Till Dranor schrieb:
>
> "Thomas Behler" schrieb u.a.:
>
> > ich plage mich seit über einem Jahr mit einer permanenten
Entzündung im
> > rechten Schultergelenkbereich rum.
>
> Mal eine andere Frage: Wie bekommt man sowas? Welche Risikofaktoren gibt
es?
IMHO ist die Ursache ein unbewußter und deshalb eventuell
ungünstiger
Gebrauch des Selbst.
Hannah
Medizin
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Hi,
das Problem ist nur welcher Arzt hat Ahnung davon ?
Bis jetzt kenn ich keinen.
Bei denen ich war waren alle mehr um Ihre Geldbörse als um das Wohl
ihres Patienten besorgt.
Wenn ich fuer ein paar warme Worte über 100 Euro bezahlen muss staerkt
das nicht gerade das Vertrauen in diesen Arzt.
Woher weiss ich wer gut ist ?
Ich bin übrigens privat versichert.
Zu den potentiellen "Gefahren":
Ich bin Sortwareentwicker ( 8 h pro Tag am PC), Motorradfahrer und
Sportschütze.
Beim Heilpraktiker bin ich zur Zeit in Behandlung.
Er fügt mir eine Menge Schmerzen mit akupunktur und Spritzen (Poctain)
zu, aber so richtig helfen tut es nicht.
Hat es Sinn sich mal bei der Ärztekammer nach einem "guten "
Arzt zu
erkundigen ?
Gruss
Thomas
Achim Roessler schrieb:
>
>
> Peter Schneble schrieb:
> > Thomas Behler schrieb:
>
> >> ich plage mich seit über einem Jahr mit einer permanenten
> >> Entzündung im rechten Schultergelenkbereich rum.
>
> >> Hat jemand schon mal ähnliches gehabt ?
> >
> > Ja, ACG-Arthrose und akromalisches Impigment mit Ansatzendinose der
> > Supraspinatuissehne
> >
> >> Was kann man dagegen tun ?
> >
> > es gibt mehrere Optionen z.B. Extrakorporale
Stoßwellentherapie
> > (ESWT)http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/diagnosen
therapien/eswt.html
>
> Diese wird aber i.d.R. derzeit nicht! von der Kasse übernommen (nicht
> ganz billig), da noch nicht als Standardverfahren etabliert.
>
> > Kobalt Bestrahlungen können auch helfen (Uni Freiburg)
> Naja, weder muß es die Uniklinik in Freiburg sein, noch muß es
eine
> Bestrahlung mit Kobalt sein (gibts überhaupt noch
> Kobalt-Bestrahlungsgeräte in D? ich ging davon aus, daß die nun
endlich
> alle abgebaut worden seien), vielmehr handelt es sich bei der (von mir
> an anderer Stelle bereits erwähnten Bestrahlung um eine solche mit
> ionisierender Strahlung von mindestens 250 kV, heute sind aber eher
> Elektronen oder Photonen von 4 - 20 MV üblich. Und womit die nun
erzeugt
> werden ist eher zweitrangig (zumeist werden Linearbeschleuniger benutzt,
> aber auch spezielle (Röntgen-) Geräte sind möglich
> (Röntgentiefentherapie).
>
> >> Wie bewege ich mich richtig ?
> >
> > Rückenschwimmen
>
> Nuja, auch dabei kannst Du die Schulter überlasten, ich würde
zuerst mal
> jemand konsultieren, der Ahnung davon hat, s. auch mein anderes Posting.
>
> nix für ungut,
> Gruß
> Achim
>
Thomas Behler schrieb:
[chron. Schultergelenksentzündung / Impingementsyndrom]
> das Problem ist nur welcher Arzt hat Ahnung davon ?
Orthopäde, Strahlentherapeut (s. mein erstes Posting auf deine Frage)
> Zu den potentiellen "Gefahren":
> Ich bin Sortwareentwicker ( 8 h pro Tag am PC), Motorradfahrer und
> Sportschütze.
Klingt nach chronischer Überlastung des Gelenks, aber im Usenet gibts
keine Diagnosen, dazu braucht es den Blick auf den Patienten.
> Beim Heilpraktiker bin ich zur Zeit in Behandlung.
> Er fügt mir eine Menge Schmerzen mit akupunktur und Spritzen
(Poctain)
> zu, aber so richtig helfen tut es nicht.
Das Ergebnis deckt sich mit der Erfahrung der allermeisten meiner
Patienten, die diese Behandlungsform probiert haben :-(
> Hat es Sinn sich mal bei der Ärztekammer nach einem "guten
" Arzt zu
> erkundigen ?
Ich weiß nicht recht. Was ist für Dich ein guter Arzt, und was
für die
ÄK?
Du könntest, wenn Du -wie ich bereits andernorts empfahl- nicht beim
nächsten oder übernächsten Krankenhaus einfach mal nach ner
Abteilung
für Strahlentherapie fragen möchtest, bei der ÄK nach jenen
Leuten
fragen, oder halt nach nem Orthopäden ... aber dazu hatte ich ja auch
schon was geschrieben.
Anmerkung:
Bitte zitiere (laß stehen) nur das vom Vorposting, worauf du dich direkt
beziehst und was für das Verständnis unabdingbar ist und schreibe
deine
Beiträge jeweils unter diese Abschnitte, alles andere solltest du bitte
löschen. (etwa so, wie es in diesem Posting zu erkennen ist).
Gruß
Achim
Hi,
ein guter Arzt ist fuer mich z.B. jemand der der Statistik nach viele
solcher Faelle erfolgreich behandelt hat.
Gibt es ausserdem keine Statistiken über Behandlungsmethoden und
welche beim Patienten oft greifen und welche weniger oft ?
Das waere doch die einfachste und logischste Methode sich über
erfolgversprechende Behandlungsmethoden auf dem laufenden zu halten.
Das waere fuer den Arzt wie fuer den Patienten SEHR sinnvoll.
Gruss
Thomas
In de.sci.medizin.misc Thomas Behler wrote:
> ein guter Arzt ist fuer mich z.B. jemand der der Statistik nach viele
> solcher Faelle erfolgreich behandelt hat.
Diese Annahme ist aber unbegruendet. Eine gueltige Aussage kannst
Du dann machen, wenn die Anzahl der Patienten gross ist und damit
statistische Schwankungen ausgeglichen ist. Darueberhinaus musst
Du die Entscheidungsparameter genau definieren koennen (Dauer des
follow up, was wird als Erfolg, was als Misserfolg gewertet, in
welchem Zustand erfolgte die erste Vorstellung, waren Komplikationen
vorgelegen etc.)
Beispiel:
Arzt A hat 40 Patienten behandelt, davon waren nach 1 Jahr 20
geheilt, nach 2 Jahren 30.
Arzt B hat 10 Patienten behandelt, davon waren 7 nach dem 1. und
8 nach dem zweiten Jahr geheilt.
Die Remissionsrate der Erkrankung betrage 15% im 1. Jahr und 10%
im zweiten Jahr. Welcher Arzt ist der erfolgreichere?
> Gibt es ausserdem keine Statistiken über Behandlungsmethoden und
> welche beim Patienten oft greifen und welche weniger oft ?
Aber sicher. Auf diesen Studien bauen die Behandlungsstrategien
grossenteils auf. Nennt sich wohl "evidence based".
> Das waere doch die einfachste und logischste Methode sich über
> erfolgversprechende Behandlungsmethoden auf dem laufenden zu halten.
Darum macht man es auch.
> Das waere fuer den Arzt wie fuer den Patienten SEHR sinnvoll.
Fuer Patienten wahrscheinlich eher schwierig. Die Aussagekraft
einer Studie zu beurteilen ist fuer Aussenstehende schwer bis
unmoeglich. Das kann letztlich nur auf das Gebiet spezialisierte
Fachleute (nicht unbedingt der Hausarzt). Leider werden solche
Studienergebnisse immer wieder von unseren Medien ungetruebt
durch irgendwelche Fachkenntnis mit grossen Worten praesentiert
und damit Patienten entweder verunsichert oder ihnen unsinnige
Hoffnungen gemacht.
--
Joerg Geiger
joerg geiger(at)web.de
| The "paradox" is only a conflict between reality and your feeling |
| of what reality "ought to be". (Richard Feynman) |
Thomas Behler schrieb:
> ein guter Arzt ist fuer mich z.B. jemand der der Statistik nach viele
> solcher Faelle erfolgreich behandelt hat.
Alles relativ, weil A: Das gleiche nicht dasselbe ist - verstanden?
> Gibt es ausserdem keine Statistiken über Behandlungsmethoden und
> welche beim Patienten oft greifen und welche weniger oft ?
Für eine Transparenz wäre ich auch, muss ja nicht gleich ein Rating
sein
oder 1,2,3,4, Sterne wie bei den Hotels - aber ein Gedanke in die
Richtung würde die Qualität verbessern und die Kosten senken sowie
die
Suche einfacher machen- und die Vernatwortlichen würden sich mehr
anstrengen! Viele machen leider nur Ihr Ding, uns sehen den Mensch nicht
ganzheitlich - es gibt aber auch viele gute und andere und es gibt
natürlich auch GIPS! http://www.HoHoHaHa.de
--
Lachts gut! und auf Wiederlächeln
Peter Schneble - Denkst Du noch oder LEBST Du schon!
Thomas Behler schrieb:
> Hi,
>
> ein guter Arzt ist fuer mich z.B. jemand der der Statistik nach viele
> solcher Faelle erfolgreich behandelt hat.
Genau deshalb hab ich ja geschrieben, mensch möge sich an eine
Strahlentherpeutische Abteilung in einem Krankenhaus wenden, dort wird
eine solche Behandlung (so sie denn indiziert ist) hundertfach pro Jahr
durchgeführt (bei uns ca. 300/a).
Die Erfolge sind recht gut...
> Gibt es ausserdem keine Statistiken über Behandlungsmethoden und
> welche beim Patienten oft greifen und welche weniger oft ?
Es gibt Statistiken, allerdings ist die Zahl wirklich guter Studien im
Bereich Röntgenreizbestrahlung eher gering, aber die Ergebnisse der
zahlreich(!) vorhandenen retrospektiven Studien und Beobachtungen sind
IMO recht positiv, mit Erfolgsraten von 50 - 80%. Die Zielpunkte dieser
Erhebungen sind allerdings leider nicht einheitlich, durchschnittlich
vielleicht am ehesten so: Erfolg: deutliche Verbesserung (oder
verschwinden) der Schmerzsymptomatik für mind. 12 Monate.
> Das waere doch die einfachste und logischste Methode sich über
> erfolgversprechende Behandlungsmethoden auf dem laufenden zu halten.
> Das waere fuer den Arzt wie fuer den Patienten SEHR sinnvoll.
Wenn nun aber jeder Arzt Studien und Statistiken über seine
Behandlungsergebnisse führen würde/müßte, bräuchte es
wohl weitere
tausende Ärzte oder Statistiker o.ä. um diese Arbeit zu tun.
Vorschläge, individuelle Ergebnislisten zu erstellen gabs schon
häufiger
mal, aber richtig praktikabel ist das z.Z. kaum.
Man kann aber seinen Arzt ohne weiteres fragen, wieviel Erfahrung (und
welche) er mit der jeweiligen Indikation hat, was spricht dagegen?
gruß
Achim
Autsch!
Mehr ist zu diesem äußerst hilfreichen Posting nicht zu sagen
"Stefan Fritze" schrieb im Newsbeitrag
news:3fdeab1a$0$17572$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...
> Thomas Behler schrieb:
> >ich plage mich seit über einem Jahr mit einer permanenten
Entzündung im
> >rechten Schultergelenkbereich rum.
>
> Entzündungen kriegt man in der Regel sehr gut mit einigen Tagen
> Fasten und anschließender Umstellung auf naturbelassene
Ernährung
> (lies: rohe Nahrung, statt gekochter) in den Griff.
>
> Gruß
> Stefan
>
>