Hallo zusammen,
vor einigen Wochen hatte ich nach dem Schwimmtraining manchmal Flimmern
vor den Augen. (insges. 3mal in 6 Wochen).
Das Flimmern sah ungefähr so aus, als hinge ein Stroboskopblitzer
schräg
hinter einem Auge. Der Rest der Welt schien eher dämmerig beleuchtet,
und lesen konnte ich nur schwer, da vor meinen Augen dunkle Schatten
schwebten (so wie wenn man in einen Stroboskopblitzer geschaut hat).
Google findet zu diesen Symptomen verschiedene Seiten über Migräne
mit
Aura. Kopfschmerzen hatte ich allerdings nur einmal (das 3. Mal, als
auch das Blitzen sehr lange, eine gute Stunde, gedauert hatte), und die
waren auch nicht so stark, das ich mich an irgendwas gehindert gefühlt
hätte. Aspirin half allerdings nicht.
Eine der Migräneseiten beschrieb das, was bei Migräne passiert, in
etwa
so, dass die Gefäße im Kopf sich verengen (->zu wenig Sauerstoff
im
Gehirn? -> Aura) und dann wieder weiten (->Druck steigt, Kopfschmerzen).
Das hörte sich für mich ziemlich logisch an und auch ungefähr so
wie
sich das angefühlt hat.
Da ich relativ wenig Sport mache und ziemlich schnell mit anstrengendem
Schwimmtraining begonnen habe, habe ich allerdings noch die Hoffnung,
keine Migräne zu haben, sondern mich "nur" überanstrengt.
Ich bin jedenfalls dann zum Arzt gegangen. Die Ärztin hat Eisenmangel
festgestellt und vermutet, dass dadurch die Sauerstoffversorgung des
Gehirns bei der Anstrengung nicht mehr so gut funktioniert hat. Auf
Migräne kam sie nicht zu sprechen, und als ich fragte, antwortete sie in
etwa "Migräne dauert 3 Tage und ist einseitig, das kann es nicht
sein."
Eisentabletten habe ich jetzt 3 Wochen lang genommen und nächste Woche
wird das nochmal kontrolliert.
Habt ihr Vorschläge, wie ich weiter vorgehen soll?
Wenn das Eisen wieder OK ist, soll ich versuchen, mich testweise nochmal
so stark anzustrengen (derzeit bin ich vorsichtiger), um zu sehen, ob
das Flimmern wiederkommt?
Soll ich mich nochmal auf Migräne untersuchen lassen (und von was für
einem Arzt)?
Wenn ich es schaffe, das Flimmern zu erzeugen und vorher einen
Arzttermin für während des Flimmerns zu machen, was kann der Arzt
dann
damit anfangen?
Oder sollte ich weiter vorsichtig sein? Verstärkt sich eine anfangende
Migräne durch jeden Anfall? (auch wenn 3 keine repräsentative Zahl
ist;
es wurde jedesmal stärker)
Danke,
uli
Medizin
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uli paap schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> vor einigen Wochen hatte ich nach dem Schwimmtraining manchmal Flimmern
> vor den Augen. (insges. 3mal in 6 Wochen).
> Das Flimmern sah ungefähr so aus, als hinge ein Stroboskopblitzer
schräg
> hinter einem Auge. Der Rest der Welt schien eher dämmerig beleuchtet,
> und lesen konnte ich nur schwer, da vor meinen Augen dunkle Schatten
> schwebten (so wie wenn man in einen Stroboskopblitzer geschaut hat).
> Google findet zu diesen Symptomen verschiedene Seiten über
Migräne mit
> Aura. Kopfschmerzen hatte ich allerdings nur einmal (das 3. Mal, als
> auch das Blitzen sehr lange, eine gute Stunde, gedauert hatte), und die
> waren auch nicht so stark, das ich mich an irgendwas gehindert
gefühlt
> hätte. Aspirin half allerdings nicht.
> Eine der Migräneseiten beschrieb das, was bei Migräne passiert,
in etwa
> so, dass die Gefäße im Kopf sich verengen (->zu wenig
Sauerstoff im
> Gehirn? -> Aura) und dann wieder weiten (->Druck steigt,
Kopfschmerzen).
> Das hörte sich für mich ziemlich logisch an und auch
ungefähr so wie
> sich das angefühlt hat.
> Da ich relativ wenig Sport mache und ziemlich schnell mit anstrengendem
> Schwimmtraining begonnen habe, habe ich allerdings noch die Hoffnung,
> keine Migräne zu haben, sondern mich "nur"
überanstrengt.
> Ich bin jedenfalls dann zum Arzt gegangen. Die Ärztin hat Eisenmangel
> festgestellt und vermutet, dass dadurch die Sauerstoffversorgung des
> Gehirns bei der Anstrengung nicht mehr so gut funktioniert hat. Auf
> Migräne kam sie nicht zu sprechen, und als ich fragte, antwortete sie
in
> etwa "Migräne dauert 3 Tage und ist einseitig, das kann es nicht
sein."
> Eisentabletten habe ich jetzt 3 Wochen lang genommen und nächste
Woche
> wird das nochmal kontrolliert.
> Habt ihr Vorschläge, wie ich weiter vorgehen soll?
> Wenn das Eisen wieder OK ist, soll ich versuchen, mich testweise nochmal
> so stark anzustrengen (derzeit bin ich vorsichtiger), um zu sehen, ob
> das Flimmern wiederkommt?
> Soll ich mich nochmal auf Migräne untersuchen lassen (und von was
für
> einem Arzt)?
> Wenn ich es schaffe, das Flimmern zu erzeugen und vorher einen
> Arzttermin für während des Flimmerns zu machen, was kann der
Arzt dann
> damit anfangen?
> Oder sollte ich weiter vorsichtig sein? Verstärkt sich eine
anfangende
> Migräne durch jeden Anfall? (auch wenn 3 keine repräsentative
Zahl ist;
> es wurde jedesmal stärker)
Ich würde nicht unbedingt auf Migräne schließen wollen..
Hasst du auch innere Unruhe, Unkonzentriertheit, starkes Hungergefühl?
Was passiert wenn du nach dem Schwimmtraining etwas süßes (Cola,
Schokolade
etc.) zu dir nimmst?
Deine Beschreibungen lassen auch auf Hypoglykämie schließen.
Tschau
Hans
--
Ein Betriebssystem, sie zu knechten, sie alle zu finden,|
Fido:2:244/1634.2
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden | HAM: DK3CJ(@DB0GV)
Im Lande Redmond, wo die Schatten drohn. | Location: JO40jd
(frei nach J. R. Tolkien) | Using OS/2 V4.51
Hallo!
On Sat, 19 Jul 2003 16:50:26 +0200, Hans Andriessen wrote:
> Ich würde nicht unbedingt auf Migräne schließen wollen..
> Hasst du auch innere Unruhe, Unkonzentriertheit, starkes
Hungergefühl?
> Was passiert wenn du nach dem Schwimmtraining etwas süßes
(Cola,
> Schokolade
> etc.) zu dir nimmst?
Innere Unruhe und Unkonzentriertheit habe ich nicht (weder öfter noch
während des Flimmerns). Und nach der Anstrengung fühle ich mich meist
eher
platt als hungrig, esse dann aber trotzdem ordentlich, um wieder fit zu
werden. Ich weiß es nicht mehr, kann mir aber kaum vorstellen, dann keine
Schokolade gegessen zu haben. Aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass
das Flimmern durch Teetrinken und gut Essen und Ausruhen besser wird. Beim
Einschlafen stört es mich auch nicht.
> Deine Beschreibungen lassen auch auf Hypoglykämie schließen.
Ich glaube, dass meine Ärztin Diabetes-Anzeichen mit untersucht hat. Ihr
Ansatz war, erstmal alles zu prüfen und da sie eine Blut- und Urinprobe
genommen hat, nehme ich an, dass sie auch die Zuckerwerte überprüft
hat.
Ich frage aber noch mal.
Es könnte natürlich auch Hypoglykämie ohne Diabetes, z.B. durch
zu wenig
Essen sein, oder? Dann müsste ich vorher nur genug Schoki verspeisen und
alles wäre gut.
uli
Uli Paap schrieb:
>
[...]
> > Deine Beschreibungen lassen auch auf Hypoglykämie
schließen.
>
> Ich glaube, dass meine Ärztin Diabetes-Anzeichen mit untersucht hat.
Ihr
> Ansatz war, erstmal alles zu prüfen und da sie eine Blut- und
Urinprobe
> genommen hat, nehme ich an, dass sie auch die Zuckerwerte
überprüft hat.
> Ich frage aber noch mal.
Hast du da im Nüchternzustand Blut abgenommen bekommen?, wenn ja dann
sind sicherlich die BZ-Werte bestimmt worden. Fragen kostet aber nichts
<g>
> Es könnte natürlich auch Hypoglykämie ohne Diabetes, z.B.
durch zu wenig
> Essen sein, oder? Dann müsste ich vorher nur genug Schoki verspeisen
und
> alles wäre gut.
Genau auf den letzten Satz wollte ich hinaus.
Aber bitte nicht zuviel...
Als trainierter wirst du wahrscheinlich abschätzen können wieviel
Kohlehydrate du beim Traing verbrauchst, diese solltest du vorher
oder auch nachher zuführen/essen (in Form von Kohlehydraten).
Tschau
Hans
--
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uli paap schrieb:
> Da ich relativ wenig Sport mache und ziemlich schnell mit anstrengendem
> Schwimmtraining begonnen habe, habe ich allerdings noch die Hoffnung,
> keine Migräne zu haben, sondern mich "nur"
überanstrengt.
> Ich bin jedenfalls dann zum Arzt gegangen. Die Ärztin hat Eisenmangel
> festgestellt und vermutet, dass dadurch die Sauerstoffversorgung des
> Gehirns bei der Anstrengung nicht mehr so gut funktioniert hat. Auf
> Migräne kam sie nicht zu sprechen, und als ich fragte, antwortete sie
in
> etwa "Migräne dauert 3 Tage und ist einseitig, das kann es nicht
sein."
> Eisentabletten habe ich jetzt 3 Wochen lang genommen und nächste
Woche
> wird das nochmal kontrolliert.
Hallo,
so ein Flimmern hatte ich auch mal, war beim Augenarzt, der hat es dann
als eine Art Migräne im Sehzentrum erklärt.
Steigere Dein Schwimmpensum nur langsam und überlaste Dich nicht dabei.
Bye
Uli Paap schrieb:
>
> Hallo!
>
> On Sat, 19 Jul 2003 16:50:26 +0200, Hans Andriessen wrote:
>
> > Ich würde nicht unbedingt auf Migräne schließen
wollen..
> > Hasst du auch innere Unruhe, Unkonzentriertheit, starkes
Hungergefühl?
> > Was passiert wenn du nach dem Schwimmtraining etwas süßes
(Cola,
> > Schokolade
> > etc.) zu dir nimmst?
[...]
> Es könnte natürlich auch Hypoglykämie ohne Diabetes, z.B.
durch zu wenig
> Essen sein, oder? Dann müsste ich vorher nur genug Schoki verspeisen
und
> alles wäre gut.
Nachtrag zu meinem vorherigen Posting:
Dein genanntes Symptom kann auch auftreten wenn du für längere Zeit
ohne Kopfbedeckunk im Wasser bist (Auskühlung).
Tschau
Hans
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Hallo,
Hans Andriessen schrieb:
> Uli Paap schrieb:
>> Es könnte natürlich auch Hypoglykämie ohne Diabetes,
z.B. durch zu wenig
>> Essen sein, oder? Dann müsste ich vorher nur genug Schoki
verspeisen und
>> alles wäre gut.
>
> Nachtrag zu meinem vorherigen Posting:
> Dein genanntes Symptom kann auch auftreten wenn du für längere
Zeit
> ohne Kopfbedeckunk im Wasser bist (Auskühlung).
Oh ja, danke. Den Gedanken hatte ich schon, weil mein Kopf auch ziemlich
kalt war beim Schwimmen, habe ihn aber dann wieder verworfen.
Also glaube ich jetzt mal an eine Kombination aus Überanstrengung,
Zuweniggegessenhaben, Eisenmangel und Unterkühlung, schalte die letzteren
ab und teste dann, ob ich die Überanstrengung alleine ohne Flimmern
überstehe.
Danke nochmal für alle Tipps,
uli
Hallo zusammen,
vor einigen Wochen hatte ich nach dem Schwimmtraining manchmal Flimmern
vor den Augen. (insges. 3mal in 6 Wochen).
Das Flimmern sah ungefähr so aus, als hinge ein Stroboskopblitzer
schräg
hinter einem Auge. Der Rest der Welt schien eher dämmerig beleuchtet,
und lesen konnte ich nur schwer, da vor meinen Augen dunkle Schatten
schwebten (so wie wenn man in einen Stroboskopblitzer geschaut hat).
Google findet zu diesen Symptomen verschiedene Seiten über Migräne
mit
Aura. Kopfschmerzen hatte ich allerdings nur einmal (das 3. Mal, als
auch das Blitzen sehr lange, eine gute Stunde, gedauert hatte), und die
waren auch nicht so stark, das ich mich an irgendwas gehindert gefühlt
hätte. Aspirin half allerdings nicht.
Eine der Migräneseiten beschrieb das, was bei Migräne passiert, in
etwa
so, dass die Gefäße im Kopf sich verengen (->zu wenig Sauerstoff
im
Gehirn? -> Aura) und dann wieder weiten (->Druck steigt, Kopfschmerzen).
Das hörte sich für mich ziemlich logisch an und auch ungefähr so
wie
sich das angefühlt hat.
Da ich relativ wenig Sport mache und ziemlich schnell mit anstrengendem
Schwimmtraining begonnen habe, habe ich allerdings noch die Hoffnung,
keine Migräne zu haben, sondern mich "nur" überanstrengt.
Ich bin jedenfalls dann zum Arzt gegangen. Die Ärztin hat Eisenmangel
festgestellt und vermutet, dass dadurch die Sauerstoffversorgung des
Gehirns bei der Anstrengung nicht mehr so gut funktioniert hat. Auf
Migräne kam sie nicht zu sprechen, und als ich fragte, antwortete sie in
etwa "Migräne dauert 3 Tage und ist einseitig, das kann es nicht
sein."
Eisentabletten habe ich jetzt 3 Wochen lang genommen und nächste Woche
wird das nochmal kontrolliert.
Habt ihr Vorschläge, wie ich weiter vorgehen soll?
Wenn das Eisen wieder OK ist, soll ich versuchen, mich testweise nochmal
so stark anzustrengen (derzeit bin ich vorsichtiger), um zu sehen, ob
das Flimmern wiederkommt?
Soll ich mich nochmal auf Migräne untersuchen lassen (und von was für
einem Arzt)?
Wenn ich es schaffe, das Flimmern zu erzeugen und vorher einen
Arzttermin für während des Flimmerns zu machen, was kann der Arzt
dann
damit anfangen?
Oder sollte ich weiter vorsichtig sein? Verstärkt sich eine anfangende
Migräne durch jeden Anfall? (auch wenn 3 keine repräsentative Zahl
ist;
es wurde jedesmal stärker)
Danke,
uli