Hallo NG!
Habe neulich irgendwo gelesen, dass die Verdauung mancher Lebensmittel
bis zu 2 Monate lang dauern kann! Das kam mir derzeit so unglaubwürdig
vor, dass ich mir weder das als Beispiel genannte Lebensmittel noch die
Quelle gemerkt habe :-(
Mag das auch übertrieben sein, steht wohl dennoch fest, dass
verschiedene Lebensmittel verschieden (teilweise *wesentlich*
verschieden) schnell verdaut werden.
Meine Frage nun: Wenn ich solch ein "langsames" Lebensmittel verzehrt
habe (ich glaube, Ölsardinen können sehr langsam sein), dann kann es
ja
doch wohl kaum sein, dass mein kompletter Verdauungsapparat für - um bei
dem Extrem zu bleiben - 2 Monate mit diesem "Schleicher" befasst ist
*und* deshalb alle hinterher verzehrten, normal "schnellen"
Lebensmittel
quasi hinter dem Ölsardinenklumpen im Stau stecken, oder? Kommt es da
nicht, wie auf einer zweispurigen Straße, ständig zu
Überholmanövern?
Das könnte nämlich mein momentanes "Bauchgefühl"
erklären - und
Ölsardinen (ca. 1,5 Dosen, vor etwa 4 Wochen!) waren tatsächlich
beteiligt.
--
Gruß
Uwe
uwesmail@hush.ai
Medizin
« zurück zur Hauptseite...
"Uwe Schwertfeger"
>
> Habe neulich irgendwo gelesen, dass die Verdauung mancher Lebensmittel
> bis zu 2 Monate lang dauern kann!
> ...
In dem Zusammenhang fällt mir ein daß die Haare und der Bart von
Toten
noch wochenlang weiterwächst ... unglaublich.
Da stellt sich gleich die Frage an unsere pathologisch bewanderten:
Wie lange eigentlich noch be optimalen Bedingungen (Kühlung, etc.) ?
Gruss
> Das könnte nämlich mein momentanes "Bauchgefühl"
erklären - und
> Ölsardinen (ca. 1,5 Dosen, vor etwa 4 Wochen!) waren tatsächlich
> beteiligt.
Hast Du die Dosen vor dem Verzehr mal geöffnet, um sicherzugehen, dass
auch
wirklich Sardinen drin sind?
On Tue, 12 Aug 2003 12:49:30 +0200, Uwe Schwertfeger
wrote:
>... Kommt es da
>nicht, wie auf einer zweispurigen Straße, ständig zu
Überholmanövern?
Wenn Du fett bist, überholen die schnellen Nahrungsmittel ständig die
langsamen, da die Darmautobahn dann zwei- bis dreispurig verläuft.
Schlechter sieht es da schon bei dünnen Menschen aus. Dort hat der
Darm nur Platz für eine Bahn, so das keine Überholvorgänge
stattfinden. Das erklärt warum dünne Männer mit
schwangerschaftsartigen Bäuchen umherstolzieren. Sie haben 2 Büchsen
Ölsardinen mit Schlagsahne und einem kühlen Pils konsumiert, was die
Verdauung etwas ausbremst. Die daraufgefüllten Nahrungsmittel landen
nun direkt im Stau.
Für dünne Menschen gibt aber Hoffnung: Wenn sie so etwas oft genug
machen, werden sie fett und dann klappt das mit dem Überholen.
Frohen Schmaus wünscht der
Klaus
On Tue, 12 Aug 2003 16:17:39 +0200, "Jasper Riedel"
wrote:
>In dem Zusammenhang fällt mir ein daß die Haare und der Bart von
Toten
>noch wochenlang weiterwächst ... unglaublich.
Naja, die Zellen in der Haut sind anspruchslos - die leben halt noch
wenn der Gesamt-Organismus nicht mehr tut.
cu, Martin
--
Ubi bene ibi Colonia!
PS: please use REPLY-TO address for email
"Thomas Schmidt" schrieb:
>> Das könnte nämlich mein momentanes
"Bauchgefühl" erklären - und
>> Ölsardinen (ca. 1,5 Dosen, vor etwa 4 Wochen!) waren
tatsächlich
>> beteiligt.
>
>Hast Du die Dosen vor dem Verzehr mal geöffnet, um sicherzugehen, dass
auch
>wirklich Sardinen drin sind?
>
*grinz* aber bei der Mengenangabe "ca. 1,5 Dosen" muss er
zumindestesn eine doch aufgemacht haben vor dem Verschlingen!
SCNR
Zum Topic:
Nichts, aber auch garnichts was man isst bleibt im Verdauungstrakt
zwei Monate lang. Die eigenen Zähne meinetwegen, aber sonst nix.
Ich rede jetzt mal nicht von Unfällen mit Löffelschlucken oder
dergleichen. Nahrung heisst so, weil der Körper was damit anfangen
kann. Und das tut er auch - Lagerstätten hat die Evolution ausserhalb
der Menschen vorgesehen. Der Vogelkropf mag da - äh, ich soll ja an
.sci. denken :-)
servus
robby
"Martin Gerken"
> wrote:
>
> >In dem Zusammenhang fällt mir ein daß die Haare und der
Bart von Toten
> >noch wochenlang weiterwächst ... unglaublich.
>
> Naja, die Zellen in der Haut sind anspruchslos - die leben halt noch
> wenn der Gesamt-Organismus nicht mehr tut.
Danke, weis schon ... aber
Wie lange wächst einer Leiche das Haar !?
aGruss
Jasper Riedel schrieb:
<schnipp>
> Danke, weis schon ... aber
>
> Wie lange wächst einer Leiche das Haar !?
>
> aGruss
>
>
Solange wie der Kreislauf noch tut. Die Nährstoff- und Sauerstoffreserve
der Zellen erschöpft sich schnell und sie stellen ihren Stoffwechsel
praktisch mit eingetretenem Kreislaufstillstand ein.
Selbiges gilt für Fingernägel.
Der Eindruck kann allerdings entstehen, wenn die Haut austrocknet und
schrumpft.
Quelle: Lexikon der populären Irrtümer (ISBN: 3-492-22446-6, Seite
156)
Dort angegebene Quelle: Gabriel Garcia Marquez: Von der Liebe und
anderen Dämonen
Gruß
Tokay