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In einer Presseerklärung der Deutschen Gesellschaft für
Krankenhaushygiene vom 12.4.2000 ist folgendes zu lesen:

>Wer Blut spenden will, sollte sich innerhalb der sechs Monate vor
dem Blutspendetermin keiner Magen- oder Darmspiegelung unterzogen
haben. Dies hat die Bundesärztekammer im Jahre 2000 in ihren
Richtlinien formuliert. Der Grund: die Endoskope, die zur
Untersuchung der Patienten eingesetzt werden, sind häufig nicht
adäquat aufbereitet. Sie können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren,
Pilze, Parasiten, Würmer übertragen, auch Hepatitis-B- und -C-Viren
wurden nachgewiesen.<

Ich kann mich nur dem folgenden Kommentar anschließen:

>[...] daß die Gefahr einer tödlichen Infektion so locker flockig
zugegeben und, statt die sofortige Behebung der lebensbedrohlichen
Mängel zu fordern, der Zustand schulterzuckend konstatiert wird und
statt dessen an sekundärer Stelle durch eine Richtlinie auf einmal
ganz sorgfältig darauf hingewiesen wird, daß der möglicherweise
frisch AIDS- oder Hepatitis-Infizierte diese Infektion doch bitte
nicht über Blutspenden weitergeben sollte, ist eine Perversion, die
ihresgleichen sucht [...]. Vergleichbar wäre etwa, wenn der TÜV bei
einem bestimmten Fahrzeugtyp festgestellt hätte, daß die Bremsen
nicht funktionieren, und als Konsequenz dem Verwender des Autotyps
die Empfehlung gäbe, in Zukunft keine Anhalter mehr mitzunehmen.<




"Alexander Müller" wrote in news:bggkeu$cv5$1
@news1.ewetel.de:

> In einer Presseerklärung der Deutschen Gesellschaft für
> Krankenhaushygiene vom 12.4.2000 ist folgendes zu lesen:
>
>>Wer Blut spenden will, sollte sich innerhalb der sechs Monate vor
> dem Blutspendetermin keiner Magen- oder Darmspiegelung unterzogen
> haben. Dies hat die Bundesärztekammer im Jahre 2000 in ihren
> Richtlinien formuliert. Der Grund: die Endoskope, die zur
> Untersuchung der Patienten eingesetzt werden, sind häufig nicht
> adäquat aufbereitet. Sie können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren,
> Pilze, Parasiten, Würmer übertragen, auch Hepatitis-B- und -C-Viren
> wurden nachgewiesen.<
>
> Ich kann mich nur dem folgenden Kommentar anschließen:
>
>>[...] daß die Gefahr einer tödlichen Infektion so locker flockig
> zugegeben und, statt die sofortige Behebung der lebensbedrohlichen
> Mängel zu fordern, der Zustand schulterzuckend konstatiert wird und
> statt dessen an sekundärer Stelle durch eine Richtlinie auf einmal
> ganz sorgfältig darauf hingewiesen wird, daß der möglicherweise
> frisch AIDS- oder Hepatitis-Infizierte diese Infektion doch bitte
> nicht über Blutspenden weitergeben sollte, ist eine Perversion, die
> ihresgleichen sucht [...]. Vergleichbar wäre etwa, wenn der TÜV bei
> einem bestimmten Fahrzeugtyp festgestellt hätte, daß die Bremsen
> nicht funktionieren, und als Konsequenz dem Verwender des Autotyps
> die Empfehlung gäbe, in Zukunft keine Anhalter mehr mitzunehmen.<
>

Hallo

Solche Sachen wundern dich aber doch wohl nicht wirklich, oder?
Diese Art der Doppelmoral ist doch heutzutage gang und gebe.
Vor allem im deutschen Gesundheitsverwesen.

Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!

Z.B. könnte man doch ne Zwangsblutspende einführen, bzw.
ne Strafabgabe für Blutspendenverweigerer.
Euphemistisch könnte man das Ganze dann z.B. als
"sozialer Krankensolidaritätsbeitrag" bezeichnen.
Bezahlen muß diese Spende dann natürlich jeder selber + MWST.

Oder wie wärs denn mit ner Zwangsorganspende?
Für was braucht ein Arbeitsloser eigentlich 2 Nieren?


Wart mal noch 5-10 Jahre ab.....



Gruß Manuel


Alexander Müller schrieb:
>
> dem Blutspendetermin keiner Magen- oder Darmspiegelung unterzogen
> haben. Dies hat die Bundesärztekammer im Jahre 2000 in ihren
> Richtlinien formuliert. Der Grund: die Endoskope, die zur
> Untersuchung der Patienten eingesetzt werden, sind häufig nicht
> adäquat aufbereitet. Sie können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren,
> Pilze, Parasiten, Würmer übertragen, auch Hepatitis-B- und -C-Viren
> wurden nachgewiesen.<

Hallo,

na wenn Du eine sichere und einfache Methode kennst mit der das Endoskop
zuverlässig sterilisiert werden kann ohne es dabei zu beschädigen oder
seine Lebensdauer drastisch zu verkürzen, dann nur her damit.

Aber abkochen oder im Autoklav mit heissem Dampf unter Druck
sterilisieren geht nicht, das halten die Endoskope nicht aus.

Einmalverwendbare Endoskope geht auch nicht, dafür sind die zu teuer.

Bye


Uwe Hercksen writes:

> na wenn Du eine sichere und einfache Methode kennst mit der das Endoskop
> zuverlässig sterilisiert werden kann ohne es dabei zu beschädigen oder
> seine Lebensdauer drastisch zu verkürzen, dann nur her damit.

Gamma-Strahlen?

Ciao,
Oliver


[Skandal&ouml;se Doppelmoral] Infektionsgefahr bei Endoskopie

Author: joculator@freenet.de (Manuel Schmidt)

Uwe Hercksen wrote in message news:...
> Alexander Müller schrieb:
> >
> > dem Blutspendetermin keiner Magen- oder Darmspiegelung unterzogen
> > haben. Dies hat die Bundesärztekammer im Jahre 2000 in ihren
> > Richtlinien formuliert. Der Grund: die Endoskope, die zur
> > Untersuchung der Patienten eingesetzt werden, sind häufig nicht
> > adäquat aufbereitet. Sie können Mikroorganismen wie Bakterien, Viren,
> > Pilze, Parasiten, Würmer übertragen, auch Hepatitis-B- und -C-Viren
> > wurden nachgewiesen.<
>
> Hallo,
>
> na wenn Du eine sichere und einfache Methode kennst mit der das Endoskop
> zuverlässig sterilisiert werden kann ohne es dabei zu beschädigen oder
> seine Lebensdauer drastisch zu verkürzen, dann nur her damit.
>
> Aber abkochen oder im Autoklav mit heissem Dampf unter Druck
> sterilisieren geht nicht, das halten die Endoskope nicht aus.
>
> Einmalverwendbare Endoskope geht auch nicht, dafür sind die zu teuer.
>

Naja, wenn man da nichts machen kann, dann kann man halt nichts machen.
Aber ich finds nicht gut, wenn für etwaige Folgekosten die Solidar-
gemeinschaft der Pharmaindustrie, die Solidargemeinschaft der Apotheker
oder die Solidargemeinschaft der kassenärztlichen Vereinigungen dafür
aufkommen muß. Man sollte die Patienten halt vorher etwas
unterschreiben lassen, z.B.:


-Ich bin davon unterrichtet worden, daß Endoskope teuer sind.
-Ich weiß auch, daß das Leben hart ist.
-Und wenn ich jetzt HIV oder Hepatitis bekomme,
-so zahle ich die daraus entstanden Behandlungskosten alle selber.

wär doch was, oder?


mfg Manuel


>
> Naja, wenn man da nichts machen kann, dann kann man halt nichts machen.
> Aber ich finds nicht gut, wenn für etwaige Folgekosten die Solidar-
> gemeinschaft der Pharmaindustrie, die Solidargemeinschaft der Apotheker
> oder die Solidargemeinschaft der kassenärztlichen Vereinigungen dafür
> aufkommen muß. Man sollte die Patienten halt vorher etwas
> unterschreiben lassen, z.B.:
>
>
> -Ich bin davon unterrichtet worden, daß Endoskope teuer sind.
> -Ich weiß auch, daß das Leben hart ist.
> -Und wenn ich jetzt HIV oder Hepatitis bekomme,
> -so zahle ich die daraus entstanden Behandlungskosten alle selber.
>
> wär doch was, oder?
>
>
> mfg Manuel


Nein, das wär nichts. Du machst dich lustig über die Situation der
Betroffenen, weil du vorher offensichtlich aus Unkenntnis gepostet hast.
Eine Endoskopie ist ohnehin keine echte Gaudi für den Kranken.

Heinz


[Skandal&ouml;se Doppelmoral] Infektionsgefahr bei Endoskopie

Author: joculator@freenet.de (Manuel Schmidt)

"Heinz Gutschner" wrote in message news:...
> >
> > Naja, wenn man da nichts machen kann, dann kann man halt nichts machen.
> > Aber ich finds nicht gut, wenn für etwaige Folgekosten die Solidar-
> > gemeinschaft der Pharmaindustrie, die Solidargemeinschaft der Apotheker
> > oder die Solidargemeinschaft der kassenärztlichen Vereinigungen dafür
> > aufkommen muß. Man sollte die Patienten halt vorher etwas
> > unterschreiben lassen, z.B.:
> >
> >
> > -Ich bin davon unterrichtet worden, daß Endoskope teuer sind.
> > -Ich weiß auch, daß das Leben hart ist.
> > -Und wenn ich jetzt HIV oder Hepatitis bekomme,
> > -so zahle ich die daraus entstanden Behandlungskosten alle selber.
> >
> > wär doch was, oder?
> >
> >
> > mfg Manuel
>
>
> Nein, das wär nichts. Du machst dich lustig über die Situation der
> Betroffenen, weil du vorher offensichtlich aus Unkenntnis gepostet hast.


Ja, ist mir schon klar. Die Zeiten haben sich geändert.
Heutzutage werden die Produzenten von Realsatire als Ehrenmänner *deklariert*
und diejenigen, die diese Realsatire konsequent zuende denken, sind dann
die bösen Zyniker.


mfg Manuel


[Skandal&ouml;se Doppelmoral] Infektionsgefahr bei Endoskopie

Author: vinoterra@t-online.de (gerhard weingart)

Hallo ihr Kollegen
Denke, daß die Sterilisierung auf jeden fall notwendig ist. Alles
andere wäre grob fahrlässig und dem Patienten gegenüber gefährlich und
unmoralisch.
Aber vielleicht kann mir jemand zum Sterilisieren im Autoklav seine
Erfahrung sagen. Meine Instrumente sind nach dem vorgang immer noch
feucht bis naß. Welcher Autoklav gibt trockene Instrumente raus?

gruß W.W.

"Heinz Gutschner" wrote in message news:...
> >
> > Naja, wenn man da nichts machen kann, dann kann man halt nichts machen.
> > Aber ich finds nicht gut, wenn für etwaige Folgekosten die Solidar-
> > gemeinschaft der Pharmaindustrie, die Solidargemeinschaft der Apotheker
> > oder die Solidargemeinschaft der kassenärztlichen Vereinigungen dafür
> > aufkommen muß. Man sollte die Patienten halt vorher etwas
> > unterschreiben lassen, z.B.:
> >
> >
> > -Ich bin davon unterrichtet worden, daß Endoskope teuer sind.
> > -Ich weiß auch, daß das Leben hart ist.
> > -Und wenn ich jetzt HIV oder Hepatitis bekomme,
> > -so zahle ich die daraus entstanden Behandlungskosten alle selber.
> >
> > wär doch was, oder?
> >
> >
> > mfg Manuel
>
>
> Nein, das wär nichts. Du machst dich lustig über die Situation der
> Betroffenen, weil du vorher offensichtlich aus Unkenntnis gepostet hast.
> Eine Endoskopie ist ohnehin keine echte Gaudi für den Kranken.
>
> Heinz