rechtzeitige Behandlung mit
biologischen Medikamenten kann ein späterer Gelenkersatz vermieden
beziehungsweise deutlich hinaus geschoben werden", so Professor Dr.
Rüdiger Krauspe, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik
Düsseldorf. Die ersten klinischen Erfahrungen zeigen, dass sowohl der
Schmerz gelindert als auch der Verlauf der Arthrose gebessert werden
können.

Arthrosetherapie mit Entzündungshemmstoff
Die Orthokin-Therapie basiert auf Erkenntnissen über die biologischen
Mechanismen der Arthroseentstehung. Bei Orthokin handelt es sich um
einen aus dem Patientenblut gewonnenen Entzündungshemmstoff, der
Interleukin-1-Rezeptorantagonisten enthält. Die Wirkung des
Medikaments
wird in der Studie verglichen mit der seit längerer Zeit angewendeten
"Hyaluronsäure". Diese gilt als künstliche "Gelenkschmiere" und soll
die
Beweglichkeit des Gelenks verbessern.
Bekannt ist, dass das Protein Interleukin-1 (IL-1) einen wesentlichen
Faktor bei der Entwicklung von Arthrose und dem Abbau von Knorpel
spielt. Als Arthrosetherapie eignet sich deshalb der natürliche
Gegenspieler Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra). Denn IL-1Ra
wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschützend, da es
hemmend in den Knorpelabbauprozess eingreift. "Bisher steht bei der
Arthrosebekämpfung die symptomatische Behandlung mit Schmerzmitteln
und
Kortison im Vordergrund, was insbesondere bei Langzeitbehandlungen
beträchtliche Nebenwirkungen verursachen kann", erläutert Prof.
Krauspe.
Die Spritzentherapie mit Orthokin greife hingegen direkt in den
Krankheitsmechanismus ein und stoppe die Gelenkentzündung: "Dies ist
ein völlig neuer Ansatz in der Behandlung der Arthrose. Sollte er sich
als wirksam und sicher erweisen, könnte in Zukunft einer größeren Zahl
von Patienten ein künstliches Kniegelenk und die damit verbundenen
Belastungen erspart werden."

Teilnahme an der Kniegelenk-Studie
Um diese noch jungen Therapieverfahren mit körpereigenen Wirkstoffen
einem großen Patientenkreis zugänglich zu machen, werden sie derzeit
in einer wissenschaftlichen Studie an der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf erprobt. Die Studie, unterstützt vom Koordinationszentrum
Klinische Studien der Universität, ist auf großes Interesse gestoßen:
"Über 200 Patienten sind bislang im Rahmen einer so genannten
kontrollierten, prospektiven und randomisierten Studie mit
Kniegelenkinjektionen von Orthokin oder Hyaluronsäure behandelt
worden", berichtet Krauspe.
Für die in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Gemeinschaftspraxis für
Orthopädie durchgeführte Versuchsreihe sucht die Universitätsklinik
nun weitere Teilnehmer. "Die Studie soll insgesamt 420 Patienten
umfassen, um aussagekräftige Daten erheben zu können", erklärt
Krauspe.
Interessenten können sich an die Studienhotline (Tel. 0211/ 3870074)
wenden. "Das wichtigste Aufnahmekriterium ist chronischer Knieschmerz
wegen Arthrose", so der Orthopäde. Mit der Behandlung, die sich über
drei Wochen erstreckt, sind keine Kosten für die Patienten verbunden.
Sie müssen jedoch für Nachuntersuchungen und Befragungen nach sechs
Wochen sowie drei und sechs Monaten zur Verfügung stehen. Erste
Studienergebnisse erwarten die Mediziner zum Jahresende.

Zahlen

In Deutschland leiden elf Millionen Menschen an Arthrose der Gelenke,
davon fünf Millionen an Kniegelenkarthrose. Damit ist das Knie - noch
vor der Wirbelsäule - am häufigsten von Verschleiß betroffen. Jährlich
werden sechs Millionen Arthrosepatienten kontinuierlich vom Arzt
behandelt; 1,2 Mio. Betroffene erhalten sogar regelmäßig
Gelenkinjektionen mit Kortison. Die Anzahl der jährlich in Deutschland
implantierten Knieprothesen wird auf circa 100.000 geschätzt. Die
Krankheitskosten von orthopädischen Erkrankungen erreichen nach
WHO-Angaben in Deutschland 20 Milliarden Euro, die
volkswirtschaftliche Gesamtbelastung beträgt 30 Milliarden Euro.


Weitere Informationen:
Studien-Hotline: 0211/ 3870074.

Prof. Dr. med. Rüdiger Krauspe
Universitätsklinikum /Orthopädische Klinik
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
0211-81-17960/17961

PD Dr. med. Axel Baltzer
Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Neurochirurgie
Königsallee 53-55
40212 Düsseldorf
Tel. 0211 828937-10
E-Mail axel.baltzer {at} gmx.de

----
</quote>


<quote>
Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 26.05.2004

Geschädigte Gelenkknorpel rechtzeitig behandeln

Erste universitäre Sektion Knorpeltransplantation an
Universitätsklinikum Freiburg gegründet


Rund 100.000 sportbedingte Kreuzband- und 300.000 Meniskusverletzungen
pro Jahr in Deutschland führen auch zu Schäden am Gelenkknorpel des
Knies. Diese Verletzungen bleiben nicht ohne Folge, denn was mit einem
Knorpelschaden beginnt, endet oft mit einer schweren Arthrose. Vor
allem das Know-How über die Transplantation "gezüchteten"
körpereigenen Knorpelgewebes zur Behandlung von Gelenkknorpelschäden
hat zur Gründung der neuen Sektion Knorpeltransplantation am
Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Dr. Matthias
Steinwachs geführt. Die Sektion Knorpeltransplantation ist ein Bereich
des Departments für Orthopädie und Traumatologie und gleichzeitig die
erste universitäre Einrichtung, die sich ausschließlich mit der
modernen Behandlung von Gelenkknorpelschäden beschäftigt. Mit der
Knorpeltransplantation werden jetzt in Freiburg alle Methoden der
Knorpelregeneration neben den anderen geprüften und bereits im
Department für Orthopädie und Traumatologie eingesetzten Verfahren
angeboten.

"Je früher der Arzt einen Knorpelschadens entdeckt und behandelt,
desto größer ist die Chance, eine Arthrose vermeiden zu können",
erläutert Matthias Steinwachs, "sie bringt Schmerzen und zum Teil
erhebliche Einbußen der Beweglichkeit mit sich." Das drei bis fünf
Millimeter starke Gelenkknorpelgewebe, das in gesundem Zustand eine
"reibungslose" und schmerzfreie Bewegung unserer Gelenke ermöglicht,
hat nämlich einen Nachteil: Da es weder von Nerven noch von
Blutgefäßen durchzogen ist, kann es sich beim erwachsenen Menschen
kaum selbst reparieren.
Verletzungen ab einer bestimmten Größe können nur mit der
Transplantation von Knorpelgewebe aus körpereigenen Knorpelzellen
wirkungsvoll behandelt werden. Dazu wird dem Patienten in einer
Gelenkspiegelung eine kleine Knorpelprobe entnommen. Ein Speziallabor
vermehrt auf biotechnologischem Weg die gewonnenen Knorpelzellen so
weit, dass sie die Verletzung wieder ausgleichen können. Die
gezüchteten Zellen werden dann in einer zweiten Operation wieder in
das Kniegelenk gespritzt. Das Verfahren empfiehlt sich bei
Gelenkknorpelschäden an Knie- und Sprunggelenk, die etwa zwei bis zehn
Quadratzentimeter groß sind.

Kontakt:
Dr. Matthias Steinwachs
Leiter Sektion Knorpeltransplantation
Department für Orthopädie und Traumatologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 2884
E-mail: steinwa {at} ch11.ukl.uni-freiburg.de

- 3er -
----
</quote>

--

Jeden Tag werden 6000 Mädchen genital vernichtet.

http://www.ariplex.com/ama/ama rr01.htm


Meniskus

Author: "Doris Prüggler"

Nein, das war eine normale OP - Schilddrüse. Ich wurde auch vorher genau
nach bisherigen Beschwerden usw. befragt. Nachdem mir fast die Hälfte meiner
Schilddrüse weggeschnitten werden musste (Hashimoto) und die Narkose während
der Operation noch einmal vertrieft wurde, ist es mir danach wahrscheinlich
besonders schlecht gegangen. Seither habe ich mit allen möglichen Allergien
und Kreislaufschwächen zu kämpfen.
Und seither möchte ich Narkosen so weit wie möglich vermeiden.

lieben Gruss
Doris