Hallo zusammen,
ich habe seit vielen Monaten (kein genauer Zeitpunkt, der Uebergang
kam fliessend) das Problem, dass ich immer um die gleiche Uhrzeit,
naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache, mehrere Stunden wach im Bett
liege und nur sehr schlecht wieder einschlafen kann. Ich muss dazu
sagen, dass ich in Wechselschicht arbeite und die Arbeitszeiten so
aussehen: von 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr, 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr und
von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Der Wechsel erfolgt immer nach 2 bis
3 Tagen und nach der Nachtschicht (22:00 bis 06:00 Uhr) sind dann
2 - 3 Tage frei. Uebel ist die Sache besonders vor der Fruehschicht
(06:00 bis 14:00 Uhr), weil ich da um 05:00 Uhr aufstehen muss.
Es kommt da manchmal vor, dass ich eben um halb drei aufwache und
dann bis fuenf Uhr gar nicht mehr einschlafen kann - den Rest des Tages
koennt ihr euch wohl vorstellen.
Ich weiss bald nicht mehr, was ich noch machen soll, Beruhigungsmittel
habe ich praktisch alle durch...
Kann mir jemand von euch weiter helfen, bitte?
Danke -
Joachim
Medizin
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> ich habe seit vielen Monaten (kein genauer Zeitpunkt, der Uebergang
> kam fliessend) das Problem, dass ich immer um die gleiche Uhrzeit,
> naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache, mehrere Stunden wach im Bett
> liege und nur sehr schlecht wieder einschlafen kann.
Dein Schlafrhythmus hat sich aus irgend einem Grund so eingependelt.
> Ich muss dazu
> sagen, dass ich in Wechselschicht arbeite und die Arbeitszeiten so
> aussehen: von 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr, 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr und
> von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr. Der Wechsel erfolgt immer nach 2 bis
> 3 Tagen und nach der Nachtschicht (22:00 bis 06:00 Uhr) sind dann
> 2 - 3 Tage frei. Uebel ist die Sache besonders vor der Fruehschicht
> (06:00 bis 14:00 Uhr), weil ich da um 05:00 Uhr aufstehen muss.
> Es kommt da manchmal vor, dass ich eben um halb drei aufwache und
> dann bis fuenf Uhr gar nicht mehr einschlafen kann - den Rest des Tages
> koennt ihr euch wohl vorstellen.
Schreib mal zu welchen Zeiten du schläfst.
Nach der Fruehschicht (06:00 - 14:00 h): nicht vor 22:30 ins Bett
Nach der Spaetschicht (14:00 - 22:00 h): zwischen 2 Uhr und 4 Uhr ins Bett
Nach der Nachtschicht (22:00 - 06:00 h): nicht vor 9 Uhr ins Bett
Joachim
> Ich weiss bald nicht mehr, was ich noch machen soll, Beruhigungsmittel
> habe ich praktisch alle durch...
> Kann mir jemand von euch weiter helfen, bitte?
Nach meiner Erfahrung kannst kann man seinen Schlafrhythmus überspitzt
gesagt resetten wenn man ziemlich genau 24h wach bleibt. Daraufhin
schläft man 8 Std. und geht nach 16 Stunden (also zur gleichen Zeit)
wieder schlafen. Es ist wichtig dass man auch wirklich wach bleibt und
nicht etwa zwischendurch ein kleines Nickerchen einlegt. Kaffee oder Tee
zu trinken ist möglich. Wie das Verfahren aber mit Wechelschicht zu
vereinbaren ist kann ich nicht abschätzen.
Joachim Grill wrote:
> Kann mir jemand von euch weiter helfen, bitte?
Versuch mal, autogenes Training zu lernen.
Bei mir wirkt auch wunder, mir ein Hoerspiel reinzuziehen, was ich als
Kind gehoert hab. Drei Fragezeichen und Co.... Nix Anspruchsvolles also.
Kein Hoerbuch.
Da schlafe ich ruck-zuck wieder ein :)
Gruss, Jessica
--
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> naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache, mehrere Stunden wach im Bett
> liege und nur sehr schlecht wieder einschlafen kann. Ich muss dazu
Wenn du wirklich richtig wach bist, hilft im Bett liegen bleiben gar nichts.
Aufstehen ist besser und etwas später wieder hinlegen. Bei nur 2 Stunden
bis
zum Aufstehen ist es allerdings kaum noch nützlich, wenn du dann wieder
einschläfst.
Hast du niedrigen Blutdruck? Oft hilft dann ein starker Kaffe und eine
Scheibe Brot. Danach konnte ich sofort wieder schlafen. Das ist kein
schlechter Witz, mein Arzt hat mir bestätigt, dass das bei niedrigem
Blutdruck funktioniert. Nach dem Kaffe allerdings sofort wieder hinlegen, 20
Minuten später fängt der Kaffee an, dich wachzuhalten.
Joachim
"Joachim Grill" schrieb:
> dass ich immer um die gleiche Uhrzeit,
> naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache,
Ich hatte das mal mit der Uhrzeit 4:30.
Wochenlang ging das so, nahezu täglich. Irgendwann hab ich dann
mal eine Nacht durchgemacht, ich saß im Schlafzimmer am Computer
und vergaß die Zeit.
Plötzlich kommen aus der Wohnung nebenan vedächtige Geräusche,
erst leise und dann immer schneller und lauter. Pünktlich wie ein
schweizer Uhrwerk dann um 4:31 stieß Sie einen lauten Schrei aus
dass man meinen könnte, sie wurde grade gemeuchelt, hätte sie
nicht "Jaaaa" geschrieen. Sofort danach war Totenstille.
Das Problem löste sich dann paar Tage später von selbst, als die
beiden wieder getrennte Wege gingen :D
Grüße
Marcus
Joachim Boensch wrote:
> Irgendwer anders schrieb: [1]
> > naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache, mehrere Stunden wach im Bett
> > liege und nur sehr schlecht wieder einschlafen kann. Ich muss dazu
Bei mir (früher Nacht-/Tagschicht-Wechsel, heute viele durch-
gearbeitete Nächte als Selbständiger) hilft totale
Schlaffähigkeit
unter nahezu jeder Bedingung, vermutlich als Schüler bei langen
Schulbusfahrten antrainiert... :)
Natürlich ist Wechselschicht auf Dauer schon eine Belastung,
Einschlafstörungen dürften da ein sehr bekanntes Problem sein.
Der Mensch ist nunmal seit Jahrmillionen auf Tagwach und Nachtschlaf
konditioniert...
Man kann seinen Schlafrhytmus aber durchaus anpassen, autogenes
Training wurde ja schon genannt. Mir helfen oft auch "Rituale",
zB. die Tasse Milch vor dem Zubettgehen, oder In-den-Schlaf-lesen mit
nur mäßig spannender Literatur. Versuch mal, sowas einzuführen
(und quasi den Schlaf daran festzumachen, nicht an der Tageszeit).
Die richtigen Umgebungsbedingungen sind natürlich wichtig, also dann
auch einigermassen Ruhe, ggf. Dunkelheit etc. Da muss ggf. die
Familie bzw. Umgebung auch mitmachen. Störungen durch Paketdienste,
Vertreter und andere Klingler bedenken: ggf. Haustürklingel und
Telefon abschaltbar machen.
Bei allgemeiner Anspannung und Stress rühren die Schlafstörungen
evtl.
aber nicht nur von der Schichtarbeit her, ggf. auch daran denken.
Alles, was hilft, einen freien Kopf zu bekommen, ist auch fürs
friedliche Schlafen gut (von guten Arbeitsbedingungen bis hin
zu Ausgleich, zB. Sport). Zur Ruhe kommen können muss man nämlich
manchmal geradezu erzwingen...
Leichte (pflanzliche) Beruhigungsmittel wären auch noch eine (letzte)
Möglichkeit, da kann man sich mal hausärztlich beraten lassen.
Alkohol ist evtl. verlockend, aber auf Dauer natürlich gefährlich.
Die, bei denen eine "Feierabend-Halbe" zum Einschlafritual (s.o.)
gehört, die laufen natürlich in potentielle Suchtgefahr rein. Ich
kenne einige, die so in echte Abhängigkeit gerutscht sind (und ein
paar, denen das noch nichtmal bewusst ist).
> Hast du niedrigen Blutdruck? Oft hilft dann ein starker Kaffe und eine
> Scheibe Brot. Danach konnte ich sofort wieder schlafen. Das ist kein
> schlechter Witz, mein Arzt hat mir bestätigt, dass das bei niedrigem
Bei Einschlafstörungen hilft Zuckerzufuhr (ob pur, zB. ein Teelöffel
voll im Mund zergehen lassen oder in Form von einem Stück Schokolade
lutschen oder auch einfach etwas Essen, zB. eben ein Brot) tatsächlich.
Angeblich, weil die Ursache dafür oft ein unterschwelliges
Hungergefühl
ist, das damit gestillt wird. Das soll aber keine Entschuldigung für
nächtliches Kühlschrankplündern sein...
Gute Nacht!
Servus,
Bernhard
[1] Leute, hier muss mal wieder die Bitte um sauberes Zitieren hin,
nachzulesen unter http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/ .
Danke!
--
Bernhard Nowotny
85625 Glonn, Germany (PGP ID: 0x17B6F58C DSS/DH)
"Life was simple before World War II. After that, we had systems."
-- Rear Admiral Grace Murray Hopper
"Marcus Schwarz" schrieb im Newsbeitrag
news:2lds4dFbreljU1@uni-berlin.de...
> "Joachim Grill" schrieb:
>
> > dass ich immer um die gleiche Uhrzeit,
> > naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache,
>
> Ich hatte das mal mit der Uhrzeit 4:30.
> Wochenlang ging das so, nahezu täglich. Irgendwann hab ich dann
> mal eine Nacht durchgemacht, ich saß im Schlafzimmer am Computer
> und vergaß die Zeit.
> Plötzlich kommen aus der Wohnung nebenan vedächtige
Geräusche,
> erst leise und dann immer schneller und lauter. Pünktlich wie ein
> schweizer Uhrwerk dann um 4:31 stieß Sie einen lauten Schrei aus
> dass man meinen könnte, sie wurde grade gemeuchelt, hätte sie
> nicht "Jaaaa" geschrieen. Sofort danach war Totenstille.
>
> Das Problem löste sich dann paar Tage später von selbst, als die
> beiden wieder getrennte Wege gingen :D
*Tränen lach*
sorry, auch wenn es ein ernstes Thema ist, das ist zu gut, ich musste was zu
schreiben *sich kaum einkrieg*
*nach luft schnapp*....
>
>
> Grüße
> Marcus
>
>
"Joachim Boensch" schrieb im Newsbeitrag
news:ccsbs4$4g7$04$1@news.t-online.com...
>
> > naemlich gegen 2:30 Uhr, aufwache, mehrere Stunden wach im Bett
> > liege und nur sehr schlecht wieder einschlafen kann. Ich muss dazu
>
> Wenn du wirklich richtig wach bist, hilft im Bett liegen bleiben gar
nichts.
> Aufstehen ist besser und etwas später wieder hinlegen. Bei nur 2
Stunden
bis
> zum Aufstehen ist es allerdings kaum noch nützlich, wenn du dann
wieder
> einschläfst.
> Hast du niedrigen Blutdruck? Oft hilft dann ein starker Kaffe und eine
> Scheibe Brot. Danach konnte ich sofort wieder schlafen. Das ist kein
> schlechter Witz, mein Arzt hat mir bestätigt, dass das bei niedrigem
> Blutdruck funktioniert. Nach dem Kaffe allerdings sofort wieder hinlegen,
20
> Minuten später fängt der Kaffee an, dich wachzuhalten.
>
> Joachim
Wo wir jetzt grad beim niedrigen Blutdruck sind.
Ich hatte bis vor meiner Diät (bisher 20kg runter) immer hohen Blutdruck.
Nicht übermäßig, aber halt erhöht (genaue Werte weiß
ich nimmer, müsste aber
so 130/95 oder so gewesen sein).
Jetzt ging es mir vor einigen Tagen schlecht und beim "vom Stuhl
aufstehen"
bin ich fast umgekippt, schwarze Pünktchen gesehen und alles
mögliche.
Ich dann erstmal Blutdruck gemessen, da war der für meine
Verhältnisse sehr
niedrig (108/76, Puls 49) und sackte dann auch weiter ab (einige Stunden
später: 105/65, Puls 59).
Ich hab das jetzt die letzten Tage mal kontinuierlich beobachtet und der
bleibt auf diesem für mich niedrigen Niveau.
Problem ist halt, dass es mir ab und zu schwarz vor Augen wird, ich
tagsüber
absolut abgeschlafft bin, dass ich kaum weiß, wie ich mich auf den Beinen
halten soll, abends aber nicht schlafen kann :(
Da das ja keine Extremwerte sind und hier grad das Thema schlecht schlafen
und niedriger Blutdruck aufkamen, dachte ich, kann mir vielleicht jemand
einen Tipp geben, was ich machen könnte (z.B. auch Kaffee trinken?)
Baldriantabletten helfen mir auch nicht wirklich.
Alles Liebe
Mel
>