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Hallo NG

Normalerweise soll an eine Operation an der Gallenblase im Grunde
schon zu den Standardprozeduren gehören. Leider muß auch meine
raus.Das Problem an dem Ganzen ist aber, daß ich vermutlich zur
Vorbereitung eien Muskelbiopsie machen lassen müsste, da in meiner
Familie die Narkosemittelunverträglichkeit maligne Hyperthermie
nachgewiesen ist

Daher meine Fragen an Euch, sofern ihr die Muskelpiopsie habt machen
lassen, wie Eure Erfahrungen damit sind, was die Durchführung und vor
allem die Schmerzen danach anbelangt.

THX rH
--
Es ist ein Irrglaube, zu behaupten, Vegetarier werden älter.
Sie sehen nur älter aus.




Fragen zur Muskelbiopsie bei maligner Hyperthermie

Author: be195@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius)

Rudolf Haslinger wrote:

> Normalerweise soll an eine Operation an der Gallenblase im Grunde
> schon zu den Standardprozeduren gehören. Leider muß auch meine
> raus.Das Problem an dem Ganzen ist aber, daß ich vermutlich zur
> Vorbereitung eien Muskelbiopsie machen lassen müsste, da in meiner
> Familie die Narkosemittelunverträglichkeit maligne Hyperthermie
> nachgewiesen ist

Reicht die Vermutung nicht aus, daß der Anästhesist die Tatsache
unterstellt und entsprechend handelt?

>
> Daher meine Fragen an Euch, sofern ihr die Muskelpiopsie habt machen
> lassen, wie Eure Erfahrungen damit sind, was die Durchführung und vor
> allem die Schmerzen danach anbelangt.

Ich nicht, aber mein Bruder fand es nicht gerade angenehm. Für die
spätere Gewißheit könnte man das evtl. bei der geplanten OP
miterledigen. Dazu muß aber auch das passende Labor in der Nähe sein.
Bei meiner Beinbruch-OP in Berlin ging es nicht.


Gruß, Raimund
--
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>;. Wenn die Replyadresse
ungültig wird, findet sich dort eine neue im Impressum.


Hallo Rudolf, hallo Newsgroup,

Rudolf Haslinger wrote:

> Normalerweise soll an eine Operation an der Gallenblase im Grunde
> schon zu den Standardprozeduren gehören.

Klar, ist eine der häufigsten OPs in Deutschland.

> Leider muß auch meine
> raus.Das Problem an dem Ganzen ist aber, daß ich vermutlich zur
> Vorbereitung eien Muskelbiopsie machen lassen müsste, da in meiner
> Familie die Narkosemittelunverträglichkeit maligne Hyperthermie
> nachgewiesen ist

Naja, nicht unbedingt: Wie Raimund schon geschrieben hat, könnte man die
Narkose auch einfach "als ob", also triggerfrei, durchführen und bei der
Gelegenheit auch die Biopsie machen.

Für Routine-OPs ist das überhaupt kein Problem: Verzicht auf Narkosegase
(stattdessen Propofol, ist eh angenehmer) und Verzicht auf
Succinylcholin (nimmt man sowieso meist nur noch bei nicht nüchternen
Patienten oder zu erwartenden Intubationsproblemen). Einziger Aufwand
ist die Verwendung eines frisch aufbereiteten Narkosegerätes
(Minimalforderung: Frischer Atemkalk, frische Schläuche).

hth

Michael


Hi

Raimund Nisius schrieb im Beitrag
...

: Reicht die Vermutung nicht aus, daß der Anästhesist die Tatsache
: unterstellt und entsprechend handelt?
:
Lt. AKH Wien sind für diese Art der Op. cleane Op-Räume notwendig.
Was natürlich das Personal nicht gerade begeistert wenn *nur* die Vermutung
vorliegt.
Ausserdem wurde mein Familienweig nich nicht getestet.

: Ich nicht, aber mein Bruder fand es nicht gerade angenehm. Für die
: spätere Gewißheit könnte man das evtl. bei der geplanten OP
: miterledigen.

Das geht lt Auskunft nicht, da andere Gerät notwendig sind, die im Op-Saal
erstens nicht verfügbar sind und zweitens die Auswertung länger dauert.

Dazu muß aber auch das passende Labor in der Nähe sein.
: Bei meiner Beinbruch-OP in Berlin ging es nicht.

Wird ifür ganz AT ausschliesslich im AKH Wien gemacht.

cu rH


Hallo Rudolf.


> Daher meine Fragen an Euch, sofern ihr die Muskelpiopsie habt machen
> lassen, wie Eure Erfahrungen damit sind, was die Durchführung und vor
> allem die Schmerzen danach anbelangt.


Die MH-Muskelbiopsie ist aus meiner Erfahrung wirklich keine grosse Sache; ich
empfehle Dir, sie machen zu lassen, denn danach hast Du Gewissheit! Bedenke, dass
bei elektiven Eingriffen gewisse Anästhesisten quer stehen, wenn bei prädisponierten
Patienten der MH-Status ungeklärt ist.



Ablauf / Durchführung bei mir damals (vor ca. 2 Jahren):
- Eintritt in CHIPS am Morgen
- Gespräch mit Anästhesist
- Warten
- nochmals warten
- und noch längeres Warten :-)
- Transport in den Ops; Anästhesieeinleitung. Diese war allerdings nicht so doll,
weil der Anästhesist Mühe hatte, den Nerv zu finden (Plexusanästhestie).
- Dann die eigentliche Op.; das ganze Procedere von Einleitung bis zur Naht dauerte
genau 110min, die eigentliche Operation lediglich 35min. Hier kann man sehen, wie
"super" die Einleitung war...!
- Rücktransport in die CHIPS. Ich wollte damals dann endlich eine Rauchen; eine
Schwester hatte Mitleid mit mir und war bereit, mich zum Rauchen in den
Personalaufenthaltsraum zu schieben. Dafür war ich ihr echt dankbar!
- Zwei Mittagessen erhalten ;-)
- Entlassung dann gegen 1700, nachdem ich das Resultat erhalten hatte.



Postoperative Situation:
- Schmerzen: hatte ich wirklich keine nennenswerte; die Analgesie habe
ich - meine ich zumindest - nach 1 1/2 Tagen spontan abgesetzt.
- Hämatom: hatte ich ein ziemlich deftiges, echt! Problemloser Verlauf.
- Duschen: Ich habe Opsite mit nach Hause genommen vom Spital, somit
konnte ich auch in den ersten 5 postop. Tagen duschen. Würde ich
Dir auch empfehlen, ist um einiges praktischer, als sich ne Plastiktüte
ums Bein zu kleben jedes Mal, wenn man Duschen will!




bye,
Benjamin


Fragen zur Muskelbiopsie bei maligner Hyperthermie

Author: be195@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius)

Rudolf Haslinger wrote:

> Lt. AKH Wien sind für diese Art der Op. cleane Op-Räume notwendig.
> Was natürlich das Personal nicht gerade begeistert wenn *nur* die Vermutung
> vorliegt.

Wie begeistert werden sie sein, wenn Deine OP wegen 40°C
Körpertemperatur abgebrochen werden muß?

> Ausserdem wurde mein Familienweig nich nicht getestet.

Doppelte Verneinung ist Bejahung.
Warum hegst Du denn Verdacht?


> : Ich nicht, aber mein Bruder fand es nicht gerade angenehm. Für die
> : spätere Gewißheit könnte man das evtl. bei der geplanten OP
> : miterledigen.
>
> Das geht lt Auskunft nicht, da andere Gerät notwendig sind, die im Op-Saal
> erstens nicht verfügbar sind und zweitens die Auswertung länger dauert.

Klar, aber für die Zukunft könnte man das ermitteln, zumal ...

> Wird ifür ganz AT ausschliesslich im AKH Wien gemacht.

j...a wohl nicht so weit weg liegt.

http://www.mhaus.org/
http://www.emhg.org/
in
http://www.emhg.org/guidelines2001.pdf
finden sich 2 Österreichische Adressen zur genetischen MH Bestimmung.

Gruß, Raimund
--
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>;. Wenn die Replyadresse
ungültig wird, findet sich dort eine neue im Impressum.


Hi

Raimund Nisius schrieb im Beitrag
...
:
: Wie begeistert werden sie sein, wenn Deine OP wegen 40°C
: Körpertemperatur abgebrochen werden muß?

stimmt auch wieder!
:
: > Ausserdem wurde mein Familienweig nich nicht getestet.
:
: Doppelte Verneinung ist Bejahung.

Oops! sollte eigentlich heissen *noch nicht*

: Warum hegst Du denn Verdacht?

eine meiner Cousinen hat es definitiv.

cu rH


Hallo NG

Normalerweise soll an eine Operation an der Gallenblase im Grunde
schon zu den Standardprozeduren gehören. Leider muß auch meine
raus.Das Problem an dem Ganzen ist aber, daß ich vermutlich zur
Vorbereitung eien Muskelbiopsie machen lassen müsste, da in meiner
Familie die Narkosemittelunverträglichkeit maligne Hyperthermie
nachgewiesen ist

Daher meine Fragen an Euch, sofern ihr die Muskelpiopsie habt machen
lassen, wie Eure Erfahrungen damit sind, was die Durchführung und vor
allem die Schmerzen danach anbelangt.

THX rH
--
Es ist ein Irrglaube, zu behaupten, Vegetarier werden älter.
Sie sehen nur älter aus.