Hallo
Zun
Medizin
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Achim Müller wrote:
> Wie seht ihr die Problematik, emotional und medizinisch, soll man sich
> (aus guten Gründen) durchsetzen und dem Kind beibringen auf jeden
Fall im
> eigenen Bett zu schlafen - oder schadet man damit dem Kind?
Ich denke, man schadet dem Kind, wenn man als nervliches Wrack
herumläuft bzw. wenn man ihm nie beibringt, dass man auch allein
einschlafen kann. Ich würde also auch damit aufhören, neben ihm
zu liegen, bis er einschläft, denn sonst kann er niemals ohne
einschlafen. Das bedeutet, dass Deine Freundin immer unter allen
Umständen da sein muss, wenn er einschläft. Keine gute Vorstellung.
Was ist, wenn sie mal ins Krankenhaus muss? Im Stau steht? Einfach
mal etwas anderes machen möchte? Ich denke, man hilft dem Kleinen
auf Dauer nicht, wenn man ihn in so einer Abhängigkeit lässt.
Bettina
Hallo,
Vorab: ich bin kein Mediziner, kein Pädagoge, kein Psychologe, aber (?)
Vater dreier erwachsener Kinder. RatSCHLÄGE wirst du eine Menge bekommen,
nehme ich mal an ("die Cousine meiner Ex-Freundin hatte auch einmal
..."),
nicht aber von mir; aber ich kann dir unsere Vorgangsweise erzählen.
Mit Zwängen waren wir bei unseren drei Burschen höchst behutsam. Ob
das nun
die Reinlichkeit (Windel > Töpfchen > WC), das Alleinschlafen oder
etwa das
Stillen war.
Wir mussten die Erfahrung machen, dass unsere drei Kinder eine recht
verschiedenes Entwicklungstempo hatten. Besonders unser Sandwichkind hinkte
in der motorischen und sprachlichen Entwicklung weit hinterher. Plötzlich
kam der Tag, an dem es dann explosionsartig voran ging. Für mich
bestätigte
das unsere Vorgehensweise: Hände weg vom Zwang (geht leider nicht immer).
Unser Jüngster wurde bis zum 2. Lebensjahr gestillt, weil er es so wollte.
Für meine Frau und mich hieß das, dass wir unser Bett mit ihm teilen
mussten. Irgendwann haben wir Oliver darauf aufmerksam gemacht, dass er auch
zwei Brüder hätte, mit denen er sich vergnügen konnte, er nahm
davon anfangs
sukzessive Gebrauch, bis er es eines Tages vorzog, im Kinderzimmer zu
nächtigen. Noch heute höre ich das Trappeln um 6 Uhr in der
Früh, wenn er
uns in dieser letzten Phase noch für einige Minuten zum Kuscheln besuchte.
Es war schön und wird nie wieder kommen.
Alles Gute und schöne Grüße
Heinz
>
>"Achim Müller" schrieb im
Newsbeitrag
news:bf37nk$akj66$1@ID-120253.news.uni->berlin.de...
>...D.h. zwar mit ihm zusammen einschlafen, ihm aber klar machen, das er,
wenn er wach wird und es noch dunkel ist
>...
Warum denn das? Wenn er nachts aufwacht muß er ja auch wieder von alleine
einschlafen. Vielleicht am Anfang mal ein paar Minuten im Zimmer bleiben,
aber doch nicht neben ihn legen.
Tja, so schön das auch am Anfang sein mag mit und neben seinem Kind zu
schlafen bzw. einzuschlafen, irgendwann fängts halt an zu nerven. An die
Entwöhnung und den damit verbundenen Ärger denkt man in den
Anfangszeiten
eben nicht.
Gruß
Matthias
Hallo Achim,
auch ich bin kein Mediziner und kein Psychologe, sonder "nur" Mutter
von
zwei Söhnen (5 + 3). Ich bin der Meinung, dass der Junge schon in seinem
Bett schlafen kann. Das wird zwar wahrscheinlich nicht so einfach sein, aber
es ist machbar. Vor allem würde ich ihm nachts das Fläschchen
wegnehmen
schon wegen der Zähne. Wenn er sich abgewöhnt hat, dass es nachts was
zu
trinken gibt dann wird er auch besser durchschlafen.
Sollte das geschafft sein, würde ich versuchen das Einschlafen zu
ändern. Er
kann in dem Alter wirklich alleine einschlafen. Bei uns wird eine Geschichte
gelesen (nicht zu lang) und dann wir geschlafen. Ein Kuscheltier kann dabei
ganz hilfreich sein.
Ich wünsche Euch auf jeden Fall alles Gute und viel Geduld
Grüsse
Gerti
Hallo Achim,
vielleicht einfach mal der Rat, ganz vorsichtig und langsam das Kind
an das Alleinschlafen gewöhnen.
Ich würde das nicht Knall auf Fall durchführen, sondern langsam, in
Stufen, daß Du z.B. anfängst, wenn er nachts angerannt kommt, ihn
kurz
zwar im Bett zu lassen, aber kurze Zeit später in sein eigenes
zurückzubringen.
Und die Häufigkeit des Zurückbringens langsam steigern.
MfG Riddle
Unser Sohn mußte mit 2,5 Jahren lernen alleine einzuschlafen.
Leider habe ich nerade nicht viel Zeit, daher in Kürze (auf nachfrage
gerne
länger)
-Die Mutter muß DAHINTER stehen, wenn sie ihm erklärt, daß es
ab Heute
anders läuft.
-Abendfritual einführen
-Allein einschlafen lassen und das konsequent durchziehen. Bei uns war es
nach 2,5 Tagen "gegessen"das Thema.
- Komplett umstellen, auch das Einschlafen, nachts zur Not ( im Sommer)
Wasserflasche hinstellen
- Immer wieder dem Kind in diesen "schrecklichen tagen" das
gefühlgeben und
erklären, daß alles richtig ist und er ein toller Bub ist!
Viele Grüße
Désirée
"Achim Müller" schrieb im Newsbeitrag
news:bf37nk$akj66$1@ID-120253.news.uni-berlin.de...
Hallo
Zunächst sorry für das Crossposting, aber es betrifft denke ich beide
Groups.
Meine Freundin (wir kennen uns erst kurz und leben nicht zusammen), hat
einen 3 jährigen Sohn. Dieser schläft in der Regel nur ein, wenn sie
sich
neben ihn legt und solange bleibt bis er eingeschlafen ist. Dies scheint
auch kein Problem zu sein. Allerdings kommt er, sobald er aufwacht (und das
kann zu den unterschiedlichsten Nachtzeiten sein) immer zu ihr in´s Bett
gekrabbelt um sich dort an sie zu kuscheln und dann (mehr o. weniger
schnell) wieder ein zu schlafen. Da er aber meine Freundin dabei immer weckt
(oft auch noch sein Flächchen will), die Nacht über rel. unruhig
schläft und
sie dadurch entspr. schlecht schläft, endet es eigentlich immer damit, das
sie regelmäßig völlig übermüdet ist - bis hin zu
daraus resultierenden
gesundheitlichen Problemen wie Magenprobleme, nervl. Überlastung ect.
Jetzt wir sie in Kürze wieder arbeiten gehen und spätestens dann ist
absehbar, das sie diese Belastung bei den geschilderten Schlafdefiziten
nicht mehr schaffen wird.
Ich habe ihr nunmehr dringend geraten (bin selber seit fast 10 Jahren
"wirklich" alleinerz. Vater zweier Söhne, kein Weekend Daddy,
die aber nach
3 Tagen Kampf schnell "kapiert" hatten, das sie in ihrem eig. Bett
schlafen
müssen..), rigoros damit an zu fangen, den kleinen Sohn dazu zu bringen
nur
noch in seinem Bett zu schlafen. D.h. zwar mit ihm zusammen einschlafen, ihm
aber klar machen, das er, wenn er wach wird und es noch dunkel ist (Uhrzeit
versteht er ja noch nicht) in seinem Zimmer und in seinem Bett bleiben soll.
Aus eigener Erfahrung weiß ich das dies mit mehreren Tagen bzw.
Nächten
voller Streß und Geschrei verbunden ist, aber man kann es schaffen - nur
jetzt ist sie verunsichert durch Berichte (Internet) in denen nun genau das
Gegenteil dessen was ich ihr sage, propagiert wird, wo behauptet wird man
dürfe genau dies nicht tun, ein Kind brauche diese Nähe in der Nacht
(auch
wenn die Eltern bzw. in dem Fall die Mutter dabei nervlich an die Grenze
ihrer Leistungsfähigkeit gelangt) unbedingt?
Wie seht ihr die Problematik, emotional und medizinisch, soll man sich (aus
guten Gründen) durchsetzen und dem Kind beibringen auf jeden Fall im
eigenen
Bett zu schlafen - oder schadet man damit dem Kind?
--
Achim Müller
mu45de@yahoo.de
"Désirée" schrieb im
Newsbeitrag news:bf4192$j4c$1@diana.bingo-ev.de...
> -Abendfritual einführen
Das ist besonders wichtig und sollte jeden abend gleich ablaufen.
Meine kleine 4J. darft das Sandmännchen anschauen, danach putzt sie die
Zähne, geht aufs Klo, macht die Rolläden runter, sagt dem
Papa und der Schwester Gute Nacht und ab ins Bett.
Diese Programm läuft fast immer so ab und ich denke das ist für ein
Kind wichtig.
Gruß Tanja